Social Media Trends 2021

Social Media Trends 2021 – Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

Was hatte die Branche für hohe Ziele. Im letzten Jahr prognostizierten wir in unserem Artikel zu den Social Media Trends 2020 „Digitalen Vertrauensaufbau und mehr Purpose in Social Media Aktivitäten“ sowie die Verbindung von „Brand und Performance Marketing“. Und dann kam Corona. Der nervigste Trend 2020. Niemand hat sich diesen gewünscht und die Auswirkungen auf Mensch und Wirtschaft sind schwerwiegend. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zu disziplinieren, positiv zu bleiben und das Beste aus dieser belastenden Situation zu machen. Corona ist ein global geteilter Erfahrungsraum und damit hat es auch etwas Verbindendes. Die Umwelt erhält eine wichtige Verschnaufpause. Für die Digitalisierung sowie Online und Social Media Marketing wirkt Corona wie ein Brandbeschleuniger:

Unternehmen stießen mehr digitale Transformationsprozesse an und entwickelten mehr Social Media Strategien denn je. Ein Grund: Ausgefallene Messen und sonstige Marketing-Events. Ein weiterer: Die “Zielgruppe” hat mehr Zeit sich in den sozialen Medien aufzuhalten (Trend #1 - Corona und Social Media), eigene Inhalte zu „createn“ (Trend #3 – Influencer & Creator Economy) und online einzukaufen. Der größte Profiteur aus Plattformsicht war hierbei TikTok (Trend #2 – TikTok: die nächste Social Media Evolutionsstufe?). Doch nicht nur TikTok konnte profitieren. Social Media ist allgemein enorm gewachsen (Trend #6 – „Nischen“-Netzwerke/ Heterogenisierung) und die Plattformen haben sich weiterentwickelt (Trend #4 – Social Media Commerce, Events & Live Shopping und Trend #5 - And the “Story” continues). Was man bei allen Trends jedoch nicht vergessen darf: Viele Unternehmen stehen immer noch ganz am Anfang ihrer Social Media Marketing Reise und sollten zunächst einmal die Basics beachten (Trend #0 – Trend Bashing a.k.a. kümmert euch mehr um die Grundlagen!). Im Kapitel „Social Media Plattformen 2021“ haben wir neben den Trends auch die aktuellsten Zahlen der relevantesten Social Media Plattformen recherchiert und diese in die Social DNA Kanalmatrix eingeordnet.

Natürlich gab es 2020 auch noch weitere relevante Social Media Themen wie die Versuche einer Regulation durch die Politik und die Anstrengungen gegen Hassrede. In diesem Artikel konzentrieren wir uns aber auf die aktuell planbaren Themen, auf die Marketer einen Einfluss haben können. Neben den Analysen und Einschätzungen des gesamten Social DNA Teams, haben wir für diesen Artikel die Statements von über 30 der bekanntesten deutschen Social Media Expert:innen eingeholt und verarbeitet. Hier geht es zur spannenden Diskussion unter den Beiträgen:

 

Strategische Einflussfaktoren in Social Media 2021

Trend #0 – Trend Bashing a.k.a. kümmert euch um die Grundlagen!

In der Online und Social Media Marketing Expertenbubble häufen sich zurzeit Beiträge und Artikel mit dem Tenor: „Trend-Artikel sind out, kümmert euch mehr um die Basics.“ Woher kommt diese Meinung und ist sie berechtigt?

Was spricht gegen das Trend Bashing?

  • Eine pauschale Ablehnung von Trendanalysen verhindert die Auseinandersetzung mit den aktuellen Strömungen und Feinheiten des Social Media Marketings.
  • Trend Bashing ist negativ und realitätsverkürzend. Leider eine Tendenz, die in Social Media generell immer häufiger zu beobachten ist.

Was spricht für das Trend Bashing?

  • Es gibt eine Menge schlecht recherchierter, liebloser Trend Artikel, die das hohe Interesse an Trends für schnellen Traffic nutzen.
  • Social Media ist so heterogen geworden und entwickelt sich teils in gegensätzliche Richtungen, so dass es fast unmöglich geworden ist, übergeordnete Trends zu erkennen (Wir haben es hier dennoch versucht 😉).

Am wichtigsten: Zu viele Akteure rennen den nächsten Trends hinterher und schaffen es nicht einmal ansatzweise die Basics sauber abzubilden:

  • Welche textlichen Inhalte liefern einen Mehrwert?
  • Wie kann ich meine Grafiken und Videos Social Media gerecht aufbereiten?
  • Wie passe ich mich den jeweiligen Plattformen und deren Formaten an?
  • Wie betreibe ich effektives Social Advertising?
  • Wie funktionieren Corporate Influencer Programme und Social Selling auf Business Netzwerken ohne wie eine penetrante Werbeschleuder wahrgenommen zu werden?

Trend #1 Corona und Social Media

Dieses Jahr war im Hinblick auf die Corona-Pandemie in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. In Zeiten von Social Distancing wurden die unterschiedlichen Social Media Plattformen immer wichtiger für zwischenmenschliche Interaktionen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Nutzerzahlen auf den Social Media Plattformen stark gestiegen (alle Zahlen im Kapitel „Social Media Plattformen 2021”). Die Zahl der Menschen, die Social Media weltweit nutzen, ist Ende 2020 auf 4,14 Milliarden angewachsen. In den letzten 12 Monaten haben mehr als 450 Millionen Menschen begonnen Social Media erstmals zu nutzen. In Q3 2020 haben Hubspot und „We are Social“ den größten Nutzeranstieg gegenüber einem Vorquartal seit Beginn ihrer Erhebung im Jahr 2011 gemessen (Quelle).

Diese Entwicklung hat viele Unternehmen vor Herausforderungen gestellt, aber auch brachliegende Potentiale entfaltet. Wir haben in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg an Social Media Anfragen und Projekten feststellen können. Wer es sich leisten konnte, nutzte frei gewordene Ressourcen und investierte in die Weiterentwicklung der eigenen Social Media Strategie, oder schulte seine Vertriebsmitarbeiter im Umgang mit LinkedIn oder wagte gar den kompletten Neueinstieg in Social Media, um nur drei unserer „Corona-induzierten“ Cases 2020 zu nennen.

Trend #2 – TikTok: die nächste Social Media Evolutionsstufe?

Bereits im Social Media Trends Artikel 2020 haben wir TikTok als künftige Social Media Schlüsselplattform identifiziert. Keine Social Media Plattform konnte jemals so viele Nutzer in so kurzer Zeit akquirieren. Noch ist hier hauptsächlich eine sehr junge Zielgruppe anzutreffen, doch die ältere Generation zieht nach und strömt ebenfalls auf die Plattform. Doch was macht TikTok so erfolgreich? Der Algorithmus, der Newsfeed mit seinem Creator-Tool und natürlich die Creator selbst! Der Anspruch an einen TikTok Post ist wesentlich höher als beispielsweise an einen Facebook Post. Werden auf Facebook, Instagram, LinkedIn und Co. noch sehr häufig reine Links, Fotos und Texte verwendet, so setzt TikTok zu 99% auf selbst erstellten Videocontent durch die Nutzer. Die seit Jahren gepredigte Präferenz der Nutzer hin zu Bewegtbildinhalten kommt TikTok sehr zugute.

Instagram zieht bei diesem Trend mit. Es war die erste Social Media Plattform, die die Storyfunktion von Snapchat kopierte. Mittlerweile haben fast alle anderen Plattformen nachgezogen (sh. Trend #5 - And the “Story” continues). 2020 klonte Instagram nun mit der neuen Funktion „Reels“ das TikTok Creator Tool und den daraus resultierenden Newsfeed.

Instagram Reels

Auch die Monetarisierung hat TikTok dieses Jahr vorangetrieben und seinen Ad Manager in weiteren Ländern, darunter Deutschland, eingeführt. Wir beobachten hier sehr günstige CPM-Preise und auch mehr und mehr erfolgreiche Conversion-Kampagnen. Neben der Möglichkeit Social Advertising zu betreiben, bietet es sich für Unternehmen aber vor allem an, mit Creator-/ Influencer-Kooperationen zu arbeiten.

Für einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Creatorn folgt nun ein Gastbeitrag unseres Kooperationspartners Adils Sbai, der einige der erfolgreichsten Deutschen TikToker managed, darunter Younes Zarou mit über 20 Millionen Followern weltweit und Herr Anwalt mit knapp 3 Millionen Followern aus dem deutschsprachigen Raum, mit Influ Data eine der ersten TikTok Influencer Datenbanken aufgebaut hat und die TikTok Beratungsagentur „weCreate“ betreibt.

Zwangsläufig sind kleine, junge Unternehmen agiler als etablierte Player. Nicht die Großen fressen die kleinen, sondern die Schnellen überholen die Langsamen. Das gilt auch für Brands: Während viele Große sich noch fragen, ob und wie sie TikTok bespielen können (und die ersten Gehversuche von "Werbung" oft wegen der spezifischen Herausforderung des GenZ-Marketings scheitern), haben viele Startups TikTok im Sturm erobert - mit Cookie Bros. als Paradebeispiel. Auch die TikTok-Creator selbst sind aus dem Nichts globale Player geworden. Vor TikTok gab es nie zuvor Creator mit über 20 Millionen Followern, eine Marke, die Deutschlands größter TikToker Younes Zarou just erstmalig durchbrach. TikTok ist disruptiv in vielerlei Hinsicht: Schlechte Creator-Aktivierungen werden kaum ausgespielt, weil der Algorithmus jedem Content Piece individuell nach der Reaktion der Zielgruppe mehr oder kaum Reichweite schenkt. Der populärste Kommentar unter Werbevideos 2020? "Wir sagen Nein zu Werbung auf TikTok". Creator wie Herr Anwalt kriegen es hingegen hin, mit einem Werbevideo 2,5 Millionen organische Views zu generieren - ohne jegliches negatives Feedback. Unter Creatorn und Agenturen wird sich 2021 die Spreu von Weizen trennen. Es gab zig Unternehmen, die 2020 mit einer Hashtag-Challenge auf TikTok starteten, denen aber nach wie vor die Antwort fehlt, WIE sie den Kanal langfristig bespielen. Das Ergebnis: wenig bis gar kein Content, aber fünfstellige Followerzahlen. Das muss nicht per se falsch oder schlecht sein, sondern kann der erste Schritt sein, um Feedback von der Audience zu gewinnen. Ich bin jedoch gespannt, welche Antworten sich daraus ergeben und wie sich das alles 2021 organisch weiterentwickelt. Denn an Always-On Content führt an einer Plattform mit derart viralem Potential kein Weg vorbei.  Dass selbst Konzerne wie Mercedes-Benz zu den "Schnellen" gehörten, überrascht dann doch. Nicht nur waren sie eine der ersten Brands mit einer Hashtag-Challenge, sondern auch 2020 und trotz Corona konnten performante Events und Kooperationen umgesetzt werden und auch erste Influencer-Aktivierungen fanden statt. Auch Ahoj-Brause sorgte mit einem Hybrid aus Hashtag-Challenge und Kampagnen für Aufmerksamkeit. 2021 werden sie nun alle folgen: Nicht nur die anderen Automarken, sondern auch die Versicherungen, Banken und irgendwann auch wieder die Touristikunternehmen. Denn TikTok und TikTok-Marketing sind gekommen, um zu bleiben.“

Trend #3 – Influencer & Creator Economy

Influencer Marketing hat sich als Disziplin durchgesetzt und etabliert – Social Distancing ließ Social Media explodieren und verpasste auch Influencer-Marketing einen weiteren Schub. Der Einfluss von Influencern auf das Kaufverhalten der Verbraucher wächst deutlich und die Corona-Pandemie hat nochmals dazu beigetragen, dass sich die Aufmerksamkeit der Menschen auf soziale Netzwerke konzentriert. Diesen Trend haben auch schon einige Unternehmen erkannt. 2021 soll noch mehr in dem Bereich investiert werden. Laut einer Studie der Berater von Duff & Phelps geht fast die Hälfte der FCMG-Unternehmen davon aus, zwischen 31 und 50 Prozent des Marketingbudgets in Influencer Marketing zu stecken (Quelle). Es kommt also nochmal ordentlich Bewegung in die Branche und Influencer werden für Unternehmen eine noch größere Rolle spielen.

Influencer werden über die gängigen Social-Media-Kanäle wie Instagram, YouTube und TikTok hinaus präsenter und auch unabhängiger. Plattformen wie “OnlyFans” geben Influencern beispielsweise die Chance, unmittelbar von ihrer Reichweite finanziell zu profitieren, indem sie für Content und Interaktion mit ihren Followern Geld verlangen. Anders als etwa bei Kooperationen mit Unternehmen, werden sie hierbei nicht an vertraglich vereinbarten Erfolgskennzahlen gemessen oder müssen sich in ihrer Kreativität den Brand Guidelines großer Marken unterwerfen. Das gibt ihnen in vielerlei Hinsicht mehr Freiheit ihren Wert als Influencer direkter zu monetarisieren. Nun ist OnlyFans, mit seinen adult-only Inhalten, nicht für jeden Influencer die Plattform der Wahl, jedoch sollten Unternehmen sich darüber bewusst sein, dass sich immer mehr Plattformen den Influencern zuwenden und daran arbeiten Content Creation auf ihrer jeweiligen Plattform so lukrativ wie möglich für Influencer zu machen, was sie zur direkten Konkurrenz zur Zusammenarbeit mit Unternehmen macht.

Content Creation in Kooperation mit Influencern wird 2021 immer wichtiger für Unternehmen, da die Komplexität und der Umfang an kreativen Möglichkeiten parallel zum Anspruch der Nutzer bezüglich hochqualitativen Contents steigen. Das durchgehende Erstellen von Content in den neuesten Formaten stellt jetzt schon, insbesondere im B2B-Umfeld, viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Teils sind die Content Creation Tools der einzelnen Plattformen und der Trends dort so individuell, dass es für das Marketing eines Unternehmens kaum mehr möglich ist, Schritt zu halten. Hierbei kann die Zusammenarbeit mit Influencern und Creatorn helfen. Auch macht es für Unternehmen immer mehr Sinn eigene Influencer auszubilden. Stichwörter hierzu sind Employee Advocacy, Personal Brands und Corporate Influencer. Erste Initiativen und Programme in diesem Bereich wurden in verschiedensten Branchen bereits umgesetzt. Diese beschränkten sich bisher, zumindest im B2B-Umfeld, jedoch weitestgehend auf bereits etablierte Business Kanäle wie bspw. Twitter, XING oder LinkedIn.

Trend #4 – Social Media Commerce, Events & Live Shopping

„Social Commerce wird im kommenden Jahr weiter an Bedeutung gewinnen und die Art und Weise verändern, wie Marken und Kunden miteinander interagieren. Gerade durch das „Social” hat diese neue Art des Online-Handels dem herkömmlichen „Commerce” etwas voraus. Die Aktivierung der breiten Zielgruppe als Mikro-Influencer wird ein wesentlicher Aspekt des Shoppings der Zukunft, die über die klassische Katalogansicht der Produkte hinausgeht und zum Erlebnis wird. Hier bleibt es spannend zu beobachten, was die Plattformen an Innovationen entwickeln und welche Unternehmen sich schon jetzt als First Mover positionieren.“

- Jason Modemann, Gründer & CEO Mawave

Experten sind sich einig: Für die Zukunft des Social Commerce ist ein starkes Wachstum absehbar. Eine der Hauptgründe für dieses starke Wachstum ist die COVID-19-Pandemie. Menschen verbringen mehr Zeit zuhause und auch online. Lokale Ladengeschäfte müssen sich einschränken oder gar zeitweise schließen. Eine Sondersituation, die aussichtsreiche Rahmenbedingungen für Social Media und Einkauf schafft - ob als Inspiration oder direktes Shopping über die sozialen Netzwerke.

Facebook Shops: Online stores open on Facebook and Instagram - BBC News

Auf diese neuen Rahmenbedingungen setzen die sozialen Netzwerke und entwickeln fleißig E-Commerce-Funktionen, die es den Nutzern leichter machen sollen, Käufe zu tätigen. Von Pinterest-Katalogen über Facebook- und Instagram-Shops bis hin zu TikTok, das direkt mit Shopify zusammenarbeitet, um Online-Verkäufe zu ermöglichen. Insbesondere Facebook macht sehr große Schritte in Richtung Social Commerce. Mit Facebook-Shops können Einzelhändler auf ihren Facebook- und Instagram-Seiten vollwertige Storefronts einrichten. Es bietet seinen Nutzern mehr Möglichkeiten, über Messaging und Livestream-Shopping mit Händlern in Kontakt zu treten und bei ihnen einzukaufen. Facebook-Shops erhalten einen Messaging-Button, mit dem Verbraucher über Instagram, Messenger und WhatsApp mit Verkäufern kommunizieren können. Das Unternehmen testet Funktionen, mit denen Händler Produkte anbieten und über Livestreams verkaufen können. Diese Tools bieten Verbrauchern neue Möglichkeiten, mit Verkäufern in Kontakt zu treten, wodurch Facebook/Instagram möglicherweise zu den attraktivsten Einkaufsorten in Social Media werden könnten.

Video wird in diesem Zusammenhang zur Vorstellung von Produkten eine zentrale Rolle spielen. Ganz vorne mit dabei, will auch TikTok sein, welches als Plattform Bewegtbild Content in seiner DNA trägt. Viele Online-Händler nutzen TikTok bereits, um ihre Waren zu verkaufen. Interaktive Videos, in denen die verwendeten Produkte vorgestellt werden, werden die Aufmerksamkeit der Benutzer auf der Plattform auf sich ziehen. In ähnlicher Weise richten einige Händler bereits Schaufenster auf Snapchat ein und verwenden Instagram Reels oder Guides, um ihre Produkte zu vermarkten.

Ein weiteres Videoformat, das an Bedeutung gewinnen wird, ist das Livestreaming. Marken, die ihre Produkte über einen Livestream präsentieren, können sich sofort mit ihrer Zielgruppe verbinden. Teleshopping, aber mit einem 21st Century Twist.  

Zwei große Spieler, die nach Livestreaming-Einkäufern suchen, sind Facebook und TikTok. Während dieses Konzept in China sich jetzt schon großer Beliebtheit erfreut, befindet sich dieser Trend auf dem Rest der Welt noch in der Entwicklung (Quelle).

Trend #5 – And the Storycontinues…

In unserem letztjährigen Trends Artikel haben wir Stories bereits als eines von insgesamt 8 strategischen Einflussfaktoren in Social Media für 2020 hervorgehoben. Die Erfolgsgeschichte des Storyformats hat sich bewahrheitet und setzt sich 2021 weiter fort. Das Format, das sich unter anderem durch das Verschwinden der veröffentlichten Inhalte nach 24 Stunden auszeichnet, wurde nicht nur mit zusätzlichen Nutzungsfunktionen weiterentwickelt, sondern hat darüber hinaus seinen Eroberungszug durch die Social Media Landschaft beeindruckend deutlich vollzogen.

Seit Ende 2019 ist einiges rund um Stories in Social Media geschehen. In unserem letzten Trends Artikel berichteten wir bspw. über Filter & GIFs die erfolgreich weiter Einzug in die Funktionswelt der Stories halten werden. Diese gehören mittlerweile zum Standard bei der Nutzung von Stories. Heute schauen wir auf ein noch viel breiteres Portfolio an Möglichkeiten der kreativen Gestaltung von Stories für die Nutzer. Gefühlt kamen im Monatstakt neue Funktionen und Unterfunktionen wie Layout (mehrere Bilder in einem Raster) oder die Möglichkeit der Integration für Spendenaufrufe sowie zur Unterstützung lokaler Betriebe / Organisationen hinzu.

Neben diesen technischen Spielereien, die 2021 weiter evolvieren werden, sollte jedoch vor allem der strategische Blick auf Stories insbesondere aus Marketer-Sicht nicht fehlen. Welche Bedeutung diesem Format in seiner Rolle als Mittel der Kommunikation in den sozialen Netzwerken zukommt, zeigt beispielweise allein schon die Tatsache, dass so gut wie alle großen Player unter den sozialen Netzwerken dieses Format mittlerweile eingeführt haben. Was mit Snapchat begann und von Instagram, Facebook und WhatsApp übernommen wurde, findet sich seit 2020 nun auch im Business Netzwerk LinkedIn aber auch YouTube und zuletzt Twitter (mit viel Kritik für den eigenen Namen sowie als letzter Nachzügler „Fleets“). Das zeigt, „Stories are here to stay“ und sind eine logische Konsequenz aus dem weiter bestehenden Wunsch der Social Media Nutzer ihr Mitteilungsbedürfnis  in weniger öffentlichen und zeitlich begrenzten Inhalten  auszuleben.  Aus Marketer-Sicht betrachtet: „Stories are the (new) newsfeed“. Dort halten sich die Nutzer auf.

Für Marketer bedeutet das, dass sie das Storyformat 2021 keinesfalls mehr stiefmütterlich als Nebenschauplatz ihrer organischen Beiträge und Werbeaktivitäten in Social Media behandeln sollten. Insbesondere in der B2B-Branche haben wir im vergangenen Jahr beobachtet, dass dieses Feld in der Kommunikation auf den sozialen Netzwerken viel zu häufig kreations- und konzeptionsseitig vernachlässigt wurde (Stichwort Vertical Video). Unternehmen, Brands und Marketer sollten den Einsatz des Storyformats 2021 in ihr festes Repertoire der Social Media Aktivitäten auf ihren Kanälen eingliedern.

Social Media Stories

Abb.: Stories Format, © socialbakers

Trend #6 – „Nischen“-Netzwerke/ Heterogenisierung

Wie in Trend 1 beschrieben, gab es noch nie so viele (neue) Nutzer sozialer Netzwerke wie bisher. Über 4 Milliarden Menschen suchen sich die unterschiedlichsten digitalen Heimaten und so werden neben den Platzhirschen Facebook, YouTube, Instagram, LinkedIn und Co. auch „kleinere“ Social Media Plattformen immer relevanter. Wobei klein hier die Untertreibung des Jahres ist:

  • Reddit – Internetforum 2.0.
    • Reddit besteht nicht aus einer großen Community, sondern aus vielen kleinen: Diese nennen sich Subreddits. Die Beiträge der Nutzer können hoch- oder runter-gevotet werden, je nachdem, wie der Inhalt gefällt. Unter den Beiträgen findet die Diskussion dann hauptsächlich in den Kommentaren statt
    • Reddit hat 2020 etwa 430 Millionen monatlich aktive Nutzer (Quelle) und 2 Milliarden Kommentare – plus 18.6% YoY (Quelle).
    • Reddit hat in diesem Jahr die Werbeoptionen erweitert, so dass nun auch in Trending Topics geworben werden kann. Außerdem können Werber nun wählen, neben welchen Themen ihre Anzeigen geschaltet werden.
    • Reddit wurde 2011 vom Condé Nast Verlag gekauft ist durch mehrere Finanzierungsrunden mittlerweile in verschiedenen Händen (u.a. Peter Thiel und Tencent) und wird mit 3 Milliarden Dollar bewertet.
  • Twitch – DAS Streamingportal
    • Twitch ist ein Livestreamingvideoportal, das vorrangig zur Übertragung von Videospielen und nun auch immer häufiger für Musik, Sport oder sonstige Events genutzt wird. Für besonderes Aufsehen sorgte 2020 das Horrorcamp mit Sido, Knossi und weiteren Akteuren, das zeitweise über 325.000 Zuschauer parallel vor den Bildschirmen vereinen konnte und damit einen neuen Twitch-Rekord aufgestellt hat (Quelle).
    • 3,8 Millionen Streamer sendeten im Februar 2020 auf Twitch. Die durchschnittliche Anzahl der gleichzeitigen Zuschauer lag im Februar 2020 bei 1,4 Millionen. Damit liegt Twitch teilweise sogar vor traditionellen Medien wie MNSBC und CNN (Quelle).
    • Creator können Werbung von Partnern in ihre Streams integrieren. Insbesondere für die Zukunft des Influencer-Marketings wird Twitch mit den Streamern als Testimonials oder Markenbotschafter eine bedeutende Rolle spielen (Quelle, Quelle).
    • 2014 übernahm Amazon Twitch für 970 Millionen Dollar.
  • Giphy – Die Meme-Plattform
    • Giphy ist eine Plattform für GIFs. Die Dateien sind mit Hashtags versehen und können so über die Suchmaschine von Giphy gefunden werden. Durch die Verknüpfung zu Social Media Plattformen sowie einer eigenen App und der stark genutzten Webseite können immens hohen Zahlen an Views auf einzelnen GIFs entstehen.
    • Aufgrund der Integration von Giphy in Plattformen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn ist es schwierig konkrete Zahlen zu nennen. Angeblich werden täglich 10 Milliarden GIFs durch Giphy verbreitet (Quelle).
    • Unternehmen können sich einen eigenen Giphy-Account erstellen und so Views auf unternehmenseigene GIFs generieren und mit ihren GIFs in den Instagram Stories, Facebook und LinkedIn Messenger, etc. Auftauchen.
    • 2020 hat Facebook Giphy für 400 Millionen Dollar gekauft.

Diese „Nischen“-Netzwerke haben sich aus ihrer spezifischen Anwendungsnische herausentwickelt, weitere Social Media Funktionalitäten implementiert und sind mittlerweile ernstzunehmende Plattformen mit potenziell durschlagender Wirkung für Unternehmen. Von besonderer Relevanz sind in diesem Kontext fachbezogene Communities wie Research Gate oder regionale Social Media Plattformen wie Vkontakte, das russische Facebook.

https://giphy.com/gifs/portlandia-season-7-episode-2-xT0xewM28Izq9Vxyxi

Trend #7 – Things to watch

  • Social Advertising: Authentischer, auf die Plattformen passender Content (aka User Generated Content) im Kurzformvideoformat (getrieben durch TikTok/Reels), die immer stärkere Verlagerung der Customer Journey auf die Plattformen (Stichwort: Shopping) und Weiterentwicklung des Trackings (Server Side Tracking) - die letzten beiden Punkte insbesondere für eine „Cookieless“ World (sorry, so viel Buzzword Bingo hier). Aus Buying-Sicht: eine weiter voranschreitende Automatisierung, die in den nächsten Jahren nicht nur die Kampagnenoptimierung, sondern auch die Erstellung (und insbesondere situative Anpassung) von Werbemitteln ermöglicht (Beispiel: Frauen klicken auf Variante X, Männer auf Y - Creative passt sich automatisch darauf an) - Florian Litterst, Gründer & CEO Adsventure
  • Augmented Reality/ Face Filter: Augmented Reality/ Face Filter: In meiner Social Media Expertenumfrage von Social Media Strategist Peter Mestel als “Avatarisierung der Nutzer“ bezeichnet. „Nicht überzeichnet wie mit Bitmoji-Avataren, sondern als Interaktionslayer - in Stories, Online-Calls oder Videos“. Bereits im Trend-Artikel 2020 haben wir auf Spark AR und Instagram Filter hingewiesen. Dieser Trend intensiviert sich 2021 weiter und wird unter anderem produktiv in Facebook Ads zu sehen sein aber auch seinen Einzug in die Collaboration-Tools von Unternehmen finden.
  • Virtual Reality: Bereits 2014 hat Facebook für 2,3 Milliarden Dollar den Virtual Reality Brillenhersteller Occolus Rift gekauft. Seitdem warten Marketer auf den endgültigen Durchbruch dieser Technologie. Mit „Horizon“ will Facebook das Social Web in die virtuelle Realität heben. Die neue Plattform soll es Nutzern ermöglichen, sich  in der virtuellen Realität zu treffen. Quasi ein Second Life 2.0 oder ein Metaverse, das bereits seit Q3 2021 in der Betaphase ist und durch erste Nutzer getestet wird (Quelle)

Social Media Plattformen 2021

Social DNA Kanalmatrix

Die Social DNA Kanalmatrix ist inspiriert durch die BCG-Matrix / BCG-Portfolio, ein Instrument der strategischen Analyse, Bewertung und Planung von Geschäftseinheiten, wie Business Units, Produkten oder Dienstleistungen. Wir ordnen Deutschlands wichtigste Social Media Kanäle in Abhängigkeit der globalen Nutzerzahlen und des Nutzerwachstums in die vier Bereiche Specialists, Rising Stars, Cash Cows und Heroes, ein.

Kanalmatrix:

Social DNA Kanalmatrix 2021 - Social Media Plattformen nach Wachstum und Nutzerzahl

Nutzerzahlen, Wachstum und Fakten

Facebook (Ohne WhatsApp, Instagram)

  • 1,82 Milliarden täglich aktive Nutzer weltweit (DAU) (Okt. 2020 / Quelle)
  • Zahlen für Deutschland werden nicht separat veröffentlicht. Laut Facebook können 32 Millionen Menschen in Deutschland erreicht werden (Dez 2020 / Abfrage im Facebook Werbeanzeigenmanager).
  • Das Wachstum von Facebook im Bereich der täglich aktiven Nutzer ist gering und daher zu vernachlässigen (Okt 2020 / Quelle).
  • Facebook kämpft mit Demonopolisierungsbestrebungen durch die Politik sowie mit Vorwürfen nicht genug gegen Hassrede und politische Manipulation zu unternehmen und wurde 2020 von einigen großen Unternehmen boykottiert („#StopHateForProfit“) (Quelle), konnte aber dennoch bei Umsatz und Gewinn sehr gute Zahlen vorlegen (Quelle).
  • Unter Marketingverantwortlichen weltweit zählt Facebook zu den wichtigsten Social-Media-Plattformen. 59 Prozent der Befragten gaben im Rahmen einer Umfrage an, dass Facebook für Marketingmaßnahmen in ihrem Unternehmen am wichtigsten sei (Quelle).

YouTube

  • Nutzerzahlen: 2 Milliarden monatliche Nutzer (MAU) weltweit (Jan. 2020 / Quelle)
  • In Deutschland werden 47 Millionen Erwachsene pro Monat (MAU) erreicht (September 2020 / Quelle). 47 Prozent der regelmäßigen Social Media User in Deutschland nutzen es sogar täglich (November 2020 / Quelle).
  • Jeden Tag schauen die Nutzer über eine Milliarde Stunden Videos (Quelle), wobei mehr als 70 % der Ansichten über mobile Geräte generiert wird (Quelle).
  • 2020 nutzten 70 % der User YouTube insbesondere um sich eine Online-Ersatzveranstaltung von Live-Events anzusehen (Quelle).
  • Bei den weltweiten Marktanteilen von Social Media Seiten gemessen an den Page Views erreicht YouTube mit einem Marktanteil von 4,22% aktuell Rang 4 nach Facebook, Pinterest und Twitter (Nov.2020/ Quelle).

Instagram

  • Weltweit 1,158 Milliarden monatliche Nutzer (MAU) (Okt. 2020 / Quelle), wovon tägliche aktive Nutzer der Instagram Stories bei etwa 500 Millionen liegen (Jan. 2019/ Quelle).
  • Es ist von etwa 21 Millionen Instagram-Nutzer in Deutschland (Quelle) auszugehen, wovon etwa 18 Millionen potenzielle Instagram Stories Nutzer sind (Juli 2020 / Quelle). 38 Prozent aller Social Media-Nutzer Deutschlands nutzen Instagram regelmäßig (Feb. 2020/ Quelle).
  • Von allen Social Media-Kanälen hat Instagram im Zeitraum zwischen Juli und September 2020 die meisten neuen Nutzer zu verzeichnen. Dabei ist das Werbepublikum von Instagram in diesen drei Monaten um mehr als 76 Millionen gewachsen und hat bis Oktober 2020 insgesamt 1,16 Milliarden Menschen erreicht – Tendenz: steigend.
  • Im Jahr 2020 war Instagram das zweitbeliebteste soziale Netzwerk für das Marketing von B2C-Unternehmen: 19 Prozent nutzen Instagram für Werbezwecke (Januar 2020 / Quelle).

TikTok

  • Bis zu 800 Millionen Nutzer verwendeten TikTok weltweit in 2020; aufgrund eines TikTok-Banns der indischen gegenüber der chinesischen Registrierung im Juli sind jedoch 200 Millionen dieser Nutzer verloren gegangen, so dass die Nutzeranzahl vorübergehend bei etwa 600 Millionen lag. Durch die weltweit ansteigende Beliebtheit hat sich diese Zahl mittlerweile jedoch wieder erhöht, so dass aktuell von 689 Millionen monatlichen Nutzern weltweit ausgegangen wird (Okt. 2020 / Quelle) – Tendenz: steigend.
  • In Deutschland liegt die Zahl der monatlichen Nutzer bei 10,7 Millionen (Sep. 2020 / Quelle), wobei 47 Prozent der regelmäßigen Social Media-Nutzer Deutschlands es sogar täglich nutzen (Nov. 2020 / Quelle).
  • Jeden Monat werden allein in Deutschland 13,4 Milliarden Views auf TikTok generiert. Erst im Januar lag die Zahl noch bei der Hälfte mit 6,5 Milliarden Views (Sept. 2020 / Quelle).

LinkedIn

  • 722 Millionen Nutzer hat LinkedIn weltweit aus über 200 Ländern zu verzeichnen (Quelle).
  • In der DACH-Region verwenden etwa 14 Millionen Nutzer LinkedIn (Juli 2020 / Quelle), wobei die tägliche/ monatliche Zahl nicht genannt wird.
  • Tendenz der Nutzerzahlen für LinkedIn: steigend! Der europäische Markt hat mit mehr als 50 Millionen Nutzern mittlerweile die USA überholt und es zeichnet sich ab, dass sich LinkedIn als berufliches Netzwerk Nummer 1 etabliert (Feb. 2020 / Quelle).
  • Wöchentlich nutzen durchschnittlich 40 Millionen Menschen weltweit LinkedIn für die Jobsuche (Quelle).
  • Weltweit sind ca. 50 Millionen Unternehmen auf LinkedIn vertreten (Quelle) und insbesondere B2B-Unternehmen präferieren nach Facebook LinkedIn mit 33 Prozent für ihre Marketing-Aktivitäten (Jan. 2020 / Quelle).

Pinterest

  • Pinterest verzeichnet bis zu 442 Millionen monatliche Nutzer weltweit (Okt. 2020 / Quelle).
    Im Vergleich zum Vorjahr wuchs somit die globale Zahl der Personen, die mindestens einmal pro Monat Pinterest nutzen, um rund 37 Prozent (Okt. 2020 / Quelle).
  • Für Deutschland wird die monatliche Nutzerzahl auf 7 Millionen geschätzt (Juli 2020 / Quelle).
  • Pinterest hat in 2020 ein enormes Benutzerwachstum verzeichnet: alleine in Q2 sind rund 22 Millionen Pinterest-Nutzer hinzugekommen, im Jahresvergleich stolze 76 Millionen neue Nutzer. Das entspricht einem Wachstum von 26 Prozent (Juli 2020 / Quelle).
  • Auf Pinterest wurden in Q3 2020 Anzeigenumsätze im Wert von 443 Millionen US-Dollar erzielt. Im Jahresvergleich ist das ein Anstieg um 58 Prozent (Okt. 2020 / Quelle).
  • Bei den weltweiten Marktanteilen von Social Media-Seiten gemessen an den Page Views liegt Pinterest mit einem Marktanteil von 12,11 Prozent auf Platz 2 direkt hinter Facebook. (Nov.2020/ Quelle).

Twitter

  • Circa 353 Millionen monatliche Nutzer weltweit (Oktober 2020 / Quelle) und 187 Millionen täglich aktive Nutzer (Q3 2020 / Quelle)
  • In Deutschland gibt es etwa 2,8 Millionen wöchentliche und 1,4 Millionen monatliche Twitter-Nutzer (Feb. 2020 / Quelle).
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist die tägliche Nutzung von Twitter weltweit um 29 % angestiegen (Q3 2020 / Quelle).
  • Bei den weltweiten Marktanteilen von Social Media-Seiten gemessen an den Page Views liegt Twitter mit einem Marktanteil von 11,68 Prozent auf Platz 3 dicht hinter Pinterest (Nov.2020/ Quelle).

Snapchat

  • Bis zu 433 Millionen monatliche und 249 Millionen tägliche Nutzer weltweit (Oktober 2020 / Quelle). Die Anzahl der täglichen Nutzer stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent bzw. 39 Millionen Nutzer (Q3 2020 / Quelle).
  • In Deutschland sind es über 10 Millionen täglich aktive Nutzer (Okt. 2020 / Quelle), wobei 72 Prozent der hiesigen Nutzer maximal 24 Jahre alt sind (Okt. 2020 / Quelle).
  • Snapchat verzeichnete in Q3/2020 die bisher größten relativen Zuwächse: Durch einen Anstieg um 36 Millionen Nutzer allein zwischen Juli und September 2020 stehen nun 20 Prozent mehr potenzielles Werbepublikum zur Verfügung als letztes Jahr um diese Zeit . Dabei machten 16 Millionen neue Nutzer aus Indien fast die Hälfte der Neu-Nutzer aus – möglicherweise als Konsequenz aus dem im Juli verhängten TikTok-Banns Indiens (Okt. 2020 / Quelle).
  • Snapchat’s Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent auf 679 Millionen US-Dollar (Q3 2020 / Quelle.)

Xing

  • Xing ist in Deutschland, Schweiz und Österreich vertreten und verzeichnet insgesamt dort 18 Millionen Nutzern . Mit 15,5 Millionen stammt die überwiegende Mehrheit der Nutzer aus Deutschland (Sep. 2020 / Quelle).
  • Der Anteil der wöchentlich aktiven Nutzer liegt dabei insgesamt bei nur etwa 2 Millionen (Feb. 2020/ Quelle). VGL LINKED IN AKTIVE NUTZER

Strategische Handlungsempfehlungen Social Media Marketing 2021

  1. Basics: Arbeitet an den in Trend #0 beschrieben Grundlagen. Nach wie vor gilt: Ohne ansprechende Inhalte und die entsprechende Distributionsstrategie, die auch Social Advertising umfasst, kann nichts gewonnen werden.
  2. Fokus-Taktiken: Je nach individuellem Reifegrad und Business-Modell kann man neben den Plattformen dann auch nach und nach die erfolgreichsten Taktiken für sich erschließen und Corporate Influencer/ Social Selling Programme, Creator/ Influencer Marketing oder Social Commerce/ Live Shopping integrieren und weiterentwickeln.
  3. Fokus-Plattformen: Social Media wird immer heterogener. Es ist unmöglich auf allen Plattformen erfolgreich zu sein. Je nach Unternehmensgröße und zur Verfügung stehenden Ressourcen sollte man 1-3 Fokus-Kanäle definieren und es hier zur Exzellenz bringen.
  4. Social First: Es zeigt sich immer deutlicher, dass Unternehmen, die Social Media bereits in der Konzeptionsphase mitbedenken deutlich erfolgreicher sind. Die Zeiten Social Media als Zweitverwertungsplattform zu nutzen sind endgültig vorbei.

 

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.


Rückblick 2020: Wir bleiben auf Wachstumskurs – Mehr Business & Social Impact

Auch in den vergangenen 12 Monaten konnten wir wieder mit tollen Bestands- und Neukunden an gemeinsamen Projekten wachsen und lernen. Gemeinsam mit unseren Kollegen, Partnern und Kunden durften wir eine Vielzahl an spannenden Aufgaben bewältigen und dabei unsere Kompetenzen im B2B Social Media Marketing weiter schärfen und ausbauen.

Nicht zuletzt das uns entgegengebrachte Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen unseren Ansprechpartnern ist die Basis unseres fortwährenden Erfolgs. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.

Sehr dankbar sind wir darüber hinaus für die sowohl quantitative als auch qualitative Verstärkung unseres Teams, das ohne dieses Vertrauen nicht möglich gewesen wäre. Wir konnten die Größe unseres Teams im Corona Jahr 2020 mit jungen Talenten und erfahrenen Kollegen verdoppeln.

Darüber hinaus freut es uns natürlich wieder enorm, unserem 1% Pledge treu bleiben zu können.  

Unser Social Impact – Jetzt wichtiger denn je

Getreu unserer Devise, dass das „Social“ in unserem Namen sich nicht nur auf Social Media sondern auch auf soziale, unternehmerische Verantwortung bezieht, spenden wir 1% unseres Jahresumsatzes an ausgewählte gemeinnützige Organisationen und Projekte. Wir hoffen, dass unser Beitrag -insbesondere in der aktuellen Situation- sein volles Potenzial bei den Empfängern entfalten kann.

Dieses Jahr sind grandiose 6.000,00 € als Spendensumme zusammen gekommen. Fair aufgeteilt zwischen allen, darf jedes Teammitglied sich selbst aussuchen, wohin sein/ ihr Spendenanteil gehen soll.

Unser Beitrag ging dieses Mal zu gleichen Teilen an:

Amadeu Antonio Stiftung – ausgesucht von Carmelo:

„Amadeu Antonio Kiowa wurde am 06.12.1990 eines der ersten Opfer rassistisch motivierter Gewalt im wiedervereinigten Deutschland. Die nach ihm benannte Stiftung setzt sich für die Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft ein, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Leider gehören diese Themen, wie vor 30 Jahren, so auch heute in unserer Gesellschaft zur Tagesordnung und werden durch Populismus und Egoismus weiter befeuert. Daher möchte ich das mein Anteil unserer Spende diesbezüglich gegenwirkt.“

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Aschaffenburg/ Miltenberg – ausgesucht von Simon:

„Wie bereits im letzten Jahr möchte ich gerne erneut an den Kinder- und Jungendhospizdienst in Miltenberg spenden, denn aufgrund von Corona ist die Situation aktuell nochmal schwieriger als sie es ohnehin schon ist. Der DKHV e.V. begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung und unterstützt dabei auch ihre Eltern und Geschwister.“

Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden – ausgesucht von Joy:

„Die Arbeit, die die Mitarbeiter des Kinderhospiz Bärenherz leisten, um den Kleinsten unter uns ihr kurzes Leben so schön es geht zu gestalten und dabei ihre Eltern zu entlasten, ist einfach eine wichtige Aufgabe, die mir sehr am Herzen liegt.“

Nandri Kinderhilfe e.V. – ausgesucht von Kim:

„Nandri unterstützt in einem kleinen Dorf in Südindien benachteiligte Kinder, sodass sie -anstatt notgedrungen in umliegenden Fabriken zu arbeiten- in die Little Flower School gehen können. Ich war selbst mit Anfang 20 für ein paar Wochen dort und es hat mich sehr berührt. Jedes Kind sollte das Recht auf Bildung haben, ausgelassen sein und Zukunftspläne schmieden können.“

Stützende Hände e.V. – ausgesucht von Mine:

„Das Team von „Stützende Hände“ setzt sich für hilfsbedürftige Menschen in Frankfurt und Umgebung in allen möglichen Lebenslagen ein. Unter all den tollen Projekten fiel mir die Wahl schwer – aber schließlich habe ich mich für das Obdachlosen-Projekt entschieden. Obdachlose Menschen haben es durch Corona und die Winter-Widrigkeiten aktuell ohnehin schwer und außerdem finde es schön, regional zu helfen.“

Tierhilfeverein Kellerranch e.V. – ausgesucht von Anika:

„Ich bin sehr tierlieb und möchte mit meinem Anteil gerne Tieren helfen, welche leider eine nicht so schöne Vergangenheit hatten oder gar vorm Schlachter gerettet worden sind. Die Keller Ranch ist ein Gnadenhof, der diese Aufgabe liebevoll übernimmt. Ich bin mir sicher, dass sie das Geld gut gebrauchen können – und liebäugele selbst damit, eine Patenschaft für eins der Tiere zu übernehmen.“

Unterstützung der Frankfurter Clubkultur / Robert Johnson – ausgesucht von Nemo:

„In Zeiten von Corona leidet insbesondere die Kunst- und Kulturszene. Das Robert Johnson ist seit Jahrzehnten eine Institution für kulturelle Projekte aller Art, anspruchsvolle elektronische Musik und natürlich die Frankfurter Techno- und Clubkultur. Mit unserem bescheidenen Beitrag zum Erhalt dieser wichtigen Frankfurter Institution hoffen wir, 2021 wieder gemeinsam mit euch allen tanzen gehen zu können.“

Weiteres Streben und Perspektiven

Diese finanzielle Unterstützung bleibt uns hoffentlich auch weiterhin in vielen Folgejahren möglich. Sie ist aber jetzt schon nicht der einzige Bestandteil unseres Strebens nach möglichst hohem Social Impact durch unsere Arbeit. Seit Spätsommer 2020 unterstützen wir den gemeinnützigen Verein Berami aus Frankfurt am Main, der seit 1990 Menschen mit Migrationserfahrung bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive begleitet. Hier unterstützen wir unter anderem mit der Pro Bono Durchführung von LinkedIn Trainings. Mehr zu dieser Kooperation erfahrt ihr bald in einem gesonderten Beitrag auf unserem Blog. Stay tuned! 

Wir blicken dankbar und stolz auf das zurück, was wir gemeinsam erreichen konnten und schauen mit Vorfreude in Richtung 2021.


Kim Wagner Social DNA

Unsere DNA: Kim Wagner – Kommunikationsspezialistin aus Leidenschaft

Seit kurzem zählt Kim zum Team Social DNA. Durch Stationen bei Ogilvy und @frankfurtdubistsowunderbar hat sie die Taschen bereits voll unterschiedlicher B2B- und B2C-Erfahrung im Bereich Social Media Marketing sowie im klassischen Werbeumfeld. Weil ihre Neugierde nie schwindet, sie staunen, dazulernen, Erfolge feiern will, freut sich die Frankfurt-begeisterte 29-Jährige auf ganz viel neues Potenzial bei uns.

Wie bist du zu Social DNA gekommen?

Im Laufe der letzten Jahre bin ich immer tiefer in den Bereich Social Media eingetaucht, teils beruflich und teils privat: Projektbasiert schon mit Hintergrundwissen aus meiner Agenturzeit ausgestattet, habe ich privat und später auch beruflich guten Content schätzen und schließlich auch erstellen gelernt. Als ich mich dann entschieden habe, beruflich voll auf Social Media zu setzen, ist mir Social DNA mit der Stellenanzeige „Social Media Consultant“ ins Auge gestochen – und meine Neugierde war geweckt.😊

Was fasziniert dich an Social Media Marketing?

Es ist eben nicht „nur“ Werbung, sondern kann viel subtiler, maßgeschneidert und mit einem richtigen Mehrwert kreiert werden. Außerdem bin ich nach wie vor immer wieder geflasht von der extremen Trackbarkeit, den Zielgruppen-Insights bis in den letzten Millimeter.

Weshalb hast du dich für Social DNA entschieden?

Viele machen heute „was mit Social Media“ mal mit Plan, mal ohne – aber so richtig von der Substanz aus doch die wenigsten. Genau das reizt mich an Social DNA: Wir gehen strategisch in die Tiefe, sind echte Experten auf dem Gebiet.

Was ist deine Stärke und wie bringst du sie bei Projekten und bei Partnern ein?

Ich bin empathisch und feinfühlig in der Kommunikation – ein nicht zu unterschätzender „Soft Skill“, der dabei hilft, zu verstehen, was mein Gegenüber wirklich will.

Welche Träume und Ziele verfolgst du?

Mein Ziel ist es erstmal, bei Social DNA voll durchzustarten und erfolgreich darin zu sein. Persönlich wünsche ich mir, eines Tages etwas im sozialen Feld zu bewegen. Ich möchte einmal zurückblicken und sagen: Ich habe etwas Gutes getan. Und – ganz persönlich – steht ein eigener Garten mit mindestens einem Apfelbaum auf meiner Wunschliste.

Was schätzt du besonders an Social DNA?

Von Tag 1 an war die Zusammenarbeit absolut auf Augenhöhe und es wird viel Wert auf Gleichberechtigung und ein entspanntes Miteinander gelegt. Außerdem finde ich die selbstständige und sehr vertrauensbasierte Arbeitsweise toll.

Welches Getränk darf beim Anstoßen auf keinen Fall fehlen?

Habt ihr schon mal Äppler rosé probiert!?

 

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.

 

 


Vortrag Ankündigung Social Media Advertising

Web-Session: Durchstarten mit Social Advertising

Social Advertising wird immer wichtiger für Unternehmen, um sich zu präsentieren. Doch wie geht das genau? Wie wird eine Zielgruppe definiert und welche Ziele kann ich konkret mit Werbung auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Co. erreichen? Tipps und Tricks erhalten Sie bei unserer Web-Session am Mittwoch, 18. November 2020 um 10:15 Uhr auf der Webkonferenz der SCM Praxistagen zum Thema "Social Media meets Content Marketing".

Hier anmelden!

Für den 75-minütigen Vortrag steht folgendes auf der Agenda:

  • Warum Social Advertising? Grundlagen und Einführung
  • Möglichkeiten und Ziele im Social Advertising
  • Aktuelle Beispiele für erfolgreiche Social Advertising Kampagnen
  • Zusammenfassung und Q&A

Wir freuen uns auf Sie.

 

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Allfacebook Vortrag München 2020: "Biotech-Unternehmen QIAGEN: Die Corona-Krise in Social Media meistern"

Es ist wieder soweit: Die Allfacebook Marketing Conference steht an. Am 01.09.2020 sind wir wieder mit einem Vortrag in München dabei. Unser Thema? Gemeinsam mit QIAGEN und unserem Partner LINGNER.COM sprechen wir darüber, wie wir es gemeinsam geschafft haben, unseren Kunden QIAGEN in Social Media durch die turbulente Corona-Zeit zu führen.

Über den Vortrag

QIAGEN ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das unter anderem Corona-Testkits produziert. In der Krise übersteigt die weltweite Nachfrage das Angebot bei weitem und QIAGEN verfünfzigfacht die Produktion.

Im Bereich Social Media Marketing hat QIAGEN in der Pandemie also gleich mehrere Herausforderungen zu lösen:

  • Wie funktioniert Social Media als Frühwarnsystem?
  • Wie kommunizieren wir brandkonform und treffen gleichzeitig den richtigen Ton in Zeiten von Corona?
  • Wie bereiten wir unsere Kunden und Partner auf potentielle Engpässe bei der Lieferung vor?
  • Welchen Content bereiten wir für welche Interessensgruppe wie auf?
  • Wie setzen wir welchen Kanal ein?

Wir werfen einen Blick auf das strategische Social Media Framework von QIAGEN, steigen in die operativen Vorgänge ein und beleuchten auch die Zusammenarbeit mit Partnern.

Über die Konferenz

  • Die größte Social Media Marketing Konferenz in Deutschland: 1 Tag, 2 Bühnen, 40 Speaker, 1000+ Teilnehmer und 100% Social Media Marketing für Unternehmen
  • Die #AFBMC findet als Hybrid-Event statt. Mit Sicherheitskonzept und gutem Content. Ihr entscheidet, ob ihr vor Ort teilnehmen wollt oder lieber den Livestream schaut.
  • Wer sich das nicht entgehen lassen will, der sollte sich jetzt noch ein Ticket für die #AFBMC in München sichern. Mit dem Code "HEARMESPEAK" gibt´s 15% Rabatt.

Zeit und Location

  • 01. September 2020, 14:40 - 15:10
  • ICM Messe München, Track 1, SAAL 14B

 

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Social DNA Personal Branding auf LinkedIn

Personal Branding auf LinkedIn: Grundlagen zum Aufbau einer Personenmarke

In diesem Blogartikel dreht sich alles um das Thema Personal Branding auf LinkedIn. Was genau bedeutet Personal Branding? Für wen ist es geeignet? Und wie können Sie Ihre eigene Personenmarke aufbauen? Auf diese und weitere Fragen werden Sie in diesem Blogbeitrag eine Antwort finden. Vornehmlich konzentriert sich der Artikel dabei auf die aktuell erfolgreichste B2B Social Media Plattform LinkedIn (Quelle). Viele der genannten Tipps und Tricks lassen sich jedoch auch auf andere soziale Netzwerke übertragen.

Was ist Personal Branding auf LinkedIn und für wen eignet es sich? 

Der Begriff Personal Branding wurde zum ersten Mal 1997 von Tom Peters im Zusammenhang mit der neuen Auffindbarkeit (Googlability) einer Person in der digitalen Welt benutzt (Quelle). Personal Branding ist die gezielte Inszenierung einer Person, oft in den Sozialen Medien, verbunden mit Zielen wie dem Aufbau einer positiven Reputation, einer Expertenpositionierung und einer gesteigerten Reichweite. Die Entwicklung einer Personal Brand ist nicht an Prominenz, Alter, Branche oder eine Karrierestufe gebunden. So kann beispielsweise ein Berufseinsteiger mit Personal Branding seinen Marktwert für den Berufseinstieg verbessern oder ein Vertriebler ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einer starken Personal Brand erfolgreicher verkaufen (Social Selling).

Erarbeitung einer Positionierung als Personal Brand

Um eine Personal Brand aufzubauen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wie Sie sich positionieren möchten. Ihr „Personal Branding Sweet Spot“ leitet sich aus ihren Erfahrungen und Fähigkeiten, Ihrer Persönlichkeit, Zielen und der Relevanz ihrer Botschaften für Ihre Zielgruppe ab.

Personal Branding Sweet Spot Positionierung

Verfolgen Sie eine klare Linie bezüglich Ihrer Werte und Botschaften. Nur so können Sie Ihre Kontakte von sich überzeugen und ihr Vertrauen gewinnen. Verfolgen Sie stets das Ziel, Ihren Kontakten einen Mehrwert zu bieten.

Personal Branding Content Strategie

Eines haben alle Personal Brands gemeinsam: Sendungsbewusstsein. Wenn Sie eine Personal Brand aufbauen möchten, dann sollten Sie regelmäßig und häufig Inhalte veröffentlichen. Doch wie können Sie Ihre persönliche Content Strategie erstellen?

Bei der Umsetzung kann Ihnen ein sogenanntes Message House helfen. Ein Message House setzt sich aus drei Ebenen zusammen. Auf der obersten Ebene steht ihr Personal Branding Sweet Spot, aus dem Sie alles Weitere ableiten. Ebene zwei beschäftigt sich mit Ihren Kernbotschaften. Diese werden dann auf Ebene drei in Inhaltsbausteine überführt. Das folgende Beispiel verdeutlicht diese Vorgehensweise:

Personal Branding Message House Leadership Empowerment

Bevor Sie Beiträge erstellen oder teilen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Passt der Content zu meiner Positionierung?
  • Wäre meine Zielgruppe dankbar für den Content?
  • Würden Sie es einem Kollegen oder Freund als E-Mail senden?

Idealerweise testen Sie bei der Veröffentlichung Ihrer Postings verschiedene Tages- und Uhrzeiten, denn jede Zielgruppe reagiert anders. Als hauptsächlich im Berufsalltag genutztes Netzwerk funktionieren unserer Erfahrung nach Werktage in den Morgenstunden häufig sehr gut.

Um erfolgreich Personal Branding zu betreiben, sollten Sie mindestens drei Posts pro Woche veröffentlichen, ein Beitrag pro Tag gilt als guter Durchschnitt. Nach oben hin gibt es kein Limit. Jedoch sollten Sie keine belanglosen Beiträge verfassen, sondern Ihre Reichweite nur dann nutzen, wenn Sie etwas Relevantes mitzuteilen haben.

Aufbau der Reichweite Ihrer Inhalte durch Interaktionen

Zum Aufbau einer Personal Brand auf LinkedIn reicht die alleinige Erstellung und Veröffentlichung von Content allerdings nicht aus. Ebenso wichtig ist es, mit den Inhalten anderer zu interagieren. Auch in Sozialen Netzwerken gilt das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen. Liken, kommentieren und teilen Sie Beiträge Ihrer Kontakte, die sie interessant finden. Dann werden diese das bei Ihren Postings erwidern. Nur wenn Ihre Inhalte von anderen Personen „geklickt“ werden, erhalten diese die nötige Reichweite.

Behind the Scenes Post Evaluation Reichweite Algorithmus

Versuchen Sie Diskussionen unter Ihren Beiträgen anzuregen und verlinken Sie Personen, die mit dem Post in Verbindung stehen. Ihr Vorteil dabei? LinkedIn misst bei jedem Post die Interaktionsrate. Je höher die Interaktionsrate der ausgespielten Posts ist, desto höher ist die Verbreitung auch außerhalb des eigenen Netzwerks. Aus diesem Grund gilt es schnell auf Fragen und andere Interaktionen zu reagieren und dran zu bleiben. Diese Vorgehensweise erhöht die eigene Sichtbarkeit und die Aussteuerung Ihrer Beiträge.

Mini-Exkurs: Employee Advocacy

Personal Branding ist nicht nur auf einem individuellen Level interessant. Als Marketingverantwortlicher in einem größeren Unternehmen sollten Sie die Positionierung Ihrer Mitarbeiter in den Sozialen Medien unterstützen. Mit einem Employee Advocacy Programm können Sie Ihre Mitarbeiter zu Markenbotschaftern entwickeln. Die Kollegen schaffen dabei Reichweite für Unternehmensbotschaften. Je nach Unternehmensziel entstehen direkte Geschäftskontakte, Abschlüsse oder Bewerbungen. Employee Advocacy ist eine Win-Win Situation, da nicht nur das Unternehmen, sondern auch die beteiligten Mitarbeiter davon profitieren. Mehr über das Thema Employee Advocacy erfahren Sie in unserem Artikel: Employee Advocacy – Wie entfalten Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter für Marketing und Vertrieb?

Zwei häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt

Print to Web

Kopieren Sie nicht einfach Inhalte aus dem Web oder, viel schlimmer noch, nehmen Sie nicht einfach gedruckte Inhalte wie Broschüren oder Flyer nur um regelmäßig auf LinkedIn Beiträge teilen zu können. Passen Sie unbedingt Bildgröße, Design und auch Text dem jeweiligen Postformat an und verleihen Sie Beiträgen Ihre persönliche Note.

Sales Sales Sales

Beim Personal Branding auf LinkedIn sollte es vor allem darum gehen, Ihren Kontakten einen Mehrwert zu bieten und im Zuge dessen Vertrauen zu Ihnen aufzubauen. Sehen Sie also davon ab, Ihre Kontakte direkt mit Verkaufsangeboten zu überrumpeln. Einige Tipps für das erfolgreiche Social Selling auf LinkedIn finden Sie hier.

Bonus Tipp: Kennen Sie schon den LinkedIn Social Selling Index?

Der Social Selling Index misst Ihre Effektivität auf LinkedIn anhand folgender Kriterien:

  • der Aufbau Ihrer beruflichen Personenmarke
  • die richtigen Kontakte zu finden
  • Beziehungen aufzubauen
  • Wie intensiv Sie sich mit Ihren Insights beschäftigen/auseinandersetzen

Je Kategorie vergibt LinkedIn 25 Punkte, sodass Sie ein Level von 0 bis 100 Punkten erreichen können. Nehmen Sie diesen Index als Orientierungshilfe und schauen Sie, in welchem Bereich bei Ihnen noch Luft nach oben ist 😉.

 Social Selling Index LinkedIn Messung Bewertung Profil

 

Hier geht es zum Social Selling Index.

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Rückblick 2018: Unser erstes Jahr, 1 % Pledge und Merry Christmas!

Im Mai 2018 haben wir die Social DNA GmbH, Strategieberatung für Social Media Marketing und Digital Advertising, in Frankfurt am Main gegründet. Auch wenn wir noch nicht ganz zwölf Monate dabei sind, möchten wir die Jahreswende nutzen, um auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurückzublicken und Danke zu sagen! Wir haben in Frankfurt am Main ein neues Zuhause gefunden und fühlen uns hier sowohl geschäftlich als auch privat sehr wohl.

Wir sind happy in 2018 starke Konzerne und Unternehmen aus dem Healthcare, Finanz- und B2B-Umfeld für uns gewonnen zu haben und vor allem mit tollen Persönlichkeiten aus diesen Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

Ein weiteres Highlight war die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern LINGNER.COM, Meltwater und den Healthcare Shapers. Besonders freut uns auch, dass wir mit Simon einen engagierten und kreativen Mitarbeiter gewonnen haben, der sich nach seinem Praktikum entschlossen hat uns als studentischer Mitarbeiter langfristig zu unterstützen.

Von Anfang an wollten wir unternehmerische Verantwortung übernehmen; eine doppelte Social DNA. Daher haben wir uns entschlossen dem 1% Pledge zu folgen, wie es beispielsweise auch Atlassian oder Salesforce machen. Wir spenden jedes Jahr 1% unseres gesamten Umsatzes für gute Zwecke, die wir und unsere Mitarbeiter gemeinsam aussuchen.

Dieses Jahr geht unser Beitrag zu gleichen Teilen an folgende Organisationen

Des Weiteren sind wir froh durch die Partnerschaft mit dem Social Impact Lab Frankfurt das Projekt Vidribute, einem Social Mobile Gaming Startup, unterstützen zu dürfen.

Wir danken allen für die Unterstützung und freuen uns wahnsinnig auf 2019!

 

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