Mobile Marketing – Worauf es ankommt und wie man es richtig einsetzt

Smartphones und Tablets sind allgegenwärtig. Mobile Marketing erreicht mittlerweile die unterschiedlichsten Alters- und Nutzergruppen: Vom Digital Native der so jung ist, dass er die Welt ohne Smartphone gar nicht kennt, bis hin zur Oma, die sich von ihren Enkeln hat beibringen lassen, wie man mit dem Tablet skypt. Dieser Blogartikel widmet sich Bedeutung, Potenzialen, Herausforderungen und Möglichkeiten im Mobile Marketing.

Ungenutzte Potenziale im Mobile Marketing

Der Shift in der Mediennutzung entwickelt sich weiterhin rasant in Richtung mobiler Endgeräte. Betrachtet man den US-Markt, zeigt sich, dass Menschen aktuell zwar noch mehr Zeit mit Fernsehen verbringen, dieser Trend jedoch weiter rückläufig ist. Die mobile Internetnutzung wächst im Gegensatz zu Desktop schneller, als die Mobile Marketing Aktivitäten auf mobilen Endgeräten. Dadurch entsteht ein riesiges Potential, dass Mary Meeker im neu erschienenen Internet Trends Report der Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins, auf 7 Milliarden US-Dollar beziffert.

Für Marketer ist das die Chance das Thema Mobile Marketing, bspw. mit gezielten Social Advertising Maßnahmen, anzugehen und von der bevorstehenden Weiterentwicklung im Markt zu profitieren. Denn gerade soziale Netzwerke, deren Nutzerzahlen von 2017 auf 2018 weltweit im Schnitt um 13% gewachsen sind (siehe Abbildung), werden mit Hochdruck an der Optimierung und Weiterentwicklung ihrer Advertising Formate speziell für das mobile Nutzererlebnis arbeiten. Diese Chance sollten sich Marketer angesichts der immer länger werdenden täglichen Nutzungsdauern in den Apps der sozialen Netzwerke nicht entgehen lassen.

Social Advertising bedeutet Mobile Advertising

Vielen Marketern ist nach wie vor nicht bewusst, dass die Social Media Nutzung hauptsächlich mobil stattfindet. Facebook bspw. wurde im Januar 2018 zu 95% mobil genutzt. Auch die Nutzung von LinkedIn liegt mobil schon bei über 60%. Instagram und Snapchat sind von Haus aus mobile first Anwendungen, was bedeutet, dass es keine, bzw. nur eine rudimentäre Desktop Version gibt, da sie für die Nutzung mit dem Smartphone ins Leben gerufen wurden. Dementsprechend wird der mit Abstand größte Teil der Anzeigen auf den sozialen Netzwerken mobil ausgesteuert. Was viele ebenfalls nicht wissen: Neben den Werbeschaltungen in den nativen Apps der Netzwerke bieten Facebook, Twitter und LinkedIn auch Werbeplatzierungen in einer Vielzahl weiterer Apps aus ihren Partnernetzwerken an. Diese Partnernetzwerke umfassen mehrere tausende Apps und Websites, die Kategorien wie etwa Automotive, Business oder Finance zugeordnet und unterteilt sind. Facebook, Twitter, sowie LinkedIn geben Marketern die Möglichkeit diese Kategorien selbst auszuwählen, um die Platzierung ihrer Anzeigen auf entsprechenden Apps und Websites selbst zu bestimmen.

Häufiger Fehler beim Mobile Marketing

Nutzer von mobilen Endgeräten wollen Informationen schnell und einfach abrufen. Laut einer Untersuchung von Kissmetrics steigt mit jeder Sekunde Ladezeit die Abbruchrate. So verlassen 10% der User eine Seite sofort wieder, sollte diese nicht bereits nach 2 Sekunden geladen sein. Ab 4 Sekunden Ladezeit sind es dann auch schon 25% der Besucher, die sich ohne jegliche Ansicht geschweige denn Interaktion von der Website verabschieden. Der eigenen Erfahrung nach tritt dieser Effekt mittlerweile noch schneller ein; vor allem wenn man mobil auf Facebook unterwegs ist und auf einen Link klickt. Nicht zuletzt deshalb haben Facebook mit Instant Articles und Google mit AMP eigene Dienste zum hosten fremder Inhalte auf ihren eigenen Plattformen eingerichtet.

Eine sehr gute mobil optimierte Website macht im Digital Advertising den entscheidenden Unterschied aus. Beispielsweise darüber, wie einfach man es dem Nutzer macht, sich mobil für einen Newsletter anzumelden oder direkt zu shoppen. Der wichtigste Grund für eine mobil optimierte Website ist die Herstellung einer konsistenten und angenehmen Nutzererfahrung.

Beispielszenario: Man hat das Ziel möglichst viele Personen aus der gewünschten Zielgruppe auf eine Website zu leiten, wo möglichst viele Anmeldungen für ein Event oder einen Newsletter generiert werden sollen. Schafft man es im ersten Schritt die Aufmerksamkeit der Zielpersonen im Social Feed zu bekommen und sie darüber hinaus zu einem Klick auf eine Anzeige zu motivieren, kann die tatsächliche Registrierung (Hauptziel) mit einer mobil optimierten Website stehen oder fallen. Ist die Website nicht mobil optimiert, ist die Gefahr von Absprüngen ohne die gewünschte Registrierung sehr hoch. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man schlichtweg Geld für Werbeanzeigen verbrannt hat. Ziel verfehlt.

Die Krux mit der mobil optimierten Website

Wer Digital Advertising in sozialen Netzwerken, zum Beispiel durch den Einsatz von Anzeigen auf Facebook betreibt, der wird mobil wahrgenommen. Entsprechend müssen die Brüche zwischen den Plattformen / Apps / Websites für den Nutzer so unsichtbar und unfühlbar wie möglich sein, bzw. das Gesamterlebnis muss stimmen.

Viele Unternehmen haben erfahrungsgemäß Schwierigkeiten eine geräteübergreifende und angenehme digitale Nutzererfahrung zu designen. Oftmals haben die Social Media Verantwortlichen im Marketing keinen Einfluss darauf, ob die Web-Infrastruktur ihres Unternehmens mobil optimiert ist. Anpassungen der eigenen Unternehmenswebsite sind meist langwierige Prozesse, bei denen viele Personen aus unterschiedlichen Abteilungen wie IT oder Unternehmenskommunikation aber auch aus den Geschäftsbereiche mitbestimmen möchten.

Mobile Marketing auch ohne die perfekte Webseite

Wer als Marketer trotz nicht mobil optimierter Website erfolgreiche conversion-optimierte Social Media Marketing Maßnahmen durchführen möchte, dem haben speziell Facebook und LinkedIn entsprechende Anzeigenformate gewidmet. Facebook‘s Canvas bzw. Collection Ads  ermöglichen es Marketern ihre Botschaft innerhalb der Plattform zielgerichtet und kreativ zu gestalten. Hier haben Marketer die Möglichkeit ihre eigene „landing page innerhalb von Facebook“ zu erstellen.

via GIPHY

 

Wer ohne Umwege Leads generieren möchte, für den gibt es auf Facebook und LinkedIn sogenannte Lead Generation Ads. Auch bei diesem Anzeigenformat verlassen die Nutzer die Plattform selbst nicht sondern werden nach Klick auf die Anzeige in ein vorausgefülltes Antwortformular geleitet. Der Nutzer muss seine Daten lediglich überprüfen ggf. ergänzen und abschicken.

Wer mehr über das Thema Mobile Marketing und die Möglichkeiten im Social Media Advertising wissen möchte ist herzlich eingeladen Kontakt aufzunehmen!

#unlockingpotentials #socialdna #mobilemarketing

Carmelo Russo
Geschäftsführer Social DNA GmbH

c.russo@social-dna.de
+49 (0)69 348 737 66