Unsere DNA: Noah Pichler – Creative Crafter

Seit März 2024 ist Noah Pichler Teil unseres Creative Teams bei Social DNA. Sein Weg hat ihn schon früh in Richtung Digital Media geleitet. Nach seiner Ausbildung und Arbeit als Filmemacher hat es ihn, zusammen mit seiner Leidenschaft für Social Video Content, zurück in die Social Media Branche gezogen.

Wie bist du zu Social DNA gekommen?

Ich habe nach einer Stelle als Social Media Creator gesucht und bin dabei auf Social DNA gestoßen. Mein Wunsch, mich ständig weiterzuentwickeln, sowie das breite Dienstleistungsangebot von Social DNA führten zu meiner Bewerbung. Der Aufgabenbereich hat mich schnell überzeugt, mit Social DNA einen Beitrag leisten zu wollen!

Was fasziniert dich an Social Media Marketing?

Social Media ist für mich ein Spiegel der Onlinewelt und der modernen Gesellschaft im Allgemeinen. Weniges basiert so sehr auf den ehrlichen Interessen der Konsumenten wie Social Media. Zu sehen, was die unterschiedlichsten Menschen interessiert und worauf sie in der Onlinewelt ihre Aufmerksamkeit richten, fasziniert mich schon sehr lange.

Weshalb hast du dich für Social DNA entschieden?

Für mich war der Wechsel von meiner bisher bekannten Arbeitswelt im B2C Social Media zu B2B Social Media eine Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern und mich weiterzuentwickeln. Ausschlaggebend war aber für mich die Mission und die Herangehensweise von Social DNA, sowie die Firmenphilosophie und vor allem das Team, weshalb ich mich für einen gemeinsamen Weg mit Social DNA entschieden habe.

Was ist deine Stärke und wie bringst du sie bei Projekten und bei Partnern ein?

Ich bin ein experimentierfreudiger, aber dennoch sehr ergebnisorientierter Mensch. Auf dieser Basis create ich auch meine Assets. Ich habe über viele Jahre hinweg mit verschiedenen Tools zur Creative Content Erstellung gearbeitet und kann technisch die meisten Ideen so umsetzen, dass sie auf Social funktionieren!

Welche Träume und Ziele verfolgst du?

Mein Ziel ist es, mich und unsere Partner stetig weiterzuentwickeln und eine Social DNA zu etablieren!

Was schätzt du besonders an Social DNA?

Am meisten schätze ich das freundliche und aufgeschlossene Team! Die daraus resultierende Arbeitsatmosphäre gibt mir den Platz, den ich benötige, um kreativ zu sein. Zusätzlich schätze ich die Abwechslung, die unsere Arbeit mit verschiedensten Partnern ausmacht und ermöglicht.

Welches Getränk darf beim Anstoßen auf keinen Fall fehlen?

Gin Tonic ist mein Favorit! Ein kühles Bier geht natürlich auch immer!

 

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.


Social Media Trends 2024: Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

Einleitung

Wer hätte gedacht, dass Marc Zuckerberg 2024 der strahlende Gewinner im Social-Media-Game sein wird? Wir jedenfalls nicht. Aber Meta steht mit seinen Marken Facebook, Instagram, WhatsApp und jetzt auch noch Threads nach einer langen Durststrecke wieder auf dem Social-Media-Thron. Gefolgt von den beiden anderen Social-Media-Gewinnern 2024: TikTok (Content und Influencer Marketing Mekka) und LinkedIn (B2B und Professionals Lieblingskind).

Bedanken kann sich Marc Zuckerberg vor allem bei Elon Musk, der Twitter (X) nach seiner Übernahme ins Chaos gestürzt hat und mindestens fragwürdigen, wenn nicht gar unethischen, Inhalten eine globale Plattform bietet. Viele Unternehmen und Werbetreibende wollen nichts mehr mit der Plattform zu tun haben und kehren ihr den Rücken zu. In diese Lücke ist Meta gekonnt mit seiner neuen Plattform Threads gestoßen. Mehr dazu im Trend Bye Bye Twitter (X) und Hello Threads.

Auch Instagram konnte sich gut weiterentwickeln und hat dieses Jahr sogar TikTok bei Wachstum und Nutzerzahlen abgehängt. Alle Nutzerzahlen sowie das Wachstum und unsere Social DNA Kanalmatrix findet ihr im Kapitel Social Media Plattformen 2024 – Nutzerzahlen, Wachstum und Einordnung.

Ein weiterer smarter Move von Meta scheint die Einführung der Broadcast Channels auf Instagram und WhatsApp zu sein. Die Implikationen für Unternehmen beleuchten wir im Trend Newsletter 2.0 – Broadcast-Channels auf Instagram und WhatsApp.

LinkedIn blühte ebenfalls weiter auf und stellte Ende 2023 mit einer Milliarde angemeldeter Nutzer:innen einen Meilenstein in der Plattformentwicklung auf. Aus deutscher Perspektive ist der endgültige Abschied von Xing als Wettbewerber zu konstatieren. Die immer beliebter werdende Social-Media-Marketingtaktik der Corporate Influencer Initiativen befeuert die professionelle Nutzung der Plattform weiter (siehe Trend LinkedIn weiter auf Erfolgskurs mit Corporate Influencern und KI-Power).

TikTok hat sich im letzten Jahr als feste Säule im Social-Media-Marketing-Mix etabliert – vor allem bei Marketingkampagnen für die jüngere Zielgruppe. Das wird aber nicht so bleiben, denn die TikTok Nutzer altern unweigerlich mit ihrer Plattform mit. Diese hat derweil mit den ersten Erwachsenenproblemen zu kämpfen: Ad Fatigue, Politik, nachlassendes Wachstum u.v.m.. Nach wie vor setzt TikTok jedoch Maßstäbe im Bereich 9:16 Video Content Creation, Influencer Marketing und User Generated Content. Doch während TikTok in den letzten Jahren allein neue inhaltliche Impulse gesetzt hat, ist es nun an TikTok, andere Formate (Stories und Carousels) zu kopieren und eigene Versuche im Bereich Social Shopping zu starten. (Trend #TikTokMadeMeBuyIt und TikTok-Content).

Ein weiterer Trend, den TikTok, aber auch Instagram, dieses Jahr „on the map“ gebracht haben, ist „Social SEO“. Die GenZ googelt nicht mehr nach „Cafés in der Nähe“, sondern macht sich auf TikTok oder Insta gleich ein Bild vom Ort oder Unternehmen (Trend Social Media is the new Google (+Search Ads)). Wie sich die Welt des Influencer Marketings weiterentwickelt hat, besprechen wir im Trend UGC-Content und B2B-Influencer.

Im Kapitel Aktives Community Management oder Unhinged Marketing? sprechen wir über eine neue Generation von Community Manager:innen, die sich vielleicht ein wenig zu sehr von der TikTok-Kultur haben anstecken lassen und im Namen ihres Unternehmens Fishing for Compliments bei 15-Jährigen betreiben, statt aktives Community Management zu forcieren. Auch der Trend Meme-Marketing findet in diesem Kapitel seine kritische Beleuchtung.

Als erstes betrachten wir aber DAS Hype-Thema in allen Digitalbereichen. Im Kapitel AI Social Media Trends schreiben wir über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Social-Media-Welt.

Was das alles für die Social-Media-Marketing-Strategie von Unternehmen bedeutet, erfahrt ihr wie immer am Ende des Artikels unter Social Media Trends 2024 – Handlungsempfehlungen für Unternehmen.

Trend 1 – AI Social Media Trends

AI oder auf Deutsch Künstliche Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und ist mittlerweile ein viel diskutiertes Thema. 👉 Google Trends hat sogar eine eigene Kategorie für die Top-10 der am häufigsten gestellten KI-Fragen des letzten Jahres erstellt. Eine dieser Fragen lautet: "Wie kann ich KI nutzen?" Die Antwort auf diese Frage spielt auch im Bereich Social Media eine entscheidende Rolle.

Ein bedeutender Schritt nach vorne besteht darin, dass KI 👉 Automatisierung und Personalisierung ermöglicht. Social-Media-Manager:innen können zeitaufwändige Aufgaben wie das Planen von Beiträgen, die Analyse von Daten und das Beantworten von Anfragen teilweise automatisieren. Dies schafft Raum, um den Fokus auf strategische Aspekte zu legen, beispielsweise die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Inhalten. Mithilfe von KI-gesteuerten Algorithmen können Social-Media-Plattformen auch personalisierte Inhalte und Empfehlungen bieten. Diese fortschrittliche Personalisierung ermöglicht es den Social-Media-Manager:innen, ihre Zielgruppen besser zu verstehen und relevante Inhalte anzubieten, um vorgegebene Ziele zu erreichen. Durch 👉 KI Chatbots ist auch das Community Management bereits mit KI ausgestattet.

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KI wird bereits seit längerem als Sentiment-Analyse und Krisenmanagement-Tool eingesetzt. Algorithmen können automatisch die Stimmung von Beiträgen erkennen, die mit einer Marke oder Kampagne in Verbindung stehen. Dadurch kann frühzeitig auf Krisen reagiert und Strategien zur Imagepflege entwickelt werden. KI hat sich ebenfalls einen Platz im kreativen Bereich gesichert, da sie dabei hilft, schnell Ideen zu generieren und 👉 Bilder sowie sogar 👉 Videos zu bearbeiten.

Für Unternehmen und Agenturen ist KI ein Tool, welches den Arbeitsalltag in unterschiedlichen Bereichen erleichtert. Im Gegensatz zu anderen schnelllebigen Trends auf Social Media ist KI gekommen, um zu bleiben. Sie wird insbesondere kreative Prozesse beschleunigen und verbessern. Wir sind gespannt, wie sich KI im Jahr 2024 weiterentwickeln wird. Unsere Vermutung zu der Entwicklung von KI lässt sich auf vier Hypothesen aufteilen: Besonders in den Bereichen Ideation, Publishing und Visuals haben diejenigen ein Wettbewerbsvorteil, die KI nutzen. Jedoch kann dadurch auch die Qualität ab- und die Anzahl an Fake Content zunehmen. Daher wird Vertrauensaufbau und Awareness noch wichtiger. KI wird sich als Standard Tool in Unternehmen etablieren – für Aufgaben rund um Social Media bedeutet es den Schwerpunkt, mehr in Richtung Strategie, Management und Controlling zu verlegen.

Trend 2 – #TikTokMadeMeBuyIt und TikTok-Content

„Excuse me, wir haben 2023“ und du hast noch nie etwas gekauft, weil du es auf TikTok gesehen hast?!

TikTok hat sich als eine der wenigen weltweit führenden Social Media Plattformen etabliert, wobei der anhaltende Trend nicht nur auf die Vielfalt der Inhalte zurückzuführen ist, sondern auch auf die Möglichkeit, das Konsumverhalten direkt zu beeinflussen. Denn für Marken und Unternehmen gibt es kaum etwas Besseres, als wenn sich die eigenen Produkte viral verbreiten.

Unter dem Hashtag 👉 #TikTokMadeMeBuyIt (bereits über 84,9 Milliarden Aufrufe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) sorgen trendige Drinks, Essensvariationen, Produkte und Klamotten nicht nur für jede Menge User Generated Content auf TikTok, sondern auch für Regale, die aufgrund von Videos auf TikTok in kürzester Zeit leergeräumt werden. So hat z.B. ein virales Video über Feta-Pasta dazu geführt, dass in verschiedenen Supermärkten kein Feta mehr zu haben war. Unternehmen wie 👉 Rossmann und DM haben sich den Megatrend zunutze gemacht und bereits eigene #TikTokMadeMeBuyIt-Landingpages und -Displays in ihren Filialen eingerichtet.

TikTokMadeMeBuyIt Aufrufe

 

#TikTokMadeMeBuyIt ist ein gutes Beispiel dafür, welche Effekte TikTok auf die Nachfrage von Produkten haben kann. Entscheidend ist aber, wie sich die Inhalte auf die Abverkäufe auswirken. Denn der Hype kann genauso schnell wieder verschwinden, wie er gekommen ist. Dies stellt eine 👉 Herausforderung für Unternehmen dar, die mit der schnellen Dynamik von TikTok-Trends umgehen müssen. Letztlich bleibt die Frage nach den langfristigen Auswirkungen auf den Markt und für wen sich ein solches Phänomen tatsächlich etabliert.

Wie schön wäre es doch, wenn man aus TikTok heraus sofort online einkaufen könnte... Moment mal! Da war doch was! Während andere Plattformen wie Meta & Co. ihre Shopping-Dienste einstellen, hat TikTok den Online-Handel noch einmal auf den Kopf gestellt und präsentiert nun den 👉 TikTok Shop. Das Konzept ist aber nicht ganz neu und ist schon länger als „Social Shopping“ bekannt. Wer bald etwas über TikTok verkaufen möchte, kann dies innerhalb der App sofort erledigen. Allerdings erfolgt der Start in Deutschland erst noch.

Neben all diesen Trends wurden aber auch neue Formate & Features eingeführt und obwohl 9:16 Video seit Jahren eines der zentralen Content-Formate auf der Plattform ist, war es diesmal TikTok, das sich Funktionalitäten von anderen Plattformen abgeschaut hat und nicht umgekehrt.

Stories sind von vielen Plattformen nicht mehr wegzudenken, warum also nicht auch von TikTok? Deshalb können die Nutzer jetzt ihre eigenen TikTok-Stories veröffentlichen:

TikTok Stories

Aber auch ein anderes, sehr beliebtes Content-Format ist nun auf der Plattform verfügbar: Carousels (die sogar mit Musik hinterlegt werden können).

Nach wie vor prägen 9:16 Kurzvideos mit kreativen Elementen die Plattform. Die Zeit der „trashigen“ Kurzclips ist aber nahezu vorbei, nicht zuletzt dank der vielen TikTok-Creator, die für ihre qualitativ hochwertigen Videos bekannt sind.

Trend 3 – Social Media is the new Google (+Search Ads)

In der Welt des digitalen Marketings erleben wir gerade eine Verschiebung: Social Media ersetzt an einigen Stellen die klassischen Suchmaschinen, insbesondere in der jüngeren Zielgruppe. 👉 Laut einer Studie von inriver nutzen nur 23 % der Befragten Google als erste Anlaufstelle für die Suche nach Informationen im Internet. Die „Generation Z“ informiert sich proaktiv auf den Social-Media-Plattformen nach Produkten, Marken, und informiert sich natürlich auch über Orte wie Cafés, Clubs und Restaurants.

Dabei geht es den Nutzer:innen vor allem darum, ein kompletteres und authentischeres Bild von dem Unternehmen zu erhalten. Dieses Verhalten der Nutzer:innen wird auch von den Plattformen erkannt. Die Suchfunktion auf TikTok bietet beispielsweise die Möglichkeit die Ergebnisse nach Beitragsart zu filtern. Zudem werden auch Kategorien unter „Vielleicht gefällt dir das“ vorgeschlagen. Um sichtbar zu sein und von Suchenden aufgefunden zu werden ist es zunehmend wichtiger auch auf Social Media mit den richtigen Keywords zu arbeiten und SEO-Relevanz zu gewinnen.

Warum nicht auch Werbung dort platzieren, wo aktiv gesucht wird? Diesen Gedanken hat TikTok in eine Werbeanzeigenoption weiterentwickelt und die „Search Ads Toggle“ ins Leben gerufen. Werbetreibende auf TikTok haben die Möglichkeit ihre Ads innerhalb der Suche zu platzieren und die Nutzer genau dann abzuholen, wenn sie bereits einen Bedarf haben und auf der Suche nach einer Lösung sind. 👉 TikToks Ergebnisse zeigen, dass 70 % der Anzeigengruppen, die die Platzierung „Toggle“ aktiviert haben, eine effizientere Conversion erreichen.

Trend 4 – Proaktives Community Management oder Unhinged Marketing?

Proaktives Community Management unterscheidet sich von reaktivem Community Management, indem es nicht nur auf direkte Anfragen und Kommentare reagiert, sondern eine aktive Strategie von Marken und Unternehmen verfolgt. Hierbei suchen diese gezielt nach Gelegenheiten, um sich in verschiedene Gespräche und Themen einzubringen und somit auch mit Communitys außerhalb der eigenen in Kontakt zu treten. Dabei geht es nicht nur um das Erscheinen in Kommentarspalten, sondern vielmehr darum, organisch die eigene Marke gezielt zu positionieren. 2023 feierte dieser Trend vor allem auf TikTok seinen Siegeszug und wurde von vielen bekannten Unternehmen (z.B. Deutsche Bahn, McDonald’s, Netflix) genutzt, um sich auch von einer ungezwungeneren, lustigeren Seite zu zeigen. Kleinen Marken bietet proaktives Community Management die Gelegenheit, Aufmerksamkeit und Reichweite zu generieren, wie das folgende Beispiel zeigt: Hier nutzte die American Lung Association das Erscheinen eines neuen Taylor Swifts Albums, um sich, neben anderen größeren Marken, gekonnt in Szene zu setzen:

Unhinged Marketing

Im Gegensatz dazu stellt Unhinged Marketing eine extremere Form des Community Managements dar, bei der Unternehmen durch polarisierende Kommentare oder Handlungen, oft auf Kosten anderer, Aufmerksamkeit erregen. Sie folgen damit einem Trend, der möglicherweise gar nicht zur eigenen Marke passt. Ein Negativbeispiel dafür ist der Schlagabtausch zwischen EDEKA und ProSieben, indem sich die beiden Marken gegenseitig nichts schenken:

Schlagabtausch EDEKA vs ProSieben

Es ist also eine schmale Gradwanderung zwischen dem gezielten Einbringen in Diskussionen, welches positiv auf das Brand Image einzahlen kann und dem Über-das-Ziel-Hinausschießen durch Koste-was-es-wolle-Kommentare, die sich negativ auf das eigene Markenbild auswirken können. Es ist zu erwarten, dass dieser Trend, der Ende 2023 seinen Höhepunkt erreicht hat, im Jahr 2024 nachlassen und zunehmend kritischer betrachtet werden wird.

Trend 5 – Newsletter 2.0 – Broadcast-Channels auf Instagram und WhatsApp

One-to-Many oder One-to-No-one? Wie Broadcast-Channels das traditionelle Newsletter-Format revolutionieren können!

Im vergangenen Jahr setzte Meta mit der Einführung von 👉 Instagram-Broadcast-Channels und 👉 WhatsApp-Kanälen neue Standards in der Kommunikationslandschaft. Diese innovativen Funktionen ermöglichen Creator:innen und Unternehmen, gezielte Nachrichten an eine breite Zielgruppe zu senden, ohne dabei den Charme der persönlichen Interaktion zu verlieren.

Introducing Instagram Broadcast Channels

Introducing WhatsApp Kanäle

Die Bedeutung von Broadcast-Channels liegt in der Fähigkeit, Follower in großem Stil und in Echtzeit zu erreichen. Diese öffentlichen Nachrichtenkanäle erlauben es, die Community auf dem Laufenden zu halten, Einblicke hinter die Kulissen zu gewähren und die Interaktion durch Texte, Fotos, Videos und Umfragen zu fördern.

Beim Teilen von Beiträgen in Broadcast-Channels öffnet sich ein Nachrichtenfenster bei den User:innen, die dem Broadcast-Channel oder Kanal freiwillig beigetreten sind. Im Unterschied zu persönlichen Direktnachrichten können sie hier meistens nur reagieren oder in Umfragen abstimmen, nicht aber selbst antworten. Dies verhindert eine unkontrollierbare Reaktion auf die geteilten Inhalte.

Unternehmen haben mit Broadcast-Channels nun eine Möglichkeit, relevante Informationen zu teilen, Updates zu verbreiten und sogar interaktive Umfragen durchzuführen. Diese direkte Kommunikation stärkt nicht nur die Verbindung zu Kund:innen und Geschäftspartner:innen, sondern ermöglicht auch eine schnellere Reaktionszeit und flexiblere Geschäftsprozesse. Darüber hinaus werden nur die User:innen erreicht, die bereits Interesse am Unternehmen zeigen. Somit werden größere Streuverluste in der One-to-Many-Kommunikation vermieden.

Im Vergleich zu traditionellen Newslettern bieten Broadcast-Channels auf WhatsApp und Instagram eine Echtzeitkommunikation, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Anstatt im Posteingang übersehen zu werden, erreichen die Nachrichten direkt die mobilen Geräte der Nutzer und schaffen so eine unmittelbare Verbindung.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz gewinnt auch die One-to-One-Kommunikation, insbesondere im Chat, wieder an Relevanz. 👉 KI-gesteuerte Chatbots von verschiedenen Toolanbietern ermöglichen es, automatisierte Unterhaltungen mit User:innen auf den Plattformen zu führen.

Die Zukunft der Unternehmenskommunikation scheint durch Broadcast-Channels und die Nutzung künstlicher Intelligenz auf den Plattformen noch vielfältiger zu werden, während sie die Grenzen zwischen One-to-Many und persönlicher Interaktion neu definiert.

Trend 6 – UGC-Content und B2B-Influencer

Vertrauen, Integrität und Authentizität sind die gemeinsamen Säulen, die Unternehmen und Influencer:innen miteinander teilen (sollten). Durch die Einbindung von reichweitenstarken Social-Media-Nutzer:innen in die Unternehmenskommunikation lässt sich die Markenbekanntheit schnell steigern – ein Potenzial, das nicht nur für den B2C-, sondern auch für den B2B-Bereich von immer größerem Wert ist. In diesem Kontext möchten wir genauer betrachten, welche Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung sind.

B2B-Unternehmen stehen im Bereich Social Media häufig vor der kommunikativen Herausforderung, erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen verständlich und unterhaltsam zu vermitteln. Mittlerweile habe sich auch in den jeweiligen Nischen genügend Influencer und Thought Leader entwickelt, so dass auch im B2B-Bereich Influencer-Kooperationen immer zielführender werden.

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Da hier deutlich weniger Kooperationspartner vorhanden sind, sollten langfristige Partnerschaften im Fokus stehen. Solche Partnerschaften ermöglichen nicht nur eine kontinuierliche Zusammenarbeit, sondern fördern auch tiefere Einblicke in Inhalte und gemeinsame Marketingstrategien.

Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Element im Influencer-Marketing-Kosmos ist das Thema 👉 User Generated Content (UGC). In dieser Social Media Disziplin greifen Agenturen und Unternehmen nicht mehr nur noch auf eigene Postings oder jene von Influencer:innen zurück, sondern auch auf Inhalte, die von „normalen“ Social-Media-Nutzer:innen erstellt werden. Diese Inhalte können teils deutlich kostengünstiger in die eigene Content-Strategie integriert werden und bieten eine Perspektive auf Augenhöhe mit der Unternehmens-Community.

Natürlich können Unternehmen auch Automatismen für nutzergenerierte Inhalte in ihre üblichen Kundenkontaktpunkte integrieren. Beispiele wie Airbnb, das seine Gäste und Gastgeber:innen ermutigt, ihre Erfahrungen unter dem Hashtag #Airbnb zu teilen und die besten von Influencern generierten Inhalte erneut veröffentlicht, zeigen die Wirksamkeit dieses Ansatzes.

Zusammenfassend trägt Influencer-Marketing dazu bei, nicht nur eine treue Gemeinschaft für die Marke aufzubauen, sondern auch das Engagement und die Conversionsraten nachhaltig zu steigern. In einer Welt, in der der Markt ständig im Wandel ist, wird die Bedeutung dieser strategischen Partnerschaften weiter zunehmen.

Trend 7 – LinkedIn weiter auf Erfolgskurs mit Corporate Influencern und KI-Power

Im November 2023 hat LinkedIn die beeindruckende Marke von einer Milliarde Mitgliedern überschritten und gilt als das weltweit führende Business-Netzwerk. Um weiterhin dynamisch zu wachsen, setzt LinkedIn verstärkt auf 👉 neue KI-Tools. Zu diesem Zweck arbeitet LinkedIn verstärkt mit OpenAI und Microsoft zusammen. Zu den neuen KI-Funktionen gehört „Accelerate", ein Tool, das die Effizienz von Werbekampagnen auf LinkedIn steigern soll (👉 Quelle).

Zwar wird die Bedeutung von 👉 KI als nützliches Werkzeug für die Erstellung hochwertiger Inhalte betont, der Fokus der Plattform liegt jedoch eindeutig auf menschlicher Interaktion und authentischem Personal Branding. Aus diesem Grund hat LinkedIn seinen Algorithmus aktualisiert, um KI-generierte Masseninhalte ohne Mehrwert einzudämmen (👉 Quelle).

Auch der Trend zum "Social CEO“ wird sich 2024 weiter verstärken. Führungskräfte und Top-Manager:innen nutzen LinkedIn zunehmend, um mit ihrem Publikum zu interagieren, Einblicke zu teilen und ihre persönliche Marke zu stärken. Davon profitieren auch Unternehmen in vielerlei Hinsicht. Nicht zuletzt durch die Vorbildfunktion eines Social CEO nutzen auch immer mehr Mitarbeiter:innen LinkedIn aktiv, routiniert und zunehmend professionell. Im B2B-Bereich steigt die Bedeutung von Corporate Influencer:innen, die durch ihr Fachwissen und ihre Authentizität maßgeblich zu einer positiven Gesamtwahrnehmung ihres Unternehmens und der Arbeitgebermarke beitragen.

LinkedIn hat mit dem neuen Anzeigenformat "Thought Leader Ads" eine Möglichkeit geschaffen, Beiträge von Mitarbeiter:innen über deren Profile zu bewerben und so eine persönliche Verbindung zur Zielgruppe aufzubauen und das Vertrauen zu stärken (👉 Quelle). Das innovative Ad-Format bietet ein großes Potenzial für die Steigerung von Einfluss und Sichtbarkeit, insbesondere im Rahmen von Corporate Influencer Programmen (👉 Quelle).

Trend 8 – Bye Bye Twitter! Hello Threads?

X in der Kritik
Seit der Übernahme durch Elon Musk im Jahr 2022 ist X, früher bekannt als Twitter, stark in die Kritik geraten. Die Plattform sieht sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, die von der polarisierenden Namensänderung bis hin zu Problemen mit Desinformation reichen. Ein wichtiger Kritikpunkt ist die Entscheidung von X, bestimmte schädliche Beiträge als "öffentliche Aufzeichnungen" auf der Plattform zu belassen, was Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Desinformation und der Moderation von Inhalten aufwirft. Darüber hinaus gab es rechtliche Drohungen gegen Forscher, die eine Zunahme von Hassreden auf der Plattform dokumentierten. Diese Entwicklungen haben eine Vielzahl an Unternehmen dazu veranlasst, die Plattform zu verlassen.

Der Aufstieg von Threads
Threads, ein Ableger von Instagram und ein Produkt von Meta, wurde im Juli 2023 weltweit und schließlich am 14. Dezember 2023 in der gesamten EU ausgerollt. Durch die direkte Anbindung an Instagram konnte Threads aus dem Start heraus, innerhalb einer Stunde, bereits eine Millionen Nutzer:innen gewinnen. Keine andere digitale Plattform hat diese jemals in so kurzer Zeit geschafft. Der Anfangs-Hype bei Threads ist stark zu spüren, doch berichten auch viele Nutzer:innen, dass der Spaß an Threads nach einigen Wochen schon stark nachlässt. Momentan scheint sich die Plattform noch finden zu müssen und die Zukunft von Threads ist ungewiss.

Auswirkungen für die Social-Media-Strategie
Die aktuelle Dynamik in der Social-Media-Landschaft, insbesondere der Aufstieg von Threads und die Herausforderungen, denen X gegenübersteht, bieten wichtige Lektionen für Unternehmen und Marken. Die Diversifizierung der Präsenz auf verschiedenen Social-Media-Plattformen ist entscheidend, um Zielgruppen effektiver zu erreichen. Gleichzeitig verdeutlicht der Fall X, wie schnell sich die öffentliche Meinung über eine Plattform ändern kann. Daher ist es von größter Bedeutung, agil auf solche Veränderungen zu reagieren, um das Markenimage zu schützen und langfristigen Erfolg sicherzustellen.

Social Media Trends 2024 – Handlungsempfehlungen für Unternehmen

  1. AI kann dein Social-Media-Praktikant, Grafiksupport und Sparringspartner sein – nicht mehr und nicht weniger. Integriere AI an der richtigen Stelle. Sei vorsichtig mit komplett AI-generierten Inhalten. Nutze sie kontextbezogen.
  2. TikTok kann euch dabei helfen im Social-Media-Bereich up-to-date zu bleiben, daher empfehlen wir allen, die noch keinen Kanal haben 2024 zumindest mal erste Experimente zu fahren, bspw. durch Werbekampagnen ohne eigenen Kanal.
  3. Engagiertes Community Management ist zentral. Kommentiere auch unter viralen Beiträgen, dabei aber bitte immer den Markenkern im Blick behalten.
  4. Social Media erweitert sich um „Pull-Marketing-Mechanismen“. Integriere Search Ads in deine Strategie und nutze Social-Media-SEO, besonders bei Laufkundschaft.
  5. Überprüfe die Relevanz von Twitter (X) für dein Unternehmen. Eventuell schadest du deiner Marke hier mehr, als dass du ihr hilfst.
  6. B2B-Unternehmen sollten neben Corporate-Influencer-Initiativen auch Influencer-Marketing-Programme starten und langfristige Beziehungen z.B. zu Tech-Nerds mit Reichweite aufbauen.
  7. Unternehmen sollten 2024 ihre LinkedIn-Strategie updaten und dabei mehrere Unternehmensbereiche an einen Tisch bringen. Denn LinkedIn bietet Mehrwerte für Unternehmens-Kommunikation, Marketing, Vertrieb und HR.
  8. 9:16 Short-Form-Video-Content ist unverzichtbar. Überdenke interne Ressourcen, Partner und Prozesse, um diese Content-Art effektiv zu produzieren.

Social Media Plattformen 2024 – Nutzerzahlen, Wachstum und Einordnung

In diesem Artikel erfahrt ihr alles über die Social-Media-Nutzerzahlen 2024 und deren Wachstum im letzten Jahr. Zudem findet ihr interessante Fakten zu den einzelnen Plattformen sowie eine Einordnung der Kanäle in unsere Social DNA-Kanalmatrix.

Social DNA Kanalmatrix 2024

Wir ordnen die wichtigsten Social-Media-Plattformen nach Nutzerzahlen und Wachstum in die vier Kategorien Specialists (vergleichsweise wenig Nutzer:innen und geringes Wachstum), Rising Stars (vergleichsweise wenig Nutzer:innen aber hohes Wachstum), Elephants (viele Nutzer:innen aber geringes Wachstum) und Heroes (viele Nutzer:innen und hohes Wachstum) ein. Gerne lassen wir euch auf 👉 Anfrage auch noch die für den deutschen Markt angepasste Variante zukommen.

Social DNA - Kanalmatrix 2024

Facebook

  • Nutzer:innen weltweit: 3,05 Milliarden Monthly Active Users (MAUs) (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 21.800.000 – 25.600.000 erreichbare FB Nutzer:innen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
  • Wachstum: 3 % bei den monatlich aktiven Nutzer:innen (👉 Quelle).
  • Die Family of Apps (Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp) hat 3,96 Milliarden MAUs (👉 Quelle).

Facebook Updates 2024:

  • Künstliche Intelligenz (KI): Facebook plant, signifikante KI-getriebene Updates im Laufe des Jahres 2024 einzuführen, einschließlich verfeinerter Nutzung der AI-betriebenen Discovery-Engines für die Empfehlung von Inhalten, insbesondere Reels und Anzeigen (Quellen: 👉 1, 👉 2).
  • AI-Powered Chatbots: Facebook Messenger wird AI-Powered Chatbots integrieren, die Kundenservice und Lead-Generierung verbessern (👉 Quelle).
  • E-Commerce-Integration: Die Integration von E-Commerce wird auf Facebook weiter zunehmen, wobei Online-Shopping zu einem zentralen Bestandteil der Facebook-Erfahrung wird (👉 Quelle).
  • User Generated Content (UGC): UGC wird die Engagement-Raten für Facebook-Anzeigen weiter erhöhen. Unternehmen müssen daher eine effektive UGC-Strategie entwickeln, um 2024 mit Facebook-Ads optimale Ergebnisse zu erzielen (👉 Quelle).
  • Organische A/B-Test-API: Facebook stellt eine API für organische A/B-Tests vor, die es Seiteninhabern ermöglicht, verschiedene Varianten eines neuen Posts zu testen, um die beste Leistung zu ermitteln (👉 Quelle).
  • Hobbies Feature-Entfernung: Facebook wird das "Hobbies"-Feature aus der App entfernen, um sich mehr auf das Verhalten der Nutzer:innen als auf selbstberichtete Interessen zu konzentrieren (👉 Quelle).
  • Facebook-Ads: Meta erlaubt nun die Integration von KI-generierten Bildern. Diese müssen gekennzeichnet werden, wenn sie in Werbeanzeigen verwendet werden (👉 Quelle).
  • Facebook-Algorithmus: Der Algorithmus wird weiterentwickelt, um Inhalte für Nutzer:innen personalisierter zu gestalten, wobei Faktoren wie bedeutsame Interaktionen, KI-gestützte Vorhersage der Verweildauer, Relevanz-Scores und eine ausgewogene Mischung von Inhaltstypen eine zentrale Rolle spielen (👉 Quelle).

YouTube

  • Nutzer:innen weltweit: Über 2,7 Milliarden MAUs (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 72,6 Millionen Nutzer:innen* (👉 Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: Etwa 8 % (Vgl. Social Media Nutzerzahlen 2023).

*Es werden keine Monthly Active Users (MAUs) für Deutschland angegeben.

Schon gewusst?

  • YouTube Shorts hat im Februar 2023 die Marke von 50 Milliarden täglichen Aufrufen geknackt (👉 Quelle).
  • YouTube hat den Dislike-Button im Jahr 2021 von der Plattform entfernt (👉 Quelle).
  • Technisch gesehen ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine nach Google (👉 Quelle).
  • YouTube ist in 6 Ländern verboten (👉 Quelle).

YouTube Updates 2024:

  • Strengere KI-Regeln: Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle bei der Erstellung von Inhalten. So gibt es immer mehr automatisierte YouTube-Kanäle und Creator:innen, die die Erstellung von Inhalten mithilfe von KI-Software outsourcen.
  • Fokus auf Authentizität: Creator:innen verzichten immer häufiger auf aufwendig produzierte Videos und setzen stattdessen auf authentische, ungefilterte Inhalte.
  • Thumbnail-Wettbewerb: YouTube hat ein Tool zum Testen von Vorschaubildern eingeführt, das Creator:innen helfen soll, mehr Watch Time zu bekommen. Man kann mehrere Thumbnails hochladen und gegeneinander testen (👉 Quelle).

Instagram

  • Nutzer:innen weltweit: Über 2,35 Milliarden MAUs (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 27.900.000 – 32.800.000 erreichbare Instagram Nutzer:innen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – und damit mehr als Facebook + FB Messenger + FB Audience Network.
  • Wachstum: Etwa 17,5 % (Vgl. 👉 Social Media Trendartikel 2023).

Instagram Updates 2024:

  • Zu den Instagram-Trends für 2024 gehört ein Fokus auf die Gen Z, wie Kreativität im persönlichen Stil, Fandom, Wellness und nachhaltige Mode (Quellen: 👉 1, 👉 2).
  • Neue Funktionen werden getestet:
    • Instagram testet eine Funktion, die es Nutzer:innen erlaubt, Stories mit mehreren Gruppen zu teilen. Die neue Funktion gibt Nutzer:innen mehr Kontrolle darüber, wer ihre Stories sehen kann. Nutzer:innen können separate Gruppen für verschiedene Kontakte erstellen (z.B. Arbeit, Schule, Familie). Bisher konnten Stories nur mit der "Engen Freunde"-Liste geteilt werden. Die Erweiterung der Funktion reflektiert Instagrams Fokus auf Direktnachrichten (DMs) und Stories (👉 Quelle).
    • Instagram testet die Möglichkeit, Stories speziell für Freunde zu erstellen, wodurch eine einfachere Zusammenarbeit und mehr Interaktion auf der Plattform ermöglicht werden soll. Die Funktion könnte Marken eine vereinfachte Möglichkeit bieten, User Generated Content zu sammeln (👉 Quelle).
  • Instagram wird Funktionen für Shoppable-Posts und -Stories weiter verfeinern, um Engagement in Verkäufe umzuwandeln (👉 Quelle).

TikTok

TikTok Updates 2024:

  • TikTok Live: Eine neue Funktion, die es Nutzer:innen ermöglicht, Live-Streams direkt von der App aus zu starten (👉 Quelle).
  • Die bevorstehenden Trends „Curiosity Peaked“, „Storytelling Unhinged“ und „Bridging the Trust-Gap“ sollen Marken dabei helfen, sich auf die sich verändernden Bedürfnisse der TikTok-Community einzustellen und tiefere Verbindungen zu schaffen (👉 Quelle).
    • Curiosity Peaked: TikTok-Nutzer:innen suchen nach mehr als nur einer "richtigen Antwort". Unternehmen müssen stärker als zuvor relevante, nützliche und spannende Inhalte erstellen, um die Neugier der Nutzer:innen wecken.
    • Storytelling Unhinged: Auf TikTok werden Geschichten anders erzählt. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und auch fiktive Inhalte werden stark genutzt. Nutzer:innen erfinden gemeinsam fiktive Prominente und Geschichten. In Ads werden ungewöhnliche Erzählstrukturen verwendet, um das Interesse der Nutzer:innen zu wecken.
    • Bridging the Trust-Gap: Verbraucher:innen suchen nach Marken, die positive soziale Veränderungen anführen und transparent sind. Mit TikTok können Marken direkt mit ihren Kund:innen und der Community kommunizieren, um Vertrauen und Werte aufzubauen.

LinkedIn

  • Nutzer:innen weltweit: Mehr als 1 Milliarde (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen weltweit: 310 Millionen MAUs (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 18 Millionen (laut Anzeigenmanager).
  • Nutzer:innen DACH: 22 Millionen (👉 Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: Etwa 12,6 % (Vgl. 👉 Social Media Trendartikel 2023).

Schon gewusst?

  • Mehr als 11 Millionen Mitglieder haben seit dem Start im März 2021 den LinkedIn Creator Mode aktiviert (👉 Quelle).
  • LinkedIn gibt es in 26 Sprachen (👉 Quelle).
  • Bill Gates hat die meisten Follower auf LinkedIn (👉 Quelle).
  • LinkedIn hat mehr männliche als weibliche Mitglieder (👉 Quelle).
  • Über 67 Millionen Unternehmen sind auf LinkedIn (👉 Quelle).

Pinterest

  • Nutzer:innen weltweit: 482 Millionen MAUs (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 16,8 Millionen MAUs (👉 Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: 11 % (👉 Quelle).

Snapchat

  • Nutzer:innen weltweit: 406 Millionen Daily Active Users (DAUs)* (👉 Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 15 Millionen MAUs (👉 Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: 12 % (👉 Quelle).

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

X (Twitter)

Schon gewusst?

  • Elon Musk ist die Person mit den meisten Followern auf Twitter (👉 Quelle).
  • Twitter könnte im Jahr 2024 rund 32 Millionen Nutzer:innen verlieren (👉 Quelle).
  • Elon Musk übernahm Twitter im Oktober 2022 im Rahmen eines 44-Milliarden-Dollar-Deals (👉 Quelle).

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

Threads

  • Nutzer:innen weltweit: 120 Millionen MAUs (👉 Quelle).

Schon gewusst?

  • Der Kurznachrichtendienst hat innerhalb von 1 Stunde die 1-Millionen-Nutzer-Marke erreicht (👉 Quelle).
  • Threads ist in der EU erst seit Mitte Dezember 2023 verfügbar (👉 Quelle).

Foto Collage Social DNA Team #UnlockingPotentials

Initiativbewerbung Social Media (m/w/d)

Du bist Quereinsteiger? Oder willst dich verändern? Du fühlst dich von keiner unserer ausgeschriebenen Stellen zu 100% angesprochen, bist aber dennoch davon überzeugt, dass du Social DNA weiterbringen kannst? Dann versuch es doch einfach und bewirb dich initiativ. 

Dein Aufgabengebiet:

  • Bestimmst du! Überrasche uns mit deinen Ideen, warum Social DNA dich braucht ;-)

Deine Benefits:

  • Gestaltungsspielraum, flache Hierarchie und eine offene Unternehmenskultur, in der du eng mit einem Team aus kreativen Consultants und den Gründern zusammenarbeitest
  • Nach einer dreimonatigen Einarbeitungsphase, die bevorzugt vor Ort in Frankfurt am Main stattfindet, bieten wir von Mobile-, über Home-, bis hin zu Full-Office alle Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung (Voraussetzung ist eine leistungsfähige Internetverbindung und eine Arbeitsumgebung, die produktives Arbeiten ermöglicht)
  • Entwickle dich beruflich und persönlich mit Besuchen auf Fachkonferenzen, Veranstaltungen, individuellen Workshops und Trainings (grundsätzlich frei wählbar, voll bezahlt und mind. eine pro Jahr)
  • Leiste mit deiner Arbeit auch einen positiven gesellschaftlichen Beitrag und unterstütze soziale Projekte bspw. durch unsere Kooperation mit beramí
  • Genieße eine moderne Arbeitswelt mit exklusivem Designanspruch und Dachterrasse mit Blick auf die Frankfurter Skyline
  • Eigener Laptop und Smartphone (beides auch zur privaten Nutzung)
  • Natürlich der agenturübliche Obstkorb ;-D

Was du mitbringst:

  • Motivation, Wissbegierigkeit, Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit und Humor
  • Erfahrungen im Bereich Social Media und Online Marketing
  • Sehr gute Deutsch- und mindestens gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Deine Bewerbung in vier Schritten:

  1. Wenn wir dich mit dieser Stellenausschreibung begeistern konnten, dann lade bitte deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) in unserem >>Bewerbungs-Formular<< hoch
  2. Falls dein Profil passt, folgt danach ein erstes Kennenlerngespräch mit der Geschäftsführung via Online-Meeting
  3. Im nächsten Schritt folgt ein Kennenlerntag. Das ist ein verkürzter Arbeitstag bei dem du die Gelegenheit bekommst das Team kennen zu lernen, sowie deine Fähigkeiten und Kenntnisse an realen Teilaufgaben unserer Kundenprojekte aufzuzeigen (Je nach Lage persönlich in unserem Office oder online)
  4. Am Ende des Prozesses wählt das Social DNA Team gemeinschaftlich den oder die neue Kollegin aus und du bekommst ein Vertragsangebot 😊

Wir freuen uns auf dich!

 


Ein B2B Social Media Best Practice – Social DNA betreut die Premium Filtrationsmarke MANN-FILTER

Nachdem wir bereits als Lead Agentur von MANN+HUMMEL das Social Media Potential des Unternehmens erfolgreich ausbauen, sind wir stolz darauf, auch MANN-FILTER als unseren neuen Kunden vorstellen zu dürfen. MANN-FILTER entwickelte sich innerhalb von 70 Jahren von einer nationalen hin zu einer internationalen, anerkannten Premiummarke. In der Automobil- und Industriebranche ist MANN-FILTER eine, aufgrund ihrer hohen Qualität, führende Filtrationsmarke – und zwar weltweit. Auch im Motorsport bei Langstreckenrennen, wo die gelb-grüne Mamba für Begeisterung unter den Fans sorgt, ist die Marke ein gefeierter Name.

MANN-FILTER Mamba Motorsport Fahrzeug

70 Jahre MANN-FILTER mit Verpackungen und Luftballoons

 

 

 

 

 

 

 

Social Media Erfolg als B2B Unternehmen

B2B Unternehmen nutzen mittlerweile auch zum größten Teil Social Media, tun sich dabei aber immer noch schwer, ihre eigene „Stimme“ zu finden. Zum einen liegt das daran, dass es ihnen häufig schwer fällt attraktive Inhalte zu finden, die sich abgrenzen. Zum anderen trauen sich B2B Unternehmen oft nicht, „laut“ zu sein oder zu polarisieren. Obendrein stellt sich oft die Frage: Wie bringt man die vermeintlich trockenen und nüchternen Themen von B2B Unternehmen auf Social Media richtig rüber, sodass User den Content konsumieren?  

Best Practice Beispiel für ein mutiges B2B Unternehmen

MANN-FILTER ist anders. MANN-FILTER ist laut. MANN-FILTER ist emotional und polarisierend. Ihr Markenzeichen? Die prägnanten gelb-grün Farben, die mittlerweile Kultstatus erreicht haben. Sie möchten gesehen werden und haben keine Angst neue Wege zu gehen – ein Vorbild für viele B2B Unternehmen, die selbst mutiger auf den Social Media Kanälen auftreten möchten.

Humorvoll und engaging – MANN-FILTERs Auftritt auf Social Media

Die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer in Social Media ist ein begrenztes Gut, was für den Content bedeutet, dass er unterhalten oder einen Mehrwert bieten muss. MANN-FILTER vereint beides. Die Posts, die man auf den Social Media Kanälen von MANN-FILTER sieht, bieten nicht nur reine Produktdarstellungen, sondern überzeugen mit Humor, bei denen das Produkt an sich nicht im Rampenlicht steht und dennoch die Aufmerksamkeit des Users auf sich zieht und ihn dazu bringt, mit dem Scrollen aufzuhören:

Lustiges Bild Social Media MANN-FILTER Meme

Außerdem setzt MANN-FILTER auf Engaging Content, der die User dazu bringen mit den Inhalten zu interagieren:

MANN-FILTER Gewinnspiel Beitrag
MANN-FILTER Gewinnspiel Beitrag

Highlight sind natürlich auch die Live-Bilder der MANN-FILTER Mamba von der Rennstrecke:

MANN-FILTER Mamba Motorsport Social Media Post

 

Lisa Kämpfert MANN-FILTER


 „Ich freue mich darauf, den Social Media Auftritt von MANN-FILTER mit Social DNA auf die nächste Ebene zu heben. Neben Content Creation und Advertising schätze ich vor allem den Fokus auf Business Relevanz und die internationale Strategieexpertise von Social DNA.“

Lisa Kämpfert – Marketing Specialist Online bei MANN+HUMMEL

 

MANN-FILTER wird stetig besser

MANN-FILTER bringt einen beispielhaften Auftritt in den sozialen Medien mit, den wir gemeinsam weiterentwickeln. Wir freuen uns darauf, MANN-FILTER auch bei der übergeordneten Social Media Strategie, Social Advertising Kampagnen und der Internationalisierung beraten zu können und den Social Media Auftritt strategisch und inhaltlich weiter nach vorne zu bringen.

Hier könnt ihr euch selbst ein Bild von den Social Media Kanälen von MANN-FILTER machen:

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

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Case Study: Globale Social Media Kanalkonsolidierung bei REHAU

Die Steuerung internationaler Social-Media-Kanäle ist für Unternehmen essenziell und prägt ihr Markenimage. Am Beispiel von REHAU, einem globalen Hersteller von polymerbasierten Lösungen in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie, zeigen wir die Herausforderungen und Lösungsansätze auf, die bei der länderübergreifenden Implementierung einer Social-Media-Strategie zu beachten sind und wie wir REHAU hierbei unterstützen konnten.

Was war die Ausgangssituation, die zu der Entscheidung geführt hat, Social-Media-Konsolidierungsmaßnahmen und länderübergreifende Implementierungen durchzuführen?

Die REHAU Group ist mit über 20.000 Mitarbeitenden an mehr als 190 weltweiten Standorten tätig. Eine umfassende Recherche im Auftrag des Kunden ergab, dass zum Zeitpunkt der Erhebung eine Vielzahl an losen Kanälen vorhanden war, die dezentral in den einzelnen Ländern gepflegt wurden. Einige Kanäle wurden nicht in vollem Einklang mit den Brand Guidelines betrieben, schienen nicht regelmäßig genutzt zu werden, wirkten vernachlässigt oder standen unter Verdacht, Fake-Accounts zu sein.

Das stand im Gegensatz zum REHAU Brand Purpose - nämlich dem Aufbau einer konsistenten, kooperativen und vertrauenswürdigen Marke REHAU in den sozialen Medien. Auch das übergeordnete Ziel, einen professionellen und einheitlichen Markenauftritt in Social Media zu gewährleisten, wurde dadurch beeinträchtigt. Somit entstand der Bedarf an einer einheitlichen, zentralen Kanalinfrastruktur, die mehr Kontrolle und Transparenz sicherstellt.

Wie sah der Lösungsansatz für die länderübergreifende Implementierung aus?

Gemeinsam mit dem Kunden entwickelten wir eine Konsolidierungsstrategie, um alle Social Media Kanäle von REHAU in eine neue „Shared Infrastructure“ zu überführen.

Im Falle von Facebook und Instagram mit ihren jeweiligen Werbeanzeigenmanagern sollten alle Einheiten in den REHAU Business Manager integriert werden, ein Tool, das es ermöglicht, mehrere Facebook-Seiten, Assets und Werbeanzeigenkonten sowie Instagram-Accounts und Produktkataloge an einem Ort zu verwalten. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die Kanäle sind jederzeit gesichert, auch wenn jemand das Unternehmen verlässt oder die Agentur wechselt.
  • REHAU erhält mehr Transparenz und Kontrolle über die Qualität der in ihrem Namen veröffentlichten Posts und Social-Advertising-Kampagnen.
  • Zielgruppenüberschneidungen werden vermieden und REHAU behält die Kontrolle über die Agenturen, die im Namen des Unternehmens Social Advertising betreiben - auch in Bezug auf das ausgegebene Mediabudget.
  • Zielgruppen werden zentral verwaltet (inkl. Retargeting-Pixel-Daten)

Durch die Konsolidierung aller Länderkanäle würden auch die Werbeausgaben in einem Business Manager gebündelt, was die Gesamtposition von REHAU gegenüber Facebook stärken würde. Langfristig könnte dies sogar dazu führen, dass REHAU einen eigenen META Account Manager als Ansprechpartner für alle zukünftigen Belange erhält.

Welche Voraussetzungen mussten kundenseitig geschaffen werden, um eine Konsolidierungs- bzw. Implementierungsmaßnahme erfolgreich durchführen zu können?

Um die erforderlichen Veränderungen erfolgreich umsetzen zu können, wollte REHAU zunächst einige grundlegende Voraussetzungen schaffen:

Klare Kanalinfrastruktur: Um eine bessere Übersicht und Effizienz zu gewährleisten, war es wichtig, eine klare Struktur für die verschiedenen Social-Media-Kanäle zu schaffen. Das bedeutete, die übergreifende Social Media Strategie anzupassen und damit einhergehend die Anzahl der Kanäle zu reduzieren, um eine klare Hierarchie für die verschiedenen Untermarken festzulegen.

Übergreifender Ansatz für Storytelling und Messaging: Um den Social-Media-Content konsistenter und ansprechender für die Zielgruppe zu gestalten, ist es erforderlich, einen einheitlicheren Ansatz für Storytelling und Botschaften auf allen Kanälen zu entwickeln, die auf die Marke REHAU einzahlen. Dadurch wird das Markenimage von REHAU gestärkt.

Fokus auf globale und regionale Kanäle: REHAU konzentrierte sich auf globale Kanäle und gut funktionierende Länderkanäle, um lokale Kommunikationsbedürfnisse und Kampagnen optimal zu integrieren.

Mindestkriterien für den Kanalbetrieb: Um die Qualität und Effizienz der Kanäle sicherzustellen, wurden Mindestkriterien für den Betrieb der Kanäle festgelegt, die sich unter anderem auf die regelmäßige Frequenz der Posts, die Interaktion mit der Zielgruppe und die Einhaltung der Markenrichtlinien beziehen.

Zielgruppenrelevanz von Kanälen und Inhalten: Die Kanäle und Inhalte mussten auf die Bedürfnisse und Interessen der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sein. Durch maßgeschneiderte Inhalte sollten die Zielgruppen in den verschiedenen Ländern gezielter angesprochen werden, um relevante Inhalte zu vermitteln, die den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen.

Reduzierung der Anzahl der Kanäle: Die Konsolidierung der Kanäle war ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme. Durch die Reduzierung der Anzahl der Kanäle konnte die Ressourcennutzung optimiert und die Fokussierung auf die wichtigsten und effektivsten Kanäle ermöglicht werden.

Diese Anforderungen standen im Zentrum der Länderimplementierung und halfen REHAU dabei, eine konsistente und zielgerichtete Kommunikation über alle Kanäle hinweg zu gewährleisten. Durch diese Schritte konnte REHAU seine Reichweite erhöhen, die Markenbotschaft stärken und eine starke Fangemeinde aufbauen.

Wie lief die länderübergreifende Implementierung bei REHAU konkret ab?

Die Länderimplementierung begann mit Kick-Off Meetings für jedes Land. In diesen Meetings wurden die wesentlichen Aspekte des Country Rollouts besprochen, darunter der Gesamtprozess, die Zusammenarbeit mit Group Communications, die Content Performance und die Kanalanalyse. Nach den Meetings wurden gemeinsame Schritte festgelegt und Follow-up Termine vereinbart. Der Migrationsprozess umfasste das Hinzufügen von Mitarbeitern zum REHAU Group Manager und die Übertragung von Facebook-Seiten und Instagram-Accounts in den Business Manager, wobei in den meisten Fällen neue Ad Accounts erstellt wurden.

Welche Aspekte waren für den Erfolg ausschlaggebend, um die gesetzten Ziele zu erreichen? Welche Formen der Zusammenarbeit haben sich im Prozessverlauf bewährt?

Die Kick-off Meetings legten den Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung in den Ländern, indem sie es allen Beteiligten ermöglichten, ihre Rolle besser zu verstehen und ihr Engagement auf die gemeinsamen Ziele und die damit verbundenen individuellen Maßnahmen auszurichten.

In der Phase nach den Kick-off-Meetings etablierten wir einen kontinuierlichen Austausch per E-Mail und organisierten regelmäßige Besprechungen, um die individuelle Unterstützung und umfassende Begleitung der KollegInnen vor Ort sicherzustellen. Die kontinuierliche Interaktion ermöglichte es uns, Updates zu teilen und wertvolles Feedback zu erhalten, wo immer es nötig war. Mögliche Hindernisse konnten so rechtzeitig identifiziert und in den meisten Fällen rasch beseitigt werden. Hierbei konnten wir uns als wertvolle Social Media Experten und Agentur des Vertrauens bei REHAU beweisen.

Die effektive Kommunikation mit internen Stakeholdern spielte eine ebenso wichtige Rolle wie die operativen Aspekte. Durch regelmäßige Updates über den Projektfortschritt erhielten wir von ihnen wertvolles Feedback. So konnten wir zeitnah Anpassungsmaßnahmen ergreifen. Im Rahmen des Projekts haben wir kontinuierlich unser Fachwissen erweitert, um die bestmöglichen Lösungen für die Herausforderungen des Projekts bieten zu können. Auch dieser Aspekt trug maßgeblich zum Erfolg bei.

Learnings und Fazit:

Gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit unserem Kunden REHAU haben wir eine Strategie entwickelt, um die Vielzahl an losen Kanälen in eine neue "Shared Infrastructure" zu überführen. Durch die Migration in einen zentralen Business Manager können die Kanäle nun wesentlich effizienter verwaltet werden. Die intensive Kommunikation mit unseren AnsprechpartnerInnen bei REHAU sowie die individuelle Unterstützung der LänderkollegInnen trugen wesentlich zum Erfolg bei.

Folgende 4 Learnings lassen sich ableiten:

  1. Ein Projekt dieser Größenordnung gestaltet sich langwierig und ist im Grunde genommen nie abgeschlossen sondern ein stetiger Prozess, für den auch weiterhin Kapazitäten eingerechnet werden müssen.
  2. Es ist sinnvoll, dass große international agierende Unternehmen ein zentrales Management ihrer Social Media Aktivitäten implementieren. Durch internes Know-How kann das Vorhaben effizienter gestaltet werden.
  3. Die Konsolidierung stärkte den Kontakt zu den jeweiligen Ländern und förderte die Pflege der Beziehungen.
  4. Es empfiehlt sich, die Schritte und Erkenntnisse aus dem Projekt in Form einer Guideline festzuhalten, da der Prozess äußerst komplex ist und für zukünftige Aufgaben dokumentiert werden sollte.

 

"Die Konsolidierung unserer zahlreichen Social-Media-Kanäle war ein umfangreiches und bedeutsames Projekt. Der investierte Aufwand hat sich zweifellos gelohnt, da wir dadurch deutlich agiler geworden sind und eine verbesserte Übersicht über die weltweiten Social Media Aktivitäten von REHAU erreicht haben. Ohne die Unterstützung von Social DNA hätten wir diese Herausforderung nicht bewältigen können."

Corinna Seeger, Communications Specialist, Group Communications, REHAU Industries SE & Co. KG

 

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Unsere DNA: Sofia Schroers – Content Crafterin

Seit Oktober 2023 ist Sofia Teil unseres Social DNA Teams. Nachdem sie ihr digitales Handwerk durch ihr Studium Social Media Systems erlernt und das Wissen im Masterstudium Medien und kulturelle Praxis vertieft hat, setzt sie sich nun mit voller Power für die Entfaltung der Potenziale unserer Kunden ein. 

Wie bist du zu Social DNA gekommen?

Nach meinem beendeten Studium im Bereich der Medienwissenschaften habe ich mich nach ersten ‘richtigen’ Jobs umgesehen. Durch mein schon immer vorhandenes Interesse an Technik und Medien, insbesondere an Computern und dem Internet, war es naheliegend, dass ich später mal „irgendwas mit Medien“ machen werde. Von Schüler VZ über YouTube bis hin zu TikTok sind keine sozialen Medien an mir vorbeigegangen. Doch durch mein Masterstudium habe ich gelernt, diese auch kritisch zu hinterfragen. Daher war es mir wichtig, ein Unternehmen zu finden, welches meine Werte teilt. Social DNA hat mich von ihrer Unternehmenskultur überzeugt – und jetzt darf ich selbst mitwirken :)

Was fasziniert dich an Social Media Marketing?

Insbesondere, dass es nicht langweilig wird. Im Bereich der sozialen Medien gibt es so viele verschiedene Aufgabenbereiche, die man erlernen kann. Die Branche bleibt nicht stehen und es gibt immer etwas Spannendes zu tun.

Weshalb hast du dich für Social DNA entschieden?

Wie oben bereits erwähnt, waren es die Werte von Social DNA die eine wichtige Rolle in meiner Entscheidung gespielt haben. Als ich dann die Arbeitsweise vor Ort kennenlernen durfte, hat mich das Team und die offene Kommunikationskultur überzeugt. Ich finde es super, in einem so jungen und motivierten Team zu arbeiten.

Was ist deine Stärke und wie bringst du sie bei Projekten und bei Partnern ein?

Meine Stärke liegt darin, dass ich schon von Stunde 0 an die Entwicklung der sozialen Medien beobachten und die Plattformen selbst nutzen konnte. Ich habe beobachten können, welches Potential die verschiedenen Netzwerke entfaltet haben. Durch meine beiden Studiengänge, welche sozialen Medien mit kultureller Praxis verbunden haben, kann ich mich gut in verschiedene Positionen reindenken (sei es die Perspektive als Kunde oder die der User).

Welche Träume und Ziele verfolgst du?

Ganz allgemein gesagt verfolge ich keine konkreten Ziele. Mir ist es wichtig, zu mir und meinen Werten zu stehen und ein authentisches Leben zu führen. Sowohl privat als auch beruflich. Ich denke, wenn ich das umsetze, erreiche ich mehr ‘Ziele’, als ich mir vornehmen kann.

Was schätzt du besonders an Social DNA?

Das Wert auf ALLE gelegt wird. Keiner soll zu kurz kommen und kann sich jederzeit an das Team wenden. Außerdem hat man die Chance herauszufinden, wo seine persönlichen Stärken und Schwächen liegen und somit seine eigene ‘social DNA’ in das Unternehmen einfließen zu lassen.

Welches Getränk darf beim Anstoßen auf keinen Fall fehlen?

Kommt ganz auf das Setting an…
Bei Bier und Apfelwein bin ich auf jeden Fall dabei :)

 

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Titelbild: B2B Influencer Marketing bei Geistlich

Case Study: B2B Influencer Marketing bei Geistlich Pharma – von der Strategie zu messbaren Erfolgen

Geistlich Pharma ist ein Spezialist für die Regeneration von Knochen, Knorpel und Gewebe. Die regenerativen Medizinprodukte von Geistlich haben zum Ziel, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Über 800 Mitarbeitende weltweit stellen sich bei Geistlich in den Dienst der regenerativen Medizin. Mit dreizehn Tochtergesellschaften und 60 Distributionspartnern erreichen die Medizinprodukte sowie Arzneimittel rund 90 Märkte weltweit. ​

Bereits seit vielen Jahren setzt das Unternehmen auf starke Kollaborationen und pflegt enge und langjährige Beziehungen mit Meinungsführern der Branche.​ Doch wie lassen sich diese in die Social Media Welt ausdehnen? ​Und wie können die Potenziale des Influencer Marketings entfaltet werden? ​

Wir durften dies gemeinsam mit Geistlich erarbeiten – von der Influencer Strategie bis hin zum Pilotprojekt, dem internationalen Onlinekongress „Geistlich + YOU 3“, mit messbaren Resultaten in Form von Brand Awareness und Eventregistrierungen. 

Ein starkes Fundament

Wem vertraust du mehr? Einem Unternehmen oder einer bekannten und etablierten Person aus deiner Branche? Egal in welchem Kontext und Umfeld du dich befindest, deine Wahl wird wohl in den meisten Fällen auf die Person fallen. Denn Menschen vertrauen wir mehr als Unternehmen – ob B2B oder B2C, es ist und bleibt auch immer H2H, also Human2Human.

Dieser Wirkung sind sich auch in der Pharmabranche/ MedTech viele Unternehmen bewusst und setzen so auf die Zusammenarbeit mit namhaften ÄrztInnen, ProfessorInnen und anderen Meinungsführern, sogenannten Key Opinion Leaders (KOLs).

So war es auch bei Geistlich, als wir im Sommer 2021 für die Entwicklung einer Influencer Marketing Strategie unsere Zusammenarbeit begannen. Die Kollaboration mit den KOLs war bereits ein fester Baustein der internationalen Marketingstrategie, der über viele Jahre erfolgreich erprobt und vor allem im Rahmen von Kongressen und Fachveranstaltungen genutzt wurde. Unser Auftrag: den bestehenden Ansatz in die Social Media Welt zu übertragen. Der gemeinsame Output: ein Prozess, der an einem konkreten Pilotprojekt erprobt werden sollte:

Social DNA B2B Influencer Prozess
Influencer Marketing Prozess entwickelt von Social DNA und Geistlich

 

Von der Strategie zum Pilotprojekt 

​Um den entwickelten Prozess in die Praxis umzusetzen und mögliche Herausforderungen und Optimierungspotenziale zu identifizieren, entschieden wir uns für die Erprobung anhand einer Pilotkampagne. Zusammen mit einem bereits bestehenden, abteilungsübergreifenden Projektteam von Geistlich, entwickelten wir Auswahlkriterien – wie z.B. bestehende Kollaborationen mit möglichen KOLs, Timing und Möglichkeit der Integration von Influencern im Marketingkonzept –, um die Eignung verschiedener aktueller Initiativen zu bestimmen.

Unser Ziel: #UnlockingPotentials des Influencer Marketings für Geistlich. Das größtmögliche Potenzial sahen wir in dem für 2022 geplanten internationalen Onlinekongress „Geistlich + YOU 3“, der größten Onlinefachkonferenz für regenerative Zahnmedizin. Bereits in den Vorjahren hatte Geistlich erfolgreich Teilnehmer über Social Media aktiviert und die Liste der Experten, die im Kongress involviert sein würden, war lang und die Beziehungen zu ihnen vertrauensvoll.   

Den richtigen Influencermix finden

Doch welche KOLs hatten auch in den digitalen Medien das Vertrauen ihrer Followers gewonnen? Welche waren wirkliche Influencer?

Im zweiten Prozessschritt screenten wir bestehende KOL-Listen und recherchierten Reichweite, Themen, Frequenz der Aktivität sowie Fokusländer ihrer Social Media Kanäle. Aus über 40 potenziellen Influencern wurden so ca. 15, die in die engere Auswahl kamen. Der richtige Mix für uns: eine Mischung aus reichweitestarken und persönlicheren Accounts – sogenannten Microinfluencern –, die auf verschiedene Fokusländer spezialisiert sind und so ein internationales Publikum ansprechen. Als Fokuskanal wurde Instagram identifiziert, um mögliche Teilnehmer bestmöglich auf einer persönlichen Ebene zu erreichen und sie von einer Eventregistrierung zu überzeugen.

Influencer Profil Zahnarzt Dr. Tavelli
Lorenzo Tavelli als Beispiel für einen der ausgewählten Influencer www.instagram.com/lorenzotavelli 

“Geistlich + YOU 3“ in Zahlen und Bildern

Durch den Einsatz verschiedener Influencer konnte nicht nur die Brand Awareness von Geistlich im gewünschten Fachgebiet gesteigert, sondern auch TeilnehmerInnen für den Onlinekongress gewonnen werden.

Mit bis zu 90 Eventregistrierungen pro Influencer sowie hohem Engagement der Zielgruppe war die Pilotkampagne ein Erfolg. Besonders erfolgreich waren Inhalte mit tiefem Expertenwissen und authentische Videobotschaften.

Influencer Post Zahnarzt Dr. Rao
Beispielpost der Kampagne von Dr. Alfonso Rao

Zusätzlich zu den externen Erfolgsfaktoren konnten interne Prozesse optimiert und bestehende Beziehungen mit den KOLs vertieft werden.

„Gemeinsam mit den Experten von Social DNA konnten wir die Potenziale des Influencer Marketings mit einem auf Geistlich und die Branche zugeschnittenen Konzept und dahinterstehendem Prozess entfalten. Das strategische Vorgehen von Social DNA und ihr fundiertes Social Media Wissen abgerundet durch ihre begeisternde Art haben die Kampagne zum Erfolg geführt." – Katja Derungs, Senior Manager Social Media & Online Communications​, Geistlich

So geht es weiter

In den nächsten Monaten und Jahren liegt der Fokus darauf, den erarbeiteten und getesteten Influencer Marketing Ansatz für weitere Projekte und Kampagnen zu nutzen und auf die Tochtergesellschaften auszurollen. Parallel dazu bildet Geistlich zusammen mit Social DNA interne Influencer – sogenannte Corporate Influencer – aus.

Mehr zum Thema Corporate Influencer, kannst du in diesem Blogpost erfahren.

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Social Media Trends 2023: Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

👉(Link:) Hier geht es zur aktuellen Version der Social Media Trends 2024.

 

„Social Media ist tot! Wir befinden uns in der Post-Social Media Ära!“ So oder so ähnlich klingen derzeit die Überschriften vieler Artikel. Social Media 2023 – das ist Katerstimmung, Krise und Neuanfang. Um das Big Picture 2023 zu verstehen, müssen wir einen kurzen Rückblick wagen.  

2021 gab es einen Corona-Induzierten Wachstumssprung. Social Media Nutzerzahlen und -intensität erhöhten sich deutlich. Mit TikTok startete eine Social Media Plattform durch, die erfrischend neu war: viral, visuell und Creator-getrieben. Die Social Media Content Evolution war in vollem Gange. Anfang 2022 blickten die Social Media Plattformen auf eine große, aktive und kaufwillige Nutzerzahl (etwa 4,5 Milliarden Menschen) und hatten durch eine lockere Geldpolitik und Rekordkurse an den Börsen schier unbegrenzte Mittel zur Verfügung.  

Dieser Höhenflug kulminierte in Fantasien rund um die Schaffung eines Metaverse“. Allen voran Mark Zuckerberg hat sich dem Traum verschrieben, einen neuen virtuellen Raum zu erschaffen, in dem sich Menschen als 3D-Avatare realitätsnah begegnen können. Hierfür hat er Facebook gar zu Meta umbenannt und investierte in den letzten beiden Jahren über 10 Milliarden USD in Forschung und Entwicklung.

Der Aufschwung an den Märkten führte zu einer weiteren drastischen Umwälzung im Bereich Social Media. Am 13. April 2022 kündigt Elon Musk an, Twitter für 44 Milliarden USD kaufen zu wollen. Kurz danach beginnen russische Truppen einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine und die Welt schlittert in multiple Krisen: Ukrainekrieg, Gasknappheit und Inflation folgen auf eine noch immer nicht gänzlich verdaute Corona-Pandemie. Rein auf Social Media bezogen bedeuten diese schrecklichen Ereignisse zunächst einmal, dass die Börsen crashen und die Plattformen deutlich an Wert verlieren.

Nachdem sich erst das Twitter Board gegen die Übernahme gewehrt hat, versucht nun Elon Musk aus dem Twitter-Deal hinauszukommen, da sein ursprüngliches Angebot nun deutlich über Marktwert liegt. Hierfür ist es aber zu spät. Ein Deal, den am Ende keine der beiden Parteien durchführen wollte, wird dennoch am 28. Oktober 2022 real. Um aus dem finanziellen Debakel herauszukommen, greift Musk zu radikalen Mitteln und entlässt bis heute etwa 65 % der Mitarbeiter. Wie es mit dem Kurznachrichtendienst weitergeht, erfahrt ihr im Kapitel „Trend #2 – Twitter: Das Social Media Experiment“.

Die weltweiten Krisen holen auch Mark Zuckerberg ein. Meta leidet durch fehlenden Fokus auf das Kernprodukt, Kämpfe mit Apple und die Konkurrenz durch TikTok. Der Konzern verliert etwa 70 %, also fast 700 Milliarden USD, seines Börsenwertes. Bei Facebook, Instagram und WhatsApp werden im November 2022 über 11.000 Angestellte gefeuert. Wo Meta mit seinen Ambitionen heute steht, erfahrt ihr im Kapitel „Trend #1 – Das große Meta(verse)-Update“.

Der Siegeszug von TikTok hat sich 2022 fortgesetzt, doch ziehen auch hier Wolken auf. Nachdem TikTok in Indien bereits seit 2020 verboten ist, werden in den USA die Rufe nach einer Zensur immer lauter. Der Chinesische TikTok-Betreiber Bytedance hat kürzlich zugegeben, dass Mitarbeiter aus China Journalisten des Forbes Magazin ausspioniert haben. Mitte Dezember 2022 brachten Abgeordnete Gesetzesentwürfe ein, die ein Verbot von TikTok in den USA erwirken sollen. Mehr über TikTok erfahrt ihr in den Kapiteln „TikTok belebt die Branche“ und „TikTok – Herausforderungen bei Content-Reichweite und Qualität“.

Des einen Leid ist des anderen Freud. YouTube (Siehe Kapitel „YouTube Shorts – Ein neues relevantes Social Media Format“), LinkedIn (Siehe Kapitel „Trend #3 – LinkedIn: Monopolstellung bei B2B Social Media und Personal Branding“) und – trotz Meta-Zugehörigkeit – Instagram stehen 2023 gut da und freuen sich über hohen Nutzerzuwachs und weniger politische Probleme. Alle Zahlen, Daten, Fakten zu den Social-Media-Kanälen findet ihr im gleichzeitig erschienenen Artikel „Social Media Plattformen 2023 – Nutzerzahlen, Wachstum und Einordnung“.

Alle Social-Media-Plattformen stehen 2023 unter einem erhöhten Druck profitabel zu sein. Das bedeutet, sie müssen

  1. ihre Nutzer in einer kompetitiven Landschaft halten und ausbauen, indem Sie die besten Creator und den besten Content auf der Plattform anbieten (Siehe Kapitel Trend #4 – Content Creation is King [and now also Queen])
  2. an ihrem Werbegeschäft arbeiten, indem Sie Vertrieb, Usability und Technologie verbessern (Siehe Kapitel „Trend #5 – Social Advertising Evolution“)
  3. neue Formen der Monetarisierung finden (Siehe Kapitel „Die weitere Entwicklung von Twitter“).

Weitere spannende Trends, wie unter anderem die Themen „Künstliche Intelligenz/ ChatGPT im Social Media Marketing“ oder die „Renaissance des Community Management“ findet ihr weiter unten in den „Social Media Trend Spotlights 2023

Wie können sich die Social Media Plattformen neu erfinden und gleichzeitig weniger investieren? Wie sich konsolidieren und neue Geschäftsfelder erschließen? Social Media muss und wird sich ein Stück weit neu erfinden müssen, aber es ist definitiv nicht tot. Es bleibt spannend!

Trend #1 – Das große Meta(verse)-Update

Facebook - Year of Efficiency

Seit Jahren stagnieren bei Facebook die Nutzerzahlen. Im Kernmarkt USA verliert Facebook sogar aktive User. TikTok ist eine große Konkurrenz und besticht durch einen neuen Algorithmus und eine bessere Einbindung von Influencer/ Creator und Musik. Zudem hat Facebook ein Imageproblem und muss sich mit politischen Angriffen und staatlichen Regulierungen auseinandersetzen. Anstatt sich nun aber voll auf Facebook zu konzentrieren und das nach wie vor größte Social Network der Welt wieder auf Kurs zu bringen, fokussiert sich Mark Zuckerberg auf den – zumindest kurzfristig unrealistischen – Traum, das „Metaverse“ zu bauen.

Social Media Professionals beklagen schon seit Jahren mangelnden Support und Usability von Facebook, wie unter anderem in diesem LinkedIn Post beschrieben:

 Doch noch ist nicht alles verloren. Nach dem massiven Druck an den Märkten und der veränderten Gesamtlage zeigt sich Mark Zuckerberg zuletzt einsichtig und räumt Fehler ein. In einem Video-Interview mit der New York Times kündigt er an, den Fokus von Meta auf mehr Effizienz und Profitabilität zu legen. Das macht Hoffnung, dass auch am Kernprodukt Facebook und dem Überflieger Instagram wieder mehr verbessert wird. Passend dazu hat Facebook Mitte Januar verkündet, das Creator Studio zu schließen und dafür die Meta Business Suite aufzubessern. Ein richtiger Schritt hin zu weniger Tool-Chaos (Quelle). Nicht zuletzt ist Facebook abhängig vom Werbegeschäft und dieses muss nun weiter ausgebaut werden. Die Quartalszahlen Q4 2022 geben Anlass zur Hoffnung und auch der Börsenkurs konnte sich deutlich erholen (Quelle).

Ein weiterer Grund, der für Facebook spricht: In vielen Märkten steht das Social Media Netzwerk (noch) extrem gut da. So ist Facebook in Deutschland nach wie vor das am häufigste genutzte Social Network in der besonders kaufkräftigen Zielgruppe von 30 – 49 wird es zu 69 %, von den 50 – 69 Jährigen zu 33 % und selbst bei den über 70-Jährigen zu 17 % mindestens einmal wöchentlich genutzt (Quelle).

Marketer sollten Facebook also nicht abschreiben. Aufgrund der sehr geringen organischen Reichweite auf Facebook sollte hier das Engagement aber in jedem Fall durch Social Advertising begleitet werden.

Instagram: Social Media Hero

Auch bei Instagram gibt es positive Nachrichten. Adam Mosseri, der Head of Instagram, hat zu Beginn dieses Jahres verkündet, die Schallmauer von 2 Milliarden monatlich aktiven Nutzern durchbrochen zu haben. Ein starkes Wachstum und immer noch mehr Nutzer als TikTok. Ist Instagram der Social Media Hero 2023?

Das Kopieren von TikTok Mechanismen beim Algorithmus sowie dem Content Format „Reels“ scheint sich – mal wieder – ausgezahlt zu haben. Grundsätzlich will Instagram diesen Kurs beibehalten. Creator sollen auf der Plattform gestärkt werden und viraler Content soll sich noch schneller verbreiten. ABER: Fotos sollen weiterhin relevant bleiben und die sozialen Beziehungen – und das ist der Unterschied zu TikTok – nicht außer Acht gelassen werden. Hier erzählt euch Adam Mosseri, was sich 2023 bei Instagram ändern wird.

Marketer, die jetzt voll auf Instagram setzen wollen, seien aber gewarnt. Aufgrund der steigenden Anzahl an Inhalten auf Instagram sowie dem Mediabudget-Hunger von Meta, sind die organischen Reichweiten bei Instagram über alle Formate hinweg im letzten Jahr deutlich gefallen (Quelle). Hier sollte der Einsatz von Influencern und Social Advertising mit in die Strategie einfließen.

WhatsApp: Mehr Anwendungen für Unternehmen

Ein noch ungehobener monetärer Schatz für den Meta-Konzern ist WhatsApp. Es sind seit längerem keine Nutzungszahlen mehr veröffentlich worden, aber wir können davon ausgehen, dass 2023 weit über 2 Milliarden Menschen WhatsApp nutzen (Quelle). Seit mehr als zwölf Jahren ist der Message-Dienst völlig kostenfrei und damit auch unprofitabel. In der aktuellen Marktsituation kann das nicht mehr so weitergehen. Bereits 2022 hat Meta begonnen, WhatsApp zaghaft zu monetarisieren. Momentan verdient WhatsApp Geld über zwei Wege: Bei WhatsApp Business zahlen Unternehmenskunden für Marketing, Sales und Support eine geringe Gebühr von unter einem Cent pro Nachricht. Bei WhatsApp Pay können sich Nutzer in Pilotländern wie Indien Geld schicken und auch Kleinunternehmen können diese Art der Zahlung nutzen. Meta bietet diesen Dienst teils kostenfrei und teils mit einer geringen Gebühr an. Es wird versucht, das Geschäft schnell weiter auszubauen. Eine dritte Möglichkeit wird immer wieder heiß diskutiert: Werbeplatzierungen in der App. Starten könnte es damit ebenfalls dieses Jahr.

Und was ist jetzt mit dem Metaverse?

Selten war der Gartner Hype Cycle besser anwendbar. Befand sich das Metaverse Anfang letzten Jahres noch auf dem Gipfel der überzogenen Erwartungen, so rangiert es heute wohl eher im Tal der Enttäuschungen. Viel Geld wurde Anfang 2022 von Unternehmen und Einzelpersonen in das Metaverse „investiert“. Beispielsweise wurden 4,3 Millionen Dollar gezahlt, um sich ein Stück „Land“ im Sandbox-Metaverse (nicht von Meta) zu sichern (Quelle). Heute scheinen die verschiedenen Metaversen nur wenige tausend aktive Nutzer pro Tag zu haben und bleiben damit weiter hinter den Prognosen zurück (Quelle). Der Wert des Stück Land ist heute nur noch einen Bruchteil der Millionen wert…

Abbildung 1 - Gartner Hype Cycle by Social DNA

Und bei Meta? Hier investiert Mark Zuckerberg immerhin jährlich 10 Milliarden USD. Haben Sich diese Ausgaben gelohnt? Jein! Immerhin, Metas Metaverse „Horizon Worlds“ hat etwa 200.000 aktive monatliche Nutzer (Quelle). Das ist zwar weit hinter den Erwartungen von einer halben Million, aber im Vergleich zu den anderen Metaversen immer noch eine starke Zahl. Zudem liefert Meta hier auch die zugehörige Hardware. Jeder der schonmal die Meta VR-Brille getestet hat, weiß wie mächtig diese Technologie ist. Laut Marktforschungsunternehmen IDC wurden weltweit bereits 15 Millionen Geräte verkauft (Quelle). Endlich darf Meta seine VR-Brille auch in Deutschland verkaufen. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wurden die Brillen für unter 500 € angeboten (Weitere Infos). Zuckerberg hat projiziert, dass sich die Investitionen in das Metaverse nicht in ein bis zwei, sondern eher in zehn bis 15 Jahren auszahlen werden. Warten wir ab, wann das Metaverse das Plateau der Produktivität erreicht. In der Zwischenzeit können wir uns die Zeit mit Instagram vertreiben.

Trend #2 – Twitter: Das Social Media Experiment

Die obskure Chronologie der Twitter-Übernahme, die schwierigen Marktbedingungen sowie die Entlassungen wurden in der Einleitung beschrieben. Was sind die Konsequenzen für Social Media Marketer und Nutzer:innen?

Das Debakel mit dem blauen Haken

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Elon Musk aus Twitter eine „Free Speech“ Plattform machen will, also mehr konträre (und illegale?) Meinungen zulassen will. Eine der ersten Amtshandlungen von Musk war es, umstrittene und gesperrte Accounts wie die von Kanye West oder Donald Trump wieder zuzulassen. Kurz danach versuchte er durch den Verkauf eines Abonnements inklusive blauen Verifizierungshakens mehr Geld einzunehmen. Was er dabei nicht bedacht hatte, war es zu prüfen, ob diese Marken auch echt sind. Das Resultat? Viele Trolle sicherten sich die Namen berühmter Marken oder Personen und twitterten verifizierten Blödsinn:

Spätestens jetzt konnte Twitter nicht mehr als „Brand Safe Environment“ bezeichnet werden. Viele Marken wie beispielsweise VW, United Airlines und Pfitzer zogen die Reißleine und stoppten ihre Werbeausgaben. Berühmte Persönlichkeiten wie Elton John, Jim Carrey sowie viele „normale“ Nutzer haben Twitter verlassen und wandern zu anderen Social-Media-Plattformen ab.

--> Twitter Verifizierungsbeispiele gone wrong

Twitter Alternativen scheinen zu versagen

Ganz vorne dabei als Alternative – unter anderem in Deutschland stark durch Satiriker Jan Böhmermann gepusht – ist Mastodon. Allerdings zeigt sich jetzt schon, dass der anfängliche Hype nicht anhält. Viele Nutzer:innen haben sich schon wieder von der Twitter-Alternative entfernt (Quelle) und auch Jan Böhmermann postet immer noch auf Twitter. Es entstehen aber auch neue Soziale Netzwerke wie „Post“. Diese Plattformen haben jedoch noch keine kritische Masse erreicht. Daher sollten vor allem bestehende Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, Instagram, aber auch TumblR, Reddit und Discord von der Abwanderung profitieren.

Wenn die Übernahme durch Musk für Twitter einen positiven Effekt gehabt haben sollte, dann vielleicht, dass trotz der Nutzerabwanderung auch eine Menge neuer Nutzer auf die Plattform gekommen sind, sei es durch die hohe Fanbase von Musk selbst oder das große Medienecho.

In der nahen Zukunft wird Elon Musk sich anstrengen müssen, wieder mehr Werbekunden auf die Plattform zu bekommen, da das werbebasierte Geschäftsmodell am schnellsten Profitabilität verheißt. Eine erste Maßnahme: Der Rücktritt als CEO sollte für eine Abkühlung der Diskussionen sorgen (Quelle).

Die weitere Entwicklung von Twitter

Die nächsten kurzfristigen Schritte auf der Entwicklungsroadmap umfassen: Verschlüsselte Nachrichten, längere Nachrichten und „unterhaltsamere“ Werbeanzeigen.

Daneben wird sich Musk immer wieder neue Wege der Monetarisierung einfallen lassen. Seine neueste Idee: Nachdem er inaktive Nutzer:innen gelöscht hat, plant er nun die freigewordenen Nutzernamen zu versteigern (Quelle) und er verkauft sogar das Twitter Neon-Zeichen am Haupteingang (Quelle).

Mittelfristig will Musk über Payments und Creator-Monetarisierung Geld verdienen (Quelle).

Für die Zukunft schwebt Musk vor, Twitter zu einer Super-App nach dem Vorbild des chinesischen WeChats auszubauen. Wie sich Twitter für Unternehmen entwickelt, bleibt abzuwarten.

Twitter wird auf jeden Fall ein spannendes Experimentierfeld auf das die Branche sowie die gesamte technikinteressierte Welt gespannt schauen wird. Sicherheitsorientierte Unternehmen können sich die Entwicklungen noch entspannt von der Seitenlinie anschauen.

 

Trend #3 – LinkedIn: Monopolstellung bei B2B Social Media und Personal Branding

LinkedIn hat sich in den letzten Jahren zu der weltweit führenden Plattform für professionelles Personal Branding und B2B Social Media Marketing entwickelt. Die Nutzerzahlen sind auch im letzten Jahr mit einem Zuwachs von 25 Millionen Nutzer:innen allein im 4. Quartal 2022 auf nun insgesamt 900 Millionen weltweit gestiegen (Quelle). Noch wichtiger ist aber die gestiegene Aktivität der Nutzer:innen auf der Plattform. Eigenen Angaben zufolge hat LinkedIn seit 2018 die Nutzersessions um 418 % und damit um mehr als 100 % pro Jahr steigern können (Quelle). Dieser Trend wird sich – sofern kein neuer Wettbewerber auftritt – weiter fortsetzen, oder noch verstärken.

Bye Bye Xing

In der DACH-Region hat der Wettbewerber Xing den Kampf gegen LinkedIn aufgegeben. Warum sollte ich auf Xing gehen, wenn fast alle wichtigen Personen mittlerweile auf LinkedIn aktiv sind? Die Ankündigung, keine Gruppen und Event-Seiten fortzuführen, zementieren die Abkehr vom Social Media Plattformgedanken hin zum neuen Fokus auf den Bereich der beruflichen Weiterbildung (Quelle). Der Exodus von Twitter sollte zudem weltweit für weiteren Nutzeranstieg sorgen.

LinkedIns Wettbewerbsvorteil

Die Nutzer:innen verschaffen LinkedIn einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Social Media Plattformen:

  1. Die LinkedIn User haben durchschnittlich einen höheren Bildungsgrad und ein höheres Haushaltseinkommen (Quelle).
  2. Die Profile der LinkedIn Nutzer:innen sind in der Regel ausführlich ausgefüllt und aktuell gepflegt.

In Zeiten der schlechter werdenden Drittdaten (Vgl. Trend #5 – Social Advertising Evolution) sind die plattformeigenen Informationen über die eigenen Nutzer:innen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, um ein effektives Targeting in Social Advertising Kampagnen anzubieten.

Das schlägt sich allerdings auch in den Social Advertising Preisen nieder. Auf keiner anderen Plattform ist es derzeit so teuer, seine Kunden zu erreichen, oder Traffic für die eigene Webseite zu generieren (Siehe Kapitel Social Advertising Benchmarks). Social Media Marketer werden daher weiter auch auf Alternativen im Social Advertising setzen müssen, um kosteneffizient zu agieren.

Neue Funktionen auf LinkedIn

LinkedIn entwickelt sich dynamisch. Zu den neuen Funktionen, die 2022 eingeführt wurden, gehören LinkedIn Audio Events, automatisch generierte Untertitel für Videos und die Möglichkeit, Benachrichtigungen von einzelnen Profilen oder Seiten zu aktivieren. Außerdem wurde die Möglichkeit eingeführt, die Beiträge anderer Personen nicht nur selbst zu teilen, sondern auch zu reposten, was bedeutet, dass kein neuer Beitrag erstellt wird, sondern dem ursprünglichen Beitrag eine höhere Reichweite ermöglicht wird.

Bereits im letzten Jahr wurde angekündigt, dass organische Carousel-Postings eingeführt werden, diese Funktion ist noch nicht für alle verfügbar, wird aber definitiv im Jahr 2023 kommen (Quelle).

Weitere Features sind für das Jahr 2023 geplant. Dazu zählt die Funktion zum Vorplanen von Beiträgen, welche bereits für private Profile verfügbar ist. Der LinkedIn Business Manager ist ebenfalls bereits in der Beta-Phase verfügbar und wird 2023 weiter ausgerollt. Dieser wird eine verbesserte Navigation und eine Medienbibliothek beinhalten. Auf Produktseiten ermöglicht LinkedIn einer Unternehmensseite, für jedes Kernprodukt einen separaten Bereich zu erstellen.

Unsere Lieblingsankündigung ist allerdings die Einführung so genannter “Thought Leaders Ads”. LinkedIn wird es somit möglich machen, auch die Postings von Corporate Influencern und sonstigen Personal Brands als Werbeanzeige zu schalten (Quelle). Das Format würde sich auch besonders gut für Social CEOs eignen. Rund 41 % der CEOs der großen europäischen Aktiengesellschaften sind bereits in den sozialen Medien aktiv (Quelle). Wer am Ende wie genau seine Posts promoten können wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar definiert. 

Trend #4 – Content Creation is King [and now also Queen]

TikTok belebt die Branche

Wettbewerb belebt das Geschäft. So geschehen bei Instagram, Facebook und sogar LinkedIn. Sie alle mussten sich dem Erfolgsrezept des „Angreifers“ TikTok anpassen, um nicht noch mehr Nutzer:innen zu verlieren. Der Erfolg TikToks ist, neben dem reinen Fokus auf Videos und der besseren Verbindung mit Musik und Sounds, vor allem durch den veränderten „Inhalte-Empfehlungs-Algorithmus“ zu erklären.

Exkurs: Wie funktioniert der TikTok Algorithmus?

Der TikTok Algorithmus empfiehlt Inhalte auf Basis einer Kombination mehrerer Faktoren, die unterschiedlich stark gewichtet und ständig angepasst werden. Die wichtigsten Faktoren:

  1. Abspieldauer und Abspielhäufigkeit der Videos
  2. Nutzerinteraktionen
  3. Relevanz des Absenders
  4. Aktualität/ Trending Content

Zu den Ausschluss- bzw. Abwertungskriterien von Content gehören unter anderem:

  1. Spam/ Hatespeech
  2. Von TikTok festgelegte Keywords
  3. Gemeldete Inhalte

Weitere relevante Faktoren findet ihr in dieser Infografik:

Abbildung: Social DNA Infografik TikTok Algorithmus

Die Liste basiert auf unseren Tests, Erfahrungen als auch Angaben von TikTok und sind nach geschätzter Gewichtung angeordnet.

Die Evolution der Social Media Algorithmen

Der vorherrschende Algorithmus der Prä-TikTok-Ära, wie er hauptsächlich durch Facebook entwickelt wurde, hat viele Überschneidungen mit dem TikTok Algorithmus. Der Unterschied liegt eher in der Gewichtung der Algorithmus-Faktoren sowie einer entscheidenden Änderung. Wurden bei Facebook nur Inhalte von Personen oder Unternehmen im Newsfeed angezeigt, mit denen man selbst vernetzt war oder mit deren Inhalte Kontakte interagiert hatten, so ist für TikTok diese „soziale“ Verbindung kaum mehr wichtig. Hier zählt vor allem, ob der Nutzer eine Affinität zu den Inhalten hat und wie viral oder populär diese Inhalte bei anderen sind. In der neuen Social Media Welt werden die Inhalte des persönlichen Netzwerkes also eher abgewertet, wohingegen Inhalte von Creator/ Influencer und „One Hit Wonders“ aufgewertet werden. Viele sprechen daher auch vom Wandel eines Social Graph zum Content Graph.

Es lässt sich konstatieren, dass Social Media durch TikTok weniger Social geworden ist.

Für Social Media Marketer bedeutet diese Erkenntnis, dass Content Creation noch wichtiger wird. Denn vergangene Follower zählen jetzt weniger als vorher. Langweilige Inhalte verbreiten sich noch schlechter. Die direkte Konkurrenz sind Content Creator/ Influencer. Echte Content-Maschinen, die ihr Leben darauf ausrichten, stets den perfekten Post zu produzieren. Von ihnen können wir beispielsweise lernen, dass die Quantität und Schnelligkeit gegenüber der Qualität des Contents häufig unterschätzt werden. Was Social Media Marketer sonst noch von Creator und Influencer lernen können, haben wir in diesem Artikel über die Elevator Boys auf TikTok aufgezeigt.

In Kombination mit der ebenfalls gestiegenen Relevanz von Content im Social Advertising (siehe nächstes Kapitel) ist Content nicht mehr nur King, sondern jetzt auch noch Queen.

Anforderungen an Social Media Content 2023

Der übergeordnete Trend geht nach wie vor hin zum Bewegtbild. Auf allen relevanten Plattformen wurde mittlerweile der Image-Post von Videos überholt (Quelle). Das 9:16 (Hochformat) darf bei Social Media Videos nicht mehr vernachlässigt werden. Dieses Format wird benötigt für die Platzierung der Videos in TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts sowie in allen Story-Platzierungen. Weitere wichtige Punkte dabei sind die Übergänge zwischen den Einzelaufnahmen, die sogenannten Transitions. Schnelle Schnitte, Zoom Ins und verschiedene Perspektiven geben einem Video mehr Bewegung und Schnelligkeit. Auch die Verwendung von passenden Audio- und Musikschnitten spielt eine wichtige Rolle beim Veröffentlichen von Video-Content. Die Videos müssen dabei keine Hochglanzproduktionen sein, aber dennoch qualitativ ausreichend hochwertig und vor allem plattformgerecht erstellt werden. Vermeintlich authentisch, oder besser gesagt unwerblich und non-branded, sollten Videos sein. Idealerweise werden Videoproduktionen von Unternehmen durch sympathische „Brand-Faces“ unterstützt, denn die direkte Ansprache durch eine Person im Video ist eines der beliebtesten Formate. Angereichert werden sollte jede Content-Strategie mit Fotos und Grafiken sowie starken Aussagen und Inhalten, die einen Mehrwert bieten.

Trend #5 – Social Advertising Evolution

Cookieless Future

Bereits letztes Jahr haben sich die meisten Browser-Anbieter dazu entschieden, keine Cookies mehr zuzulassen, um die Privatsphäre der Nutzer:innen zu schützen. Doch ohne Cookies können wir im Bereich Social Advertising auf weniger Daten zurückgreifen. Das bedeutet eine schlechtere Messung der Conversions und ein schlechteres Targeting in den Ad Managern in Bezug auf Drittdaten. Darüber hinaus können durch wachsende Streuverluste auch höhere Werbekosten entstehen.

Die Social Media Plattformen versuchen dieser Entwicklungen durch verbesserte Social Advertising Algorithmen entgegenzuwirken. Es wird empfohlen, an größere Zielgruppen auszuspielen und die Algorithmen entscheiden noch stärker auf Basis der Reaktionen auf die Kampagne, an wen diese im Weiteren bevorzugt ausgespielt wird. Doch das birgt eine Gefahr. Wer die Plattformen unkontrolliert agieren lässt, könnte nur noch einen kleinen Teil der Zielgruppe erreichen, der zu Beginn der Kampagne gut auf die Anzeige reagiert (Bspw. fast ausschließlich 18-24 jährige Männer o.Ä.). Um diesen Gefahren entgegenzuwirken, sollten Social Media Marketer die folgenden Tipps beachten:

Social Advertising Hacks 2023

Content Targeting: Die gewünschte Zielgruppe sollte sich bereits in der Gestaltung der Werbeanzeige wiederfinden.

Manuelles Kampagnenmanagement: Eine engmaschige Kontrolle der Kampagnenausspielung und schnelle Anpassungen werden noch relevanter.

AB Testing: Weil viele Werbeanzeigen nicht mehr die gewünschten Ergebnisse erzielen, müssen Marketer mehr Varianten testen und erst danach einen Großteil ihres Budgets auf die Winning Creatives setzen.

Einbindung von (Corporate) Influencer, Creator und KOLs: Personal Brands bringen ihre eigene spezifische Zielgruppe mit. In Zeiten des erschwerten Targetings können Unternehmen dies nutzen. Meta bietet bereits Lösungen zur Integration von Influencern in den Ad Manager an. LinkedIn will nachziehen und 2023 wohl Corporate Influencer Ads einführen.

Analytics: Werbetreibende müssen ihre eigenen Attributionsmodelle verbessern und auf Server Side Tracking umstellen.

Wer voll auf Content setzt und diese Änderungen umsetzt, wird 2023 das Social Advertising Game gewinnen. Social Advertising ist nach wie vor ein elementarer Bestandteil für die Erreichung von Geschäftszielen. Ein neues Spielfeld für Ads wird das Format YouTube Shorts und auch auf TikTok werden weitere Werbetreibende hinzukommen.

Social Advertising Benchmarks

In dieser Infografik findet ihr die durchschnittlichen Werbekosten pro Klick der wichtigsten Social Media Plattformen in Deutschland:

Abbildung Social DNA Advertising Benchmarks 2023

Diese Angaben sind grobe Näherungswerte ohne Gewähr. Sie basieren auf Erfahrungswerten von Social DNA. Die Werbekosten werden durch eine Vielzahl an Faktoren wie Zielgruppendefinition, Timing und die Qualität der Werbeanzeigen (Format, Visual, Inhalt) beeinflusst. Es ist nicht unüblich, dass die Preise je Kampagne stark schwanken.

Social Media Trend Spotlights 2023

Künstliche Intelligenz/ ChatGPT im Social Media Marketing

Ende 2022 veröffentlichte OpenAI das Sprachmodell ChatGPT. Ein Chatbot der auf künstlicher Intelligenz basiert und erschreckend gute Antworten liefert. Im Gegensatz zu den bekannten Chatbots kann man mit ChatGPT tatsächliche Unterhaltungen führen und – noch besser – der künstlichen Intelligenz Arbeitsaufträge geben, die auf einem bis hierhin unbekannt gutem Niveau ausgeführt werden. Bereits jetzt sprechen viele von der größten technischen Revolution seit dem iPhone oder der Google-Suchmaschine. Immer mehr AI-basierte Anwendungen fließen derzeit auf den Markt. Auch für das Social Media Marketing kann ChatGPT eingesetzt werden. So testen wir den Einsatz als Agentur zum Beispiel für

  • Rechtschreibprüfung und Support bei der Erstellung von Texten und Titeln (Ad Copies)
  • Inspiration für Marketingkampagnen und weitere Themen
  • Zusammenfassung von längeren Texten

Für die Social Media Plattformen könnte das Aufkommen der AI-Chatbots eine Flut neuer austauschbarer Contents bedeuten. Unternehmen sollten die Möglichkeiten prüfen, AI-powered Software für sich zu verwenden, um produktiver zu werden, aber weiterhin auf originäre Content Creation setzen, um sich von der Masse abzuheben.

YouTube Shorts – Ein neues, relevantes Social Media Format  

Mit YouTube Shorts hat es für Alphabet endlich geklappt, ein erfolgreiches Content-Format über Long Form Video hinaus zu launchen. YouTube Shorts ist, wie Instagram Reels, ein TikTok Klon. Nutzer können hier bis zu 60-sekündige Videoclips im Format 9:16 hochladen. YouTube erreicht nach eigenen Angaben inzwischen 1,5 Milliarden Nutzer pro Monat. Nicht schlecht für einen Dienst, den es erst 1,5 Jahre lang gibt. Natürlich profitiert „Shorts“ von den hohen YouTube Nutzerzahlen, doch entwickelt sich hier mittlerweile auch ein eigenes Ökosystem. Bisher sind Werbeanzeigen auf YouTube Shorts nur über Umwege möglich, doch das soll sich 2023 ändern. Dann will YouTube die Ads auf Shorts stärker pushen und auch Influencer/ Creator daran teilhaben lassen (Quelle).

Endlich kommt wieder Leben in viele verstaubte YouTube Kanäle. Social Media Marketer können jetzt einsteigen und Content für YouTube Shorts erstellen oder zumindest erste Erfahrungen sammeln, indem sie ihre Reels oder TikToks hier zweitverwerten.

TikTok – Herausforderungen bei Content-Reichweite und Qualität

Dass TikTok 2023 eine schwere Zeit haben wird, wurde im Einleitungstext thematisiert. Neben einem drohenden Verbot kommen auf TikTok weitere Herausforderungen zu. Viele Nutzer:innen bedeuten eben auch viele Probleme. Davon kann Mark Zuckerberg ein Lied singen. Konkret bedeutet die Flut an neuen Nutzer:innen eine weitere Einschränkung der organischen Reichweite. Nicht jeder Content kann noch so vielen Personen ausgespielt werden, was für neue Nutzer:innen demotivierend sein kann. Ebenfalls bei den Werbeanzeigen wird TikTok nachbessern müssen, da es zurzeit noch sehr viele Ads gibt, die hart an der Grenze des Erträglichen rangieren, was Qualität und Frequenz angeht. Auch die Ankündigung, 2023 Kampfpreise beim Social Advertising anzubieten (Quelle), wird die Qualität der Werbeanzeigen nicht verbessern. Nichtsdestotrotz sehen wir TikTok noch immer als den Kanal, der contentseitig Maßstäbe setzt und auf dem momentan die kreativsten Creator zu sein scheinen. Die Konkurrenz schläft aber nicht und YouTube Shorts sowie Instagram Reels sind eine attraktive Alternative.

Renaissance des Community Management

Witziger, frecher, viraler – aktives Community Management als neue Geheimwaffe.

2023 tritt das aktive Community Management mehr denn je aus dem Schatten anderer Social Media Strategiemaßnahmen heraus. Denn mittlerweile geht es weit über das Beantworten und Liken von Nachrichten und Kommentaren hinaus. Unternehmen, die auf Instagram, Twitter, TikTok und Co. herausragen, bestechen durch auffälliges, innovatives und freches Community Management. Firmen wie Aldi, DB, Duolingo, Netflix oder auch Dr. Oetker machen es vor!

Sie gehen nicht nur auf Kritik ein, sondern nutzen diese als Inspiration für die eigene, plattformübergreifende Content Produktion und parodieren sie auf humorvolle Weise sowie unter Einbezug aktueller Trends. Sie schaffen es zudem, lebhafte Diskussionen mit der eigenen Community anzustoßen, indem sie mit aktuellen Trends, News und viralen Beiträgen interagieren und diese aus ihrer Sicht kommentieren.

Battles und „Streits“ zwischen den Unternehmen in den Kommentaren gehören dabei ebenfalls zur Tagesordnung – egal ob in der Kommentarspalte oder aktiv in den eigenen Beiträgen.

Viele dieser lustigen Kommentare und Beiträge gehen viral und verschaffen den Unternehmen somit mehr Reichweite innerhalb und außerhalb der eigenen Zielgruppe.

Seid also experimentierfreudig und traut euch, dann kann das aktive Community Management zu eurer Geheimwaffe für eine starke Online-Präsenz und Community im Jahr 2023 werden!

 

Hier geht es zum TikTok Beitrag der Deutschen Bahn

 

 

 

 

 

 

 

Social Shopping – Mal wieder vertagt!

Widersprüchliche Meldungen erreichen uns in Bezug auf Social Shopping. Instagram verabschiedet sich vom Social Shopping, um sich mehr auf Advertising zu konzentrieren (Quelle). Ab Februar soll es in der App auch keinen „Shop-Button“ mehr geben (Quelle). Dadurch werden die Social Shops endgültig unbrauchbar. Dennoch lesen wir in Trend-Artikeln 2023, dass es das Jahr des Social Commerce wird. Wie passt das zusammen?

Die Social Media Plattformen wollen es, die Marketer wollen es, die Influencer wollen es, die Unternehmen wollen es. Nur die Nutzer, die wollen es anscheinend nicht!

Seht es ein, liebe Marketer, ihr könnt diesen Trend noch sehr lange herbeisehnen, doch wird dies wohl wieder nicht das Jahr des Social Commerce. Wir werden weiterhin Versuche sehen, Social Shopping salonfähig zu machen und natürlich ist Social Media einer der wichtigsten Kanäle für den Vertrieb. Doch den Verkauf an sich, machen wir dann immer noch am liebsten auf einer Webseite oder Amazon. Social Media ist die ideale Plattform, um die Marke mit Gefühlen aufzuladen, sich innovativ zu präsentieren, auf Produkte aufmerksam zu machen und mehr über sie zu lernen. Doch ein Online-Kauf ist selten eine ultimative Impulsentscheidung und der nächste spannende Post ist nur eine kleine Daumenbewegung entfernt. Marketer sind gut beraten, Social Media als Plattform für die Verkaufsvorbereitung zu nutzen. Dann werden sie auch schönere Postings mit Mehrwert erstellen.

Neue Social Media Plattformen haben es schwer

2023 wird wohl nicht das Jahr der neuen Social Media Plattformen. Die Netzwerkeffekte machen es zunehmend schwieriger für neue Plattformen, auf den Markt zu drängen. Warum sollte ich auf BeReal gehen, wenn die einzige Content-Form nach einigen Wochen langweilt und die interessanten Inhalte von meinen Freunden auf Instagram in gleicher Art aufbereitet werden? Was bringt mir ein politisch korrektes, aber technisch weniger ausgereiftes Mastodon, auf dem ich keine Reichweite habe?

Neue Social Media Plattformen benötigen zum Start idealerweise eine bereits bestehende Nutzerbasis und beeindruckende Ressourcen (Alphabet -> YouTube Shorts oder Bytedance à TikTok) oder können sich nur langsam in einer sehr speziellen Nische entwickeln. Jegliche Innovation wird zu schnell adaptiert. Die großen Player kaufen kleine Plattformen entweder auf oder kopieren neue Features und integrieren Sie in ihre Apps. So wird jegliche Konkurrenz im Keim erstickt (So geschehen bei Clubhouse).

Employer Branding und Social Recruiting werden unverzichtbar

Es beginnt jetzt! 2023 ist das Jahr, in dem die ersten Angehörigen der Baby-Boomer Generation in Rente gehen. Die geburtenstarken Jahrgänge der zwischen 1960 – 1975 Geborenen stellen derzeit noch fast 13 Millionen Arbeitskräfte. Diese fallen ab jetzt bis zum Jahr 2036 sukzessive weg und damit gehen in Deutschland ca. 30 % aller Erwerbstätigen in Rente.

Die vielen offenen Stellenangebote treffen auf die selbstbewusste Generation Z. Diese Digital Natives streben – neben einer guten Bezahlung und festen Arbeitsverträgen – nach Selbstverwirklichung, Spaß am Beruf, einem guten Arbeitsklima, Purpose und Nachhaltigkeit. Die erste Anlaufstelle, um sich über einen potenziellen Arbeitgeber zu informieren? Social Media! Unternehmen benötigen hierfür gut auffindbare Social Media Kanäle mit glaubhaften und exzellent aufbereiteten Employer Branding Postings. Unternehmen, die nicht zu den begehrtesten Top Brands gehören, müssen zusätzlich ordentlich in Social Recruiting Maßnahmen wie Ads oder Influencer Kampagnen investieren. Es ist Zeit, loszulegen.

Strategische Handlungsempfehlungen

  1. Mit Instagram und LinkedIn seid ihr 2023 auf der sicheren Seite. Auf TikTok und Twitter wird 2023 viel passieren. Hier sollten Marken wachsam sein, experimentieren und lernen.
  2. Aufgrund der veränderten Social Media Algorithmen und Herausforderungen beim Social Advertising Targeting, wird Content Creation noch wichtiger.
  3. Natürlich muss die Qualität beim Content stimmen, aber Quantität und Schnelligkeit wurden in der Vergangenheit oft unterschätzt. Daraus ergeben sich für Unternehmen Konsequenzen
    • Investiert in Content Inhouse Production und/ oder erhöht Agency Budget für Content.
    • Bleibt nah an den Trends und Algorithmus-Änderungen dran. Entweder durch eigene Recherchen oder regelmäßigen Austausch (Tägliche bis wöchentliche Jour Fixes) mit euren Agenturpartnern.
    • Festigt Beziehungen zu Influencer und Creator, lernt von diesen und nutzt deren Content nach Absprache auch für eure Kanäle.
  4. Wagt den Einstieg in YouTube Shorts. 9:16 Content muss ohnehin für Instagram und TikTok erstellt werden.
  5. Falls nicht schon geschehen: Startet jetzt mit eurer Employer Branding Strategie, um Ende des Jahres mit einer starken Social Recruiting Kampagne die ersten Früchte zu ernten.

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.


Social Media Plattformen 2023 – Nutzerzahlen, Wachstum und Einordnung

In diesem Artikel erfahrt ihr alles über die Social Media Nutzerzahlen 2023 und deren Wachstum im letzten Jahr. Zudem findet ihr interessante Fakten zu den einzelnen Plattformen sowie eine Einordnung der Kanäle in unsere Social DNA Kanalmatrix. Eine ausführliche Betrachtung der Social Media Trends 2023 findet ihr in unserem Artikel "Social Media Trends 2023: Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen".

Social DNA Kanalmatrix

Wir ordnen die wichtigsten Social Media Plattformen nach Nutzerzahlen und Wachstum in die vier Kategorien Specialists (vergleichsweise wenig NutzerInnen und geringes Wachstum), Rising Stars (vergleichsweise wenig NutzerInnen aber hohes Wachstum), Elephants (viele NutzerInnen aber geringes Wachstum) und Heroes (viele NutzerInnen und hohes Wachstum) ein. Gerne lassen wir euch auf Anfrage auch noch die für den deutschen Markt angepasste Variante zukommen.

Facebook

  • Nutzer:innen weltweit: 2,96 Milliarden Monthly Active Users (MAUs) (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 22.500.000 – 26.400.000 erreichbare FB Nutzer:innen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
  • Wachstum: 2 % bei den monatlich aktiven Nutzer:innen (Quelle).
  • Die Meta Family of Apps (Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp) hat 3,74 Milliarden MAUs (Quelle).

Schon gewusst?

  • Meta hat 2023 als "Year of Efficiency" ausgerufen und versucht einen Turnaround mit mehr Fokus auf das Kernprodukt.
  • Facebook wird auch von einem relevanten Anteil der über 50-Jährigen genutzt und selbst bei den über 70-Jährigen sind es noch 17 % (Quelle).
  • Wenn du die Zahl "4" hinter der Facebook-URL hinzufügst, gelangst du zur Pinnwand von Gründer und CEO Mark Zuckerberg (Quelle).
  • Facebook ist in China seit Juli 2008 verboten (Quelle).

YouTube

Schon gewusst?

  • Technisch gesehen ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine nach Google (Quelle).
  • In Indien gibt es mit 467 Millionen Nutzern die meisten YouTube-Nutzer. Die Vereinigten Staaten folgen mit 247 Millionen (Quelle).
  • Comedy ist das meistgesehene Genre auf YouTube (Quelle).

Instagram

  • Nutzer:innen weltweit: Über 2 Milliarden MAUs (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 25.400.000 – 29.800.000 erreichbare Instagram Nutzer:innen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – und damit mehr als Facebook + FB Messenger + FB Audience Network.
  • Wachstum: Etwa 25 % (nicht genau anzugeben, da die letzte offizielle Zahl 1,1 Milliarden MAUs aus dem Jahr 2018 stammt, (Vgl. Social Media Trend Artikel 2022).

Schon gewusst?

  • Der meist gelikte Post auf Instagram ist die Bildsammlung von Lionel Messi mit dem WM-Pokal. Damit stößt er den bisherigen Rekordhalter, das „Weltrekord-Ei“, vom Instagram Thron (Quelle).
  • Mehr als 50 Milliarden Fotos wurden bisher auf Instagram hochgeladen. (Quelle).
  • Der beliebteste Hashtag auf Instagram ist #Love, der über 1,835 Milliarden Mal verwendet wurde. (Quelle).
  • Instagram ist dieses Jahr von allen Social Media Plattformen, die hier gelistet wurden, am stärksten gewachsen.

TikTok

  • Nutzer:innen weltweit: 1,5 Milliarden MAUs (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 18,6 Millionen (laut Anzeigenmanager), maximale Reichweite bei 22,7 Millionen.
  • Wachstum im letzten Jahr: ca. 50 % (Vgl. Social Media Trend Artikel 2022).

Schon gewusst?

  • TikTok hat die höchste Social-Media-Engagement Rate pro Beitrag (Quelle).
  • 90 % der TikTok-Nutzer greifen täglich auf die App zu (Quelle).
  • TikTok ist in Indien verboten (Quelle).

LinkedIn

Schon gewusst?

  • Eigenen Angaben zufolge hat LinkedIn seit 2018 die Nutzersessions um 418 % und damit um mehr als 100 % pro Jahr steigern können (Quelle).
  • Bill Gates hat die meisten Follower auf LinkedIn (Quelle).
  • LinkedIn hat mehr männliche als weibliche Nutzer (Quelle).
  • LinkedIn hat über 39.000 aufgelistete Qualifikationen (Quelle).

*LinkedIn gibt keine MAUs oder DAUs an, lediglich die Anzahl der User:innen ohne Angaben zu deren Aktivität.

Pinterest

  • Nutzer:innen weltweit: 445 Millionen MAUs (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 16 Millionen MAUs (Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: 0 % (Quelle).

Schon gewusst?

  • 69 % der Pinterest-Nutzer sind weiblich (Quelle).
  • Jeden Monat werden 2 Milliarden Suchanfragen auf Pinterest durchgeführt (Quelle).
  • Pinterest-Nutzer gehen mit einer um 80 % höheren Wahrscheinlichkeit in den Einzelhandel (Quelle).

Snapchat

  • Nutzer:innen weltweit: 363 Millionen Daily Active Users (DAUs)* (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 13,7 Millionen DAUs (Quelle).
  • Wachstum im letzten Jahr: 19 % (Quelle).

Schon gewusst?

  • 63 % der deutschen Snapchat Nutzer:innen sind maximal 24 Jahre alt (Quelle).
  • 88 Millionen täglich aktive Nutzer:innen in Europa (Quelle).
  • Über 300 Millionen Menschen nutzen die Snap Map (Quelle).

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

Twitter

  • Nutzer:innen weltweit: 229 Millionen DAUs* (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 13,4 bis 14,8 Millionen (laut Anzeigenmanager).
  • Wachstum im letzten Jahr: 16 % (Quelle).

Schon gewusst?

  • Einer der beliebtesten Accounts auf Twitter ist @BarackObama (Quelle).
  • 69 % der Nutzer in den USA geben an, dass sie Nachrichten von Twitter beziehen (Quelle).
  • Die am häufigsten getwitterten Emojis des Jahres 2020 waren 😂 und 😭 (Quelle).

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

Xing

  • Nutzer:innen weltweit (DACH): Über 21 Millionen User:innen* (Quelle).
  • Nutzer:innen Deutschland: 17 Millionen User:innen (Quelle).
  • Es ist davon auszugehen, dass auf Xing weniger aktive Nutzer:innen angemeldet sind als auf LinkedIn.
  • Wachstum im letzten Jahr: Etwa 5 % (Vgl. Social Media Trend Artikel 2022).

Schon gewusst?

  • Die Ankündigung, keine Gruppen und Event-Seiten fortzuführen, zementiert die Abkehr vom Social Media Plattformgedanken hin zum neuen Fokus auf den Bereich der beruflichen Weiterbildung (Quelle).

*Xing gibt keine MAUs oder DAUs an, lediglich die Anzahl der User:innen ohne Angaben zu deren Aktivität.

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.


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Social Media Trends 2022: Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

Hier geht es zum aktuellen Social Media Trendartikel 2023

Unsere ausführliche Betrachtung der Social Media Trends inklusive Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen sind stets die mit Abstand beliebtesten Artikel auf unserem Blog. Und obwohl es im Bereich Social Media seit dem Start von LinkedIn und Myspace im Jahr 2003 noch nie an Wachstum, Aufregung und Innovation gemangelt hat, war 2021 ein außergewöhnliches Jahr. By the way: Herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit Social Media 🥳. Im letzten Social Media Trend Artikel 2021 berichteten wir, dass nach vielen Jahren des stetig starken Wachstums 2020 sogar ein neuer Wachstumsrekord verzeichnet werden konnte. Einer der wesentlichen Gründe hierfür war und ist die Corona-Pandemie. Dieses Jahr stieg die Anzahl der Social Media NutzerInnen um weitere ≈10 % auf 4,55 Milliarden. Damit sind 90 % aller InternetnutzerInnen und mehr als jeder zweite Mensch auf der Erde Social Media NutzerIn.

Allein Facebook hat 2,9 Milliarden Monthly Active Users (MAUs). YouTube kommt auf 2,3 Milliarden MAUs. Instagram und TikTok je auf ca. 1 Milliarde MAUs, dicht gefolgt von LinkedIn mit 800 Millionen NutzerInnen. Neben diesen Social Media Plattformgiganten haben sich die Plattformen Twitter, Snapchat und Pinterest mit um die ≈500 Millionen MAUs etabliert. Mit Discord und Reddit gewinnen neue interessante Player auf dem deutschen Markt an Aufmerksamkeit. Im Rahmen dieses Artikels zählen wir Messenger, Audioplattformen oder sonstige Spezialanbieter, die ebenfalls immer mehr „social“ Elemente integrieren, nicht zu den Social Media Plattformen. Alle Zahlen, Daten, Fakten und Trends zu den Social Media Kanälen findet ihr im Kapitel Social Media Plattformen 2022.

Für Unternehmen bedeutet die gestiegene Anzahl an NutzerInnen und Plattformen einerseits noch größere Chancen, ihre Zielgruppe zu erreichen und andererseits noch größere Herausforderungen, mit gutem Content aus der Masse hervorzustechen. Vor allem in Anbetracht der Creator und Influencer, die sich in den letzten Jahren deutlich besser profilieren konnten als Unternehmen und Marken. Wie Marketer die Content-Evolution in Social Media bestmöglich für sich nutzen, lernt ihr unter anderem in Social Media Trend #1 – Social Content Evolution und in den strategischen Handlungsempfehlungen Social Media Marketing 2022.

Richtig guter Content sollte idealerweise kostengünstig und zielgruppengerecht ausgespielt werden. Dabei sind natürlich auch dieses Jahr wieder die Trends im Bereich Social Advertising ein wichtiges Thema, welche wir in Social Media Trend #3 – Social Advertising & Social Commerce (Inklusive Gastbeitrag Florian Litterst Gründer & CEO Adsventure) näher beleuchten. Was wir von Influencers/ Creators im Bereich Social Media lernen können und wie die Zusammenarbeit funktioniert, erfahrt ihr im Social Media Trend #2 – (Corporate) Influencers und Creators (Inklusive Gastbeitrag Adil Sbai, Gründer & CEO weCreate)

Neben solch positiven Entwicklungen nimmt die öffentliche Kritik an Social Media Plattformen immer mehr zu. Thematisiert werden einerseits die toxischen Folgen auf Individuen, wie beispielsweise die Vorwürfe der Facebook Whistleblowerin Frances Haugen, dass Instagram nachteilige Effekte auf das Selbstbild Jugendlicher habe. Anderseits werden negative Auswirkungen auf der Makro-Ebene besprochen, etwa im Kontext der Radikalisierung von Corona-Leugnern oder der Manipulation von Wählerschichten. Wie sich Einzelpersonen und Unternehmer in diesem Umfeld schützen und positionieren können, beschreiben wir in Social Media Trend #5 – Digital Detox & Social Media Achtsamkeit und in Social Media Trend #6 – Corporate Social Responsibility: Haltung zeigen.

Bei der zunehmenden Kritik an Social Media verwundert es nicht, dass Mark Zuckerberg, der als öffentliche Person meist allein im Kreuzfeuer der KritikerInnen steht, neue Themen in den Fokus bringen möchte. Die Vision eines Metaverse, einer virtuellen Parallelwelt, wird von vielen als der nächste logische Evolutionsschritt des Internets angesehen. Mark Zuckerberg verfolgt diesen Ansatz bisher am konsequentesten und hat den Facebook-Konzern 2021 in „Meta“ umbenannt. Neben dem Metaverse als Ablenkungsmanöver von öffentlicher Kritik an Facebook ist dieser Schritt auch aus anderen Gründen nachvollziehbar. Seit der Corona-Pandemie haben sich immer mehr Menschen daran gewöhnt, soziale Kontakte und Events auch digital zu pflegen.  Zudem würde das Metaverse Mark Zuckerberg endlich von der Begrenzung des Smartphones und damit letztendlich auch von Google (Smartphone-Betriebssystem Android) und Apple (Smartphone-Betriebssystem iOS) unabhängig machen. Was dieser Schritt für Marketer bedeuten kann, besprechen wir in Social Media Trend #4 – Metaverse – Einstieg in eine parallele Realität?

Und was ist aus dem Thema Social Audio geworden? Erinnert ihr euch noch an Clubhouse? Keine App hat einen Hype so schnell entfacht und wieder verschwinden lassen. Auf dem Höhepunkt von Clubhouse verbrachten Hardcore-Fans mehr als acht Stunden pro Tag in der App. Politiker und Prominente redeten sich um Kopf und Kragen und innerhalb kürzester Zeit änderten tausende von „LinkedIn-Profis“ ihre Bio zu „Clubhouse-Moderator und Expert“ 😉. Ob 2022 also noch über Clubhouse und Social Audio gesprochen werden darf, thematisieren wir in Social Media Trend #7 – Social Audio (Gastbeitrag von Nicolaj Gruzdov und Peter Mestel, Social Audio Experten).

Die Quintessenz als strategische Handlungsempfehlung für Marketer sowie weitere ExpertInnenmeinungen findet ihr am Ende des Artikels.

Strategische Einflussfaktoren in Social Media 2022

Social Media Trend #1 - Social Content Evolution

Um die Zukunft zu verstehen, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. 2003 begann das Social Media Zeitalter mit den Plattformen Myspace und LinkedIn. Damals bestand ein Social Media Profil noch aus einer kleinen Beschreibung zur Person mit eher verpixelten Profilbildern. NutzerInnen konnten in Gruppen eintreten, in denen es Beiträge in Textform gab. Viel mehr Funktionen standen nicht zur Verfügung.

Die nächste Evolutionsstufe brachte Facebook mit dem Newsfeed. Dieser bestand zunächst größtenteils aus Texten, Links und hin und wieder auch Bildern unserer Facebook-FreundInnen oder Unternehmensseiten. Eine Umstellung dazu war Instagram, die Social Media Plattform, die anfangs rein auf Bildern basierte und unter anderem durch den Feed das 1:1 Format popularisierte. Erst nach einer gewissen Zeit gab es dann auf das Upgrade zu Video-Content.

Snapchat brachte schließlich alle Plattformen nochmal in Schwung mit dem Story-Format. Auch wenn dies bei LinkedIn und Twitter mittlerweile wieder weggefallen ist, ist es trotzdem auf vielen anderen Plattformen weiterhin aufzufinden. Gerade auf Instagram wirkt das Story-Format wie ein zweiter Feed und wird von den meisten NutzerInnen täglich konsumiert. Durch das Story-Format etablierte sich das vertikale Format auf Social Media und Visuals sowie Videos nahmen dadurch mehr Platz auf dem (Smartphone-)Bildschirm ein.

Eine rein auf Videos basierende Social Media Plattform gab es zwischenzeitlich mit Vine. Hier konnten Videos mit einer Länge von maximal sieben Sekunden veröffentlicht werden. Die Plattform existierte von 2013 bis Ende 2016. Außerdem entstand eine weitere Plattform, die nur auf Videos ausgerichtet ist: 2014 wurde Musical.ly gelauncht, 2017 aufgekauft und ist nun unter dem Namen TikTok weltbekannt. Auch hier ist das vertikale Videoformat Teil des Erfolgs. Anfangs auf 15 Sekunden begrenzt, gibt es mittlerweile die Möglichkeit, Videos mit einer Länge von bis zu 3 Minuten zu posten. Das vertikale Kurzvideoformat war so erfolgreich, dass Instagram (Reels) und YouTube (Shorts) es ebenfalls übernahmen und prominent in ihre Apps integrierten.

 

Social-DNA-Social Media Content Evolution
Social Media Content Evolution von Social DNA

Wenn man sich also die bisherige Evolution anschaut, können wir erkennen, dass das vertikale Format immer mehr an Bedeutung gewinnt. Auch kurze bis mittellange Videos werden stetig wichtiger für die Plattformen. Dadurch wird es zunehmend aufwändiger, qualitativ hochwertigen Content zu erstellen. Unternehmen kooperieren mit Content Creators, die diese Inhalte produzieren und ihre Reichweite als Plattform für Unternehmen anbieten. Durch diesen Trendshift ringen selbst die Social Media Plattformen um Creator und stellen millionenschwere Funding Pools für diese auf.

Wer als Unternehmen also beständig hervorragenden Content für seine Kanäle veröffentlichen möchte, sollte in Zukunft mehr Zeit in ansprechenden Video-Content im vertikalen Format investieren.

Social Media Trend #2 - (Corporate) Influencers and Creators (Inklusive Gastbeitrag Adil Sbai, Gründer & CEO weCreate)

2021 war ein starkes Jahr für Personal Brands in Social Media: Influencers, Creators, Brand Ambassadors, Corporate Influencers, Social CEOs; You name it! Die Zahl der Buzzwords ist ein guter Indikator für den Hype, der im Bereich Social Personal Branding mittlerweile ein Allzeithoch erreicht hat. Personal Brands profitieren vom erodierenden Vertrauen der Menschen in Marken und Unternehmen. Sie sind anfassbarer. Sie begreifen die Logiken der Social Media Plattformen und verstehen es schneller Content zu produzieren und auf Trends sowie Algorithmus-Änderungen der Social Media Plattformen zu reagieren als die Marketingabteilungen fast aller Konzerne.

Der rasante Aufstieg von TikTok hat diesen Trend weiter befeuert. Neue Stars sind hier in kürzester Zeit entstanden. Besitzen auf Instagram noch die Kardashians, Christiano Ronaldos oder Dieter Bohlens dieser Welt die Accounts mit den meisten Followers, so sind es auf TikTok unbekannte neue Player wie Khabane Lame, Julesboringlife oder Younes Zarou (Quelle).

Social Media Trends TikTok Creators
OMR zeigt die erfolgreichsten TikTok Creator (von links oben im Uhrzeigersinn) Charli D'Amelio, Khabane Lame, Bella Poarch, Christoph Brückner ("Condsty"), "Julesboringlife" und Younes Zarou

Diese Creators haben es verstanden das Wachstum von TikTok für sich zu nutzen und beginnen jetzt ihre Communities auch auf andere Plattformen zu transferieren. Davon können Unternehmen einiges lernen. Es wird immer wichtiger, sich voll auf einen Kanal einzulassen, dessen Eigenschaften tief zu verstehen und schnell auf neue Trends zu reagieren. Weitere Erfolgspraktiken der Influencers/ Creators: Sie haben einen sehr hohen Content-Output und achten penibel darauf kontinuierlich zu produzieren (Consistency and Frequency is King). Auch Community-Interactions sind ein essentieller Bestandteil: Viele Influencers/ Creators beantworten so gut wie jede Nachricht persönlich. Ohne dieses Verhalten ist Wachstum kaum möglich.

Für einen Einblick in die Erfolgsfaktoren der Arbeit von Creators folgt nun ein Gastbeitrag von Adil Sbai, Gründer & CEO unseres Kooperationspartners weCreate, dessen Team Marken wie BMW, Kaufland, Mercedes-Benz und The Walt Disney Company auf TikTok begleiten.

„Creator Economy, NFTs, Metaverse: Allesamt zwar langfristig wichtig und disruptiv, aber vermutlich auch allesamt ein wenig overhyped. Das 9:16-Format (sprich: Vertical Video) hingegen ist gekommen, um zu bleiben – einen anderen Schluss lässt die Entwicklung führender Social Media Plattformen nicht zu. Selbst große Technologieunternehmen stellen sich nach und nach auf das neue Format ein, wie Samsung kürzlich zeigte. Die Corona-Pandemie samt der Millionen Menschen, die vermehrt Zeit zuhause und vor dem Smartphone verbrachten, wirkte in diesem Zusammenhang noch als Katalysator – die Zahl der TikTok-User stieg rapide an. Instagram änderte als Reaktion auf den kometenhaften Aufstieg des Konkurrenten aus China kurzerhand sein Geschäftsmodell hin zur Videoplattform und konterte mit Reels, YouTube erweiterte sein Universum erfolgreich um Shorts. Auf allen drei Plattformen ist seitdem eine Viralität möglich, die es in dieser Art zuvor lange nicht gab. Vor allem die starke Performance der Shorts ist dabei durchaus überraschend: Reels werden mittlerweile outperformt, und selbst im Vergleich mit TikTok kann YouTube partiell größere organische Reichweiten vorweisen, wie das Beispiel von Wagner Pizza zeigt. Brands und Agenturen sollten und werden also immer weniger in Plattformen als im Format "9:16" denken.

Meine Vorhersage ist dennoch: TikTok wird auch 2022 Platzhirsch innerhalb der GenZ bleiben, weil es mehr als jede andere Plattform den Zeitgeist und die Trends prägt. Und dennoch bleibt TikTok das Symptom einer strukturellen Entwicklung: Das Format "9:16" wird 2022 in der GenZ dominieren. Für Brands und Agenturen heißt es deshalb, größer zu denken, sich nicht lediglich auf TikTok zu fokussieren, sondern das gesamte Format im Auge zu haben. Content Recycling heißt hier das Zauberwort, denn statt auf einer Plattform zu punkten, kann der Content nun gleich doppelt wiederverwertet werden. So bietet sich overall eine Reichweite, der selbst große Brands, die TikTok bisher eher die kalte Schulter zeigten, langfristig nicht widerstehen werden. Oder anders formuliert: Wer 2022 keinen guten 9:16-Content erstellt, wird langfristig Marktanteile in der GenZ verlieren.“

Corporate Influencer und B2B Influencer Marketing

Der Trend zur Personal Brand, dem Individuum als Creator, wird sich 2022 noch stärker auf den Bereich B2B ausdehnen. Bereits seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Corporate Influencer Programme. Bei Social DNA, durften wir 2021 hier so viele Projekte wie nie zuvor begleiten. Wir erreichen mit Corporate Influencer Programmen nicht nur eine sehr hohe Reichweite innerhalb der spezifischen Zielgruppen mit einer hohen Glaubwürdigkeit, sondern stärken zusätzlich auch die Verbindung von MitarbeiterInnen und Unternehmen, indem wir deren Social Media Potential entfalten und sie besser über das Unternehmen informieren. Daher gehen wir 2022 von einem weiteren Anstieg dieser Programme aus. Interessant ist auch die zunehmende Nutzung von Influencer Marketing Praktiken im B2B. Immer häufiger haben 2021 Personen auf LinkedIn Werbung für B2B-Produkte gemacht, wie bspw. dieser Post von Frank Thelen, der als B2B-Influencer auf LinkedIn mittlerweile schon fast eine halbe Millionen Follower hat. Wir prognostizieren für 2022 eine starke Zunahme von B2B-Influencer-Engagement.

Social Media Trend #3 - Social Advertising & Social Commerce (Inklusive Gastbeitrag Florian Litterst Gründer & CEO Adsventure)

Viele Werbetreibende hatten es 2021 nicht leicht. Das iOS 14 Update von Apple führte zu einem gehörigen Knall in der Social Advertising Welt. Mit einem Schlag konnten die Daten fast aller iPhone NutzerInnen nur noch sehr begrenzt für Werbekampagnen genutzt werden. Das sorgte vor allem bei Facebook Ads zu Einschränkungen im Bereich Targeting, Retargeting, Tracking und Reporting.

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Trotz einiger technischer Anpassungen in den Ad Managern müssen sich Marketer mit einigen dieser Einschränkungen wohl langfristig arrangieren. Ein Social Media Trend, der sich 2021 abgezeichnet hat, war es beispielsweise, mehr auf die Optimierungsfähigkeit des Ad Manager-Algorithmus zu vertrauen und einen sehr offenen Targeting-Ansatz zu verfolgen. So war einer der häufigsten Sätze auf der AllFacebook Conference 2021 in Bezug auf Targeting „Go Broad or Go Home“. Ein weiteres Ziel von Meta ist es, den Kaufprozess für Produkte direkt in die eigenen Apps zu verlagern. Je mehr Kaufsignale und Käufe unmittelbar auf Facebook und Instagram stattfinden, desto mehr Daten können verwertet werden. Daher ist davon auszugehen, dass wir 2022 Weiterentwicklungen im Bereich Social Commerce sehen werden, seien es Facebook und Instagram Shops oder Live-Shopping-Experiences.

Neben Facebook haben sich auch andere Social Media Werbeanzeigenmanager entwickelt. Mit TikTok Ads können Marketer derzeit auf sehr günstige CPMs zugreifen und der TikTok Ad Manager entwickelt sich sehr dynamisch. Falls noch nicht geplant, sollten Advertiser 2022 weitere Ad Manager neben Facebook/ Instagram testen. Auch mit Pinterest konnten wir 2021 einige starke Kampagnen umsetzen, die kompetitiv günstiger waren als auf Facebook/ Instagram.

In Zeiten des erschwerten Trackings der NutzerInnen sitzt LinkedIn auf einem wahren Goldschatz an Daten: den gut gepflegten und voll ausgefüllten Profildaten der NutzerInnen. Im Gegensatz zu allen anderen großen Social Media Plattformen kann LinkedIn hier auf die Angaben der NutzerInnen größtenteils vertrauen. Wer will sich schon von seinem alten oder neuen Arbeitgeber vorwerfen lassen im Online-Lebenslauf geschwindelt zu haben? Im B2B Marketing, aber auch im B2C Segment mit höheren Produkt- oder Service-Preisen ist LinkedIn 2022 daher trotz seiner hohen Preise ein absolutes Must-Have im Advertising Mix.

Worauf es sonst noch im Social Advertising 2022 ankommt, erklärt euch jetzt in einem kleinen Gastbeitrag unser guter Agenturfreund Florian Litterst, Gründer & CEO von Adsventure, Performance Marketing Agentur und einer der besten Blogs zum Thema Social Advertising in Deutschland:

„AR, VR, Metaverse und noch so ein paar spannende Ausblicke in die Zukunft hat das Jahr 2021 mit sich gebracht. Doch unabhängig von der Plattform (egal ob in Stories oder im Metaverse) hat uns 2021 gezeigt, dass insbesondere die Fundamentals entscheidend sind und auch in Zukunft (ja, auch im Metaverse) den Unterschied machen werden. Der durch das iOS Update verursachte Datenverlust war hier nur der Anfang. Vorbei sind die Zeiten des Micro(Re-)-Targetings. Wer 2022 auf Social Media (oder im Metaverse?) erfolgreich sein will, muss Marketing Fundamentals mit den Besonderheiten der Content Vielfalt auf Social Media zusammenbringen können. Als Content Format wird sich 2022 Shortform Video, egal ob bei TikTok oder Reels, weiter durchsetzen. Die kreativen Kurzvideos mit schnellen Schnitten und kreativen Transitions haben - sofern sinnvoll mit den Marketing Fundamentals kombiniert - unglaubliches Potenzial für Werbetreibende. Hier gibt es eine Menge "untapped potential" und "underpriced awareness". Werbetreibende, welche dieses Format 2022 auf dem Schirm haben, werden einen deutlichen Vorsprung gegenüber den MitbewerberInnen haben.“

Social Media Trend #4 - Metaverse - Einstige in eine parallele Realität?

Der Begriff Metaverse oder Metauniversum ist in aller Munde, spätestens seit Mark Zuckerberg Ende Oktober 2021 sein Unternehmen Facebook in Meta umbenannt hat. Damit setzt er ein klares Zeichen dafür, dass er die Vision eines Metaverse, also einer virtuellen Parallelwelt, nicht nur verfolgt, sondern mit aller Kraft umsetzen will. Neben Facebook arbeiten übrigens auch Microsoft, Epic Games, Alibaba und weitere Player am Metaverse.

Die Vorstellung ist nicht neu, denn die Idee einer virtuellen Welt kennen wir bereits aus Hollywood-Filmen wie "Ready Player One" oder Spielen wie Second Life. Doch das Metaverse soll viel mehr sein als eine Spieleplattform. Es soll das reale Leben auf der Welt virtuell erweitern.

Wie kann man sich das genau vorstellen? Das Metaverse soll ein gemeinsamer, virtueller Raum sein, der grenzenlos und somit plattformunabhängig fortwährend existiert. Es spiegelt die reale Welt digital und überwindet dabei die von der physischen Welt gesetzten Grenzen. Ziel ist es langfristig gesehen, dass eine Verschmelzung von Metaverse und realer Welt stattfindet und so keine Trennung mehr zwischen analoger Realität und deren künstlicher, digitaler Erweiterung vorgenommen wird.

Was wird möglich sein? (Theoretisch) Alles! Dank der neusten Technologien wie VR, AR, KI in Verbindung mit Blockchain-Technologie sollen Menschen mittels eines Avatars in dem sogenannten „verkörperten Internet“ nicht nur Dinge anschauen können, sondern sie hautnah erleben (und kaufen 😉). Sie können Sport machen, sich mit Freunden treffen, Meetings abhalten, Partys feiern oder gemeinsam Ideen entwickeln - und das komplett standortunabhängig.

https://www.youtube.com/watch?v=afdnbXXbBTg

Diese Welt wird eine eigene Ordnung und Regeln besitzen, die unter anderem die Sicherheit und das Private betreffen – so zumindest der Plan. Und eine eigene Wirtschaft, die Konzernen und somit auch Marketern eine ganz neue Option der Kundenansprache bietet. Hier verbirgt sich einiges an Potential: So können im Metaverse mittels Kryptowährung oder realem Geld virtuelle Güter eingekauft werden – beispielsweise Kleidung für den Avatar, Einrichtung für den privaten Raum und so weiter.

Unternehmen und ihre Marketer müssen daher weiterdenken, hin zu 3D Marketing, sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen und überlegen, wie sie mit ihren Produkten im virtuellen Raum partizipieren können. Je mehr Menschen ihren Alltag im Metaverse verbringen, desto interessanter wird es für Unternehmen und Marken, dort präsent zu sein. Denn schafft es eine Marke Vertrauen aufzubauen, wird sie in beiden Welten – real und virtuell – funktionieren. Auch im Metaverse wird es Bedarf (von anderen Firmen) an bestimmten Produkten geben.

Das Thema Metaverse wird die nächsten Jahre Dauerthema werden und zunehmend Raum in Marketingvisionen einnehmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie schnell und wie groß die Vision umgesetzt wird.

Social Media Trend #5 - Digital Detox & Social Media Achtsamkeit

Spätestens seit dem Netflix Film „Social Dilemma“ aus dem Jahr 2020 werden die möglichen negativen Auswirkungen von Social Media, insbesondere in Bezug auf die mentale Gesundheit, immer wieder thematisiert. Einige aktuelle Studien legen sogar nahe, dass eine intensive Nutzung die Entwicklung von Depressionen begünstigen kann.

Die Folge: immer mehr NutzerInnen sehnen sich nach einem „Digital Detox“. Gerade in der Gruppe der unter 40-jährigen, in der die Internetnutzung besonders hoch ist, ist der Wunsch weniger Zeit auf Social Media zu verbringen besonders groß (30 Prozent).

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich die möglichen negativen Auswirkungen bewusst zu machen und gleichzeitig wertstiftende und achtsame Taktiken zur Nutzung von Social Media zu definieren. Nur wer Inhalte mit tatsächlichem Mehrwert teilt und die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe in den Mittelpunkt stellt, wird weiterhin gesehen werden.

Manche Unternehmen gehen sogar so weit, sich aus der Social Media Welt komplett zurückzuziehen, darunter auch die Kosmetikmarke Lush. Das Unternehmen sei besorgt darüber, welche Schäden soziale Medien bei Jugendlichen anrichten können. „Ich bin nicht bereit, meine KundInnen diesem Schaden auszusetzen. Also raus damit”, betont Geschäftsführer Mark Constantine. Allerdings ist es deshalb umso wichtiger, dass ein Unternehmen wertschöpfende Inhalte produziert und sich im Vorfeld die Frage stellt: Welchen Content veröffentliche ich als Unternehmen und wie spreche ich beispielsweise sensible Themen an? Was bedeutet Achtsamkeit für Unternehmen?

Das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit Social Media gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen. Der Wertschöpfungsaspekt innerhalb von sozialen Netzwerken spielt beim Produzieren von Content eine entscheidende Rolle für einen achtsamen Umgang auf Social Media und findet auch im Community Management seinen Platz. Hier gilt es, den richtigen Ton zur richtigen Zeit zu treffen, um mit der eigenen Zielgruppe auf Augenhöhe zu sein. Darüber hinaus sehen es Social Media NutzerInnen gerne, wenn nicht nur Personen des öffentlichen Lebens sondern auch Unternehmen ihre „unperfekte“ Seite auf Facebook, Instagram & Co. zeigen. Das kann von persönlichen Stories über Misserfolge bis hin zu den eigenen Schwächen reichen. Unternehmen, die sich authentisch nach außen präsentieren und über ihre „Macken“ auch mal lachen können, sind den anderen einen Schritt voraus.

Social Media Trend #6 - Corporate Social Responsibility: Haltung zeigen

Im Social Media Trends Artikel 2019 sprachen wir über die Wichtigkeit des digitalen Vertrauensaufbaus mit Blick auf die Kritik an Facebook, aber auch großen Unternehmen und Marken. Im Social Media Trends Artikel 2020 ging es dann wieder um das Thema „Ethical Marketing: Purpose, Transparenz oder “Greenwashing“?“. Und auch für die Social Media Trends 2022 werden wir nicht müde, diesen gesellschaftlichen Megatrend zu betonen.

Unternehmen haben in ihrer Gesamtheit einen großen Einfluss auf die Gesellschaft. Insbesondere bei gesellschaftsrelevanten Themen wie Klima und Nachhaltigkeit, Rassismus und Vielfalt sowie Inklusion. In der Praxis handelt es sich dabei beispielsweise um Maßnahmen, wie die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, Begrenzung von Müll- und Produktionsabfällen und einem nachhaltigen Umgang mit Produktionsstoffen, sowie der Förderung von Vielfalt und dem Erhalt der (mentalen) Mitarbeitergesundheit.

Es wird jedes Jahr wichtiger als Unternehmen darauf zu achten, was für ihr Publikum am wichtigsten ist und dementsprechend zu handeln. Die Social Media Community ist mittlerweile deutlich strenger geworden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie eine klare Meinung zu relevanten Themen haben sollten und hier darauf achten sollten, nicht oberflächlich zu agieren. Denn Unternehmen werden für ihre Haltung von den NutzerInnen regelmäßig in die Pflicht genommen oder andernfalls abgestraft.

2022 wird es wichtig sein, soziale Themen, wie Inklusion und Nachhaltigkeit in die eigene Kommunikationsstrategie und den eigenen Content Marketing Mix miteinzubeziehen. Anstatt nur darüber zu reden und geschickt populäre Meinungen zu übernehmen, sollten Unternehmen diese Werte nach innen und außen vertreten und nachvollziehbar umsetzen.

Insbesondere für das immer relevanter werdende Influencer Marketing gilt: Die zur Kooperation ausgewählten Influencers/ Creators, sollten stets authentisch und konsistent wirken und ähnliche Werte vertreten, wie das eigene Unternehmen. Aber auch in den eigenen Reihen im Unternehmen, nämlich bei den Corporate Influencern wird Haltung zu zeigen in den kommenden Jahren deutlich an Wichtigkeit gewinnen. Der Trend geht dahin, dass bei vielen Marken, die um die Aufmerksamkeit der NutzerInnen konkurrieren, diejenigen gewinnen werden, die sich frühzeitig von der Masse abheben und eine enge Verbindung zu den Werten ihrer Zielgruppe herstellen.

Social Media Trend #7 - Social Audio (Inklusive Gastbeitrag Nicolaj Gruzdov und Peter Mestel, Social Audio Experten)

Nicolaj und Peter haben uns und viele anderen auf der AllFacebook.de-Marketing Conference im Oktober 2022 mit Ihrem Vortrag „HEAR ME SPEAK! Audio Rooms als Social Media-Kanal“ so begeistert, dass wir sie um einen Gastbeitrag zu dem Thema gebeten habe:

Bild Twitter Spaces - Social DNA Trendartikel 2022„Es ist 2022 und jemand spricht noch von “Social Audio”? Dabei ist Clubhouse doch schon lange tot – aber trotzdem ist Audio inzwischen ein Treiber vieler Social Media Plattformen.

Twitter Spaces ist dabei Clubhouse am ähnlichsten, nutzt aber das etablierte Netzwerk der Plattform und bereichert es um ein Live-Feature mit echtem Mehrwert. Damit ist auch “Live-Audio” komplett demokratisiert – Jede:r Nutzer:in kann also einfach mit dem Smartphone seinen Audio-Feed starten und mit anderen in Echtzeit sprechen und diskutieren. Diese Art der Kommunikation findet sich inzwischen auch in Nischen-Tools wie Discord (Discord Stages) oder dem professionellen Kollaborations-Tool Slack (Slack Huddles) wieder – LinkedIn Live Audio Events wird in diesem Jahr folgen.

Der Start solcher Audio-Rooms ist vermeintlich einfach – Smartphone an und lossprechen. Eine inhaltliche Formatierung, ähnlich wie bei Podcast-Produktionen oder Radiosendungen üblich, sorgt aber für eine bessere Qualität der Inhalte. Diese Professionalität sollte sich auch im technischen Setup widerspiegeln – ein ordentliches Mikrofon und ein Audio-Interface, das die Sprachqualität verbessert, bieten einen echten Mehrwert für das Publikum und ermöglichen auch das Mitschneiden der Inhalte für eine spätere Produktion – z.B. als Podcast oder in anderen Audio-Format.

 

TikTok und Instagram Reels – Marken mit miesem Sound!

Im reichweitenstarken Instagram-Reels-Format hat Musik inzwischen die Funktion von Hashtags übernommen und sorgt dort für das Community-Building unterschiedlichster Creators auf Basis aktuell trendender Songs – eine Funktion, die offensichtlich komplett von TikTok adaptiert wurde.

Für Marken bringt es das Probleme mit sich: Musik als natives Plattform-Feature ist für die meisten Brands aus Gründen des Lizenzrechts nur sehr eingeschränkt verwendbar – von der Reichweite der Sounds profitieren also erstmal nur Creators.

Um wenigstens qualitativ aufzuschließen, müssen Marken sich anstrengen: Während die Produktion von Bewegtbild im Hochformat inzwischen zum Standard gehört, steckt das Thema “Media-Buying” aka Musiklizenzierung noch in den Kinderschuhen. Also bestechen die meisten Marken mit langweiliger “freier Musik” oder publishen ihre aufwändig produzierten Inhalte gleich komplett ohne Sound. Hier wird in diesem Jahr viel passieren – Marken mit Media-Produktion in den klassischen Bewegtbildmedien wie TV sind hier (noch) im Vorteil.

Sound On wird zum Standard

Die wachsende Nutzung von TikTok und Instagram Reels bedeutet, dass die Zahl der Nutzer:innen steigt, die Inhalte “Sound-On” konsumieren. Dieses Phänomen schlägt sich in der gesamten digitalen Kommunikation nieder – Wer liebt nicht 10-minütige WhatsApp Sprachnachricht in der Kindergarten-Eltern-Gruppe… Für viele Nutzer:innen ist dieses Format aber ein zentrales Element der täglichen Kommunikation mit Familie und Freunden.

Die Messenger-Kommunikation wird auch für Marken immer wichtiger und das Audio-Feature kann hier einen echten Mehrwert bieten. Für Nutzer:innen ist es oft einfacher ein Problem oder eine Anfrage kurz “einzusprechen”, als schriftlich zu formulieren. Hier muss das Community-Management auf der anderen Seite befähigt werden, damit zu arbeiten und ggf. auch angemessen zu antworten."

Social Media Plattformen 2022

Social DNA Kanalmatrix

Die Social DNA Kanalmatrix ist inspiriert durch die BCG-Matrix, ein Instrument der strategischen Analyse, Bewertung und Planung von Geschäftseinheiten, wie Business Units, Produkten oder Dienstleistungen. Wir ordnen die wichtigsten Social Media Plattformen nach Userzahlen und Wachstum in die vier Kategorien Specialists (Vergleichsweise wenig NutzerInnen und geringes Wachstum), Rising Stars (Vergleichsweise wenig NutzerInnen aber hohes Wachstum), Elephants (Viele NutzerInnen aber geringes Wachstum) und Heroes (Viele NutzerInnen und hohes Wachstum) ein. Gerne lassen wir euch auf Anfrage auch noch die für den deutschen Markt angepasste Variante zukommen.

Social-DNA-Kanalmatrix-2022-Transparent
Social DNA Kanalmatrix 2022 – Social Media Plattformen nach Wachstums- und Nutzerzahlen

Social Media Nutzerzahlen, Wachstum und Fakten

Facebook

  • NutzerInnen weltweit: 2,9 Milliarden Monthly Active Users (MAUs) (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 23.000.000 - 27.100.000 erreichbare FB NutzerInnen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
  • NutzerInnenwachstum: 6 % bei den täglich aktiven NutzerInnen (Quelle).
  • Die Family of Apps (Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp) hat 3,58 Milliarden MAUs.
  • Facebook ist global weiterhin sehr relevant. In Deutschland sollte Facebook in der Regel in Kombination mit einer weiteren Plattform wie TikTok, Instagram oder LinkedIn verwendet werden, um auch die jüngeren Zielgruppen zu erreichen bzw. eine höhere Qualität der Leads durch einen weiteren Targetingansatz zu erzielen.

Fun Facts:

  • Der Konzern „Facebook“ hat sich in „Meta“ umbenannt. Die Social Media Plattform Facebook behält ihren Namen.
  • Der „Like“-Button auf Facebook sollte ursprünglich „Awesome“-Button heißen.
  • Facebook ist deshalb in Blau gehalten, weil Gründer Mark Zuckerberg unter einer Rot-Grün-Sehschwäche leidet (Quelle).

YouTube

  • NutzerInnen weltweit: 2,3 Milliarden MAUs (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 49 Millionen Unique Visitors* (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: Etwa 15 % (Vgl. Social Media Trend Artikel 2021).
  • YouTube orientiert sich weiter Richtung Social: 2021 hat YouTube, wie Instagram mit „Reels“, ein durch TikTok inspiriertes Format namens YouTube Shorts eingeführt. TikTok ist einer der großen neuen Konkurrenten für YouTube.
  • Wie Facebook ist aber auch YouTube 2022 ein wesentlicher Kanal für Social Advertising und zusätzlich für die Distribution von (Video)-Content.

 Fun Facts:

  • Die tägliche Wiedergabedauer von YouTube Videos liegt bei über 1 Mrd. Stunden (Quelle).
  • YouTube wurde 2005 von drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern gegründet.
  • Am 23. April 2005 wurde zum ersten Mal ein Video auf YouTube hochgeladen, das einen der Gründer in einem Zoo zeigte.
  • Die Plattform hat die Fähigkeit, ein Publikum in 80 verschiedenen Sprachen zu erreichen (Quelle).

*Die Zahl der monatlich aktiven NutzerInnen wird für Deutschland leider nicht angegeben.

Instagram

  • NutzerInnen weltweit: 1,1 Milliarden MAUs - letzte Offizielle Zahl aus 2018 (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 25.600.000 - 30.200.000 erreichbare Insta NutzerInnen im Ad Manager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – und damit mehr als Facebook + FB Messenger + FB Audience Network.
  • NutzerInnenwachstum: Instagram gibt keine Zahlen zum Wachstum heraus, scheint aber zumindest in West-Europa um 17 % gewachsen zu sein und damit deutlich stärker als erwartet (Quelle).
  • Instagram wird sich 2022 weiter auf Social Commerce stürzen und versuchen gegenüber Snapchat und TikTok im Bereich AR/ VR Experiences Boden gut zu machen.
  • Auf seinem Twitter Kanal teilt Head of Instagram Adam Mosseri (@mosseri) regelmäßig kurze Videos über die kommenden Updates von Instagram.

Funfacts:

  • Das erste «Selfie from Space» landete am 7. April 2014 auf Instagram. Aufgenommen und gepostet wurde es vom amerikanischen Astronauten Steven Swanson auf der Raumstation ISS (Quelle).
  • Und Pizza ist nach Sushi und Steak das beliebteste Instagrammed-Essen (Quelle).

TikTok

  • NutzerInnen weltweit: 1 Milliarde MAUs (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 15 Millionen (laut Anzeigenmanager), maximale Reichweite bei 17 Millionen.
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: ca. 45 % (Quelle).
  • Sollte die Zahl von 1 Mrd. stimmen, hätte TikTok diese NutzerInnenzahl bisher am schnellsten erreicht in der Geschichte von Social Media (2 Jahre). WhatsApp, Facebook und Instagram haben deutlich länger als 5 Jahre dafür gebraucht.
  • Viele Songs, die wir in den Charts hören, sind ursprünglich über TikTok bekannt geworden. Der US-Rapper Lil Nas X führt seinen Nummer 1 Erfolg „Old Town Road“ auf die Verbreitung durch TikTok zurück.
  • TikTok ist eine chinesische App des in Peking ansässigen Unternehmens ByteDance. ByteDance gilt momentan als das wertvollste Startup der Welt. TikTok heißt in China „douyin“ und funktioniert unabhängig vom westlichen Klon (Quelle).

LinkedIn

  • NutzerInnen weltweit: 800 Millionen (Quelle).
  • NutzerInnen DACH: 17 Millionen (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: 19 % (Quelle).
  • Microsoft hat sein Karrierenetzwerk LinkedIn 2021 in China geschlossen. Als Gründe dafür gibt der Konzern das “herausfordernde Betriebsumfeld” und die strengen Richtlinien im Land an (Quelle).
  • Jede Minute werden über LinkedIn vier Menschen eingestellt und pro Sekunde rund 77 Bewerbungen eingereicht (Quelle).
  • Die LinkedIn NutzerInnen gelten als überdurchschnittlich gebildet und einkommensstark.

Pinterest

  • NutzerInnen weltweit: 454 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 15 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: 1 % (Quelle).
  • Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, mit der NutzerInnen Ideen suchen und auf ihren Pinnwänden merken („pinnen“) können.
  •  85 % der aktiven NutzerInnen haben über Pinterest eine Marke oder ein Produkt entdeckt und geben an, dass Pinterest bei einem neuen DIY Projekt die erste Anlaufstelle ist (Quelle).

Snapchat

  • NutzerInnen weltweit: 293 Millionen Daily Active Users (DAUs)* (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 13 Millionen DAUs (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: 23 % (Quelle).
  • 2013 wollte Facebook Snapchat für 3 Milliarden USD übernehmen, doch der Gründer und CEO Evan Spiegel lehnte ab. Derzeit liegt der Börsenwert von Snap Inc. bei 70 Mrd. USD.
  • Gründer Evan Spiegel hatte die Idee für die App an einem Abend mit seinen Freunden Bobby Murphy und Frank Brown. Brown versendete ein Bild und bereute es kurz darauf, also warum keine App die Fotos und Videos nach gewisser Zeit verschwinden lässt? (Quelle).
  • Das Logo der App ist ein kleiner Geist namens Ghostface Chillah. Benannt nach dem Rapper „Ghostface Killah“ von der Hip-Hop Crew Wu Tang Clan.

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

Twitter

  • NutzerInnen weltweit: 206 Millionen DAUs* (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 12 Millionen DAUs* (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: 11 % (Quelle).
  • Ende 2021 gab Jack der Mitgründer Jack Dorsey seinen Rücktritt als CEO von Twitter mit sofortiger Wirkung bekannt, sein Nachfolger werde der vormalige CTO des Unternehmens, Parag Agrawal
  • Twitter hat seit Anfang des Jahres eine Social Audio Clubhouse-ähnliche Funktion in seine App integriert.

Fun Facts:

  • Eigentlich war Twitter zur internen Mitarbeiterkommunikation für die Podcasting-Firma Odeo entwickelt worden – angeblich innerhalb von gerade einmal zwei Wochen.
  • Jack Dorsey setzte am 21. März 2006 den ersten Tweet ab, der die Geburtsstunde der Plattform markiert. "Just setting up my twttr", schrieb er damals - zu Deutsch: "Richte gerade mein twttr ein". Dieser Tweet wird aktuell als Non-fungible Token (NTF), eine Art Kryptowährung, versteigert. Das höchste Gebot liegt derzeit bei 2,5 Millionen US-Dollar (Quelle).

*Es werden nur Daily Active Users, nicht Monthly Active Users (MAUs) angegeben. Die Zahl der MAUs ist grob geschätzt ca. 50 % höher.

Reddit

  • NutzerInnen weltweit: 430 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: ca. 13 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum: 2019 ist Reddit angeblich um 30 % gewachsen. Neuere Daten liegen nicht vor (Quelle).
  • Reddit besteht nicht aus einer großen Community, sondern aus vielen kleinen: Diese nennen sich Subreddits. Die Beiträge der NutzerInnen können hoch- oder runter-gevotet werden. Unter den Beiträgen findet die Diskussion dann hauptsächlich in den Kommentaren statt.
  • Der Reddit-Thread Wallstreetbets erregte Anfang 2021 weltweit Aufsehen durch seine Rolle beim Anstieg der GameStop-Aktie. Reddit NutzerInnen haben sich verabredet und den großen Investoren bei ihren Aktien-Short-Wetten ordentlich in die Suppe gespuckt.
  • Reddit plant 2022 den Börsengang.

Discord

  • NutzerInnen weltweit: 150 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 3,5 Millionen MAUs (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum: Discord selbst schätzt, dass es 2021 um 75 % auf 250 Millionen MAUs wachsen wird (Quelle).
  • Discord ist ein Hybrid aus MS Teams + Facebook Groups + Clubhouse on Steroids und kann dadurch sowohl für die Unternehmenskommunikation, private Gruppen und exklusives Entertainment fungieren.
  • Discord ist neben der Gamer Community auch sehr beliebt in der Metaverse/ Web 3.0 Community.
  • Im Bereich „Datenschutz“ gibt es Kritikpunkte. Die Server stehen in Kalifornien. Discord hat Zugriff auf alle Nachrichten der NutzerInnen und kann Informationen daraus nach eigenem Ermessen zu verkäuflichen Daten verarbeiten.

Twitch

  • NutzerInnen weltweit: 140 Millionen Unique Visitors im Monat* (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: ca. 4 Millionen Unique User* (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: Ca. 20 % (Quelle).
  • Twitch ist ein Livestreamingvideoportal, das vorrangig zur Übertragung von Videospielen und nun auch immer häufiger für Musik, Sport oder sonstige Events genutzt wird.
  • Etwa 81,5% der Twitch NutzerInnen sind männlich und mehr als 50 % sind zwischen 18-34 Jahren alt (Quelle).
  • 2014 übernahm Amazon Twitch für 970 Millionen Dollar. Twitch macht mittlerweile einen Umsatz von schätzungsweise 2,3 Mrd USD (Quelle).

*Leider gibt es keine Daten zu MAUs oder DAUs, sondern lediglich Unique Visitors im Monat.

Xing

  • NutzerInnen weltweit (DACH): 20 Millionen UserInnen* (Quelle).
  • NutzerInnen Deutschland: 17 Millionen UserInnen* (Quelle).
  • NutzerInnenwachstum im letzten Jahr: Etwa 10 % (Vgl. Social Media Trend Artikel 2021).
  • Xing ist ein soziales Netzwerk für berufliches Netzwerken und wurde bereite 2003 unter dem Namen Open BC gegründet.
  • LinkedIn hat die gleiche Zielgruppe und Positionierung wie XING. Durch die globale Ausrichtung, die größeren Ressourcen von Microsoft und den damit einhergehenden „Winner takes it all-Effekt“ verliert Xing immer weiter an Relevanz gegenüber LinkedIn.

*Xing gibt keine MAUs oder DAUs an, lediglich die Anzahl der UserInnen ohne Angaben zu deren Aktivität.

Strategische Handlungsempfehlungen Social Media Marketing 2022

  1. Arbeitet an eurer Fähigkeit „Short Vertical Video Content“ zu produzieren. Entweder durch die Hinzunahme von Influencers/ Creators, Agenturen, oder den Aufbau eigener Ressourcen und Corporate Influencers.
  2. Erhöht die Frequenz eures Content-Outputs: Wenn wir eines vom Erfolg der Influencers/ Creators lernen können, dann dass Frequenz und Konsistenz entscheidend für den erfolgreichen Community-Aufbau sind.
  3. Social Personal Brands sind effektiver denn je: Baut externe Beziehungen zu Influencern und Creatorn auf und erzieht eure Top-Performer zu internen Corporate Influencers.
  4. Community Management erlebt eine Renaissance: Marketers werden für ihre lustigen Kommentare unter viralen Postings gefeiert. Influencers beantworten jede kleine Nachricht ihrer hunderttausenden Fans. 2022 heißt es also endlich für alle Unternehmensprofile: Werdet aktiv und interagiert mit eurer Community.
  5. Social Advertising wird über viele Jahre weiterhin der Driver für Business Relevanz bleiben. Hier sollte jedes Unternehmen auf dem Laufenden bleiben, weiter expandieren und auch über Alternativen zu Facebook/ Instagram nachdenken. Experimentiert mit Social Commerce und Live-Formaten.
  6. Zeigt Haltung und setzt euch für gesellschaftlich relevante Themen ein. Seid hierbei authentisch, ehrlich und transparent. Die Community auf Social Media hat euch im Blick und wird früher oder später Widersprüche entdecken. Auch provokative Haltungen können eingenommen werden. Eurer Reichweite wird das nicht schaden (aber vielleicht eurem Karma 😉).
  7. Wie immer gilt: Lieber weniger Plattformen exzellent, als mehrere mittelmäßig bespielen.

Weitere Social Media ExpertInnenstimmen

Wie jedes Jahr, haben wir auf unseren Kanälen auch wieder unser Netzwerk, um ihre Meinung zu den Social Media Trends gebeten. Herausgekommen sind mehr als 20 weitere wertvolle Einschätzungen (und einiger Quatsch 😉) zu den Social Media Trends 2022 von einigen der bekanntesten Social Media ExpertInnen in Deutschland:

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.