Social DNA Teamfoto auf der Dachterasse

Trainee Social Media Consultant (m/w/d) – Standort Frankfurt am Main

UPDATE vom 27.08.2020

Diese Stelle wurde besetzt. Bewerbungen für dieses Jahr können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Der nächste Auswahlprozess wird voraussichtlich im ersten Quartal 2021 starten. Motivierte Bewerberinnen und Bewerber sind dennoch jederzeit herzlich eingeladen, sich für das Traineeprogramm mit Start in 2021 zu bewerben.

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Du hast eine Leidenschaft für Social Media und entfaltest dein volles Potenzial in Zusammenarbeit mit einem ambitionierten Team? Dann bist du bei uns genau richtig! Unser Motto ist „Unlocking Digital Potentials“. Das gilt für unsere Kunden und natürlich im besonderem Maße für dich. Bewirb dich jetzt!

Was Dich erwartet:

  • Im Rahmen unseres 18-monatigen Trainees-Programms entdeckst du die Vielseitigkeit unserer Kunden aus den innovativen Branchen Life Sciences & Healthcare, IT/SaaS, Engineering und der Finanzbranche
  • Du arbeitest direkt mit der Geschäftsführung zusammen und wirst dabei Experte in unseren Beratungs- und Servicebereichen: Social Media Strategie, Social Media Advertising, Content Marketing, Community Management u.ä.
  • Du lernst wertvolle Methoden in den Bereichen Consulting, Account Management, Workshop Durchführung und bei Interesse auch Sales und Public Speaking
  • Nach einer dreimonatigen Einarbeitungsphase bieten wir unseren Kollegen die Möglichkeit an drei Tagen in der Woche mobil zu arbeiten (Bspw. von Zuhause)
  • Entfalte deine ganz persönliche Social DNA indem du aktiv unsere dynamische Startup- und Wachstumsentwicklung mitgestaltest
  • Entwickle dich beruflich und persönlich mit Besuchen auf Fachkonferenzen, Veranstaltungen, individuellen Workshops und Trainings (grundsätzlich frei wählbar, voll bezahlt und mind. eine pro Jahr)
  • Leiste mit deiner Arbeit auch einen positiven gesellschaftlichen Beitrag und unterstütze soziale Projekte bspw. durch unsere Kooperation mit beramí
  • Genieße eine moderne Arbeitswelt mit exklusivem Designanspruch und Dachterrasse mit Blick auf die Frankfurter Skyline
  • Weitere Goodies:
    • Eigener Laptop und Smartphone (beides auch zur privaten Nutzung),
    • Premium-Zugang zur Babbel-Sprachlernapp mit insgesamt 14 Lernsprachen
    • Spotify Premium-Abo
    • Obstkorb 

Was du mitbringst:

  • Motivation, Wissbegierigkeit, Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit und Humor
  • Hohe Affinität und idealerweise erste Erfahrungen im Bereich Social Media Marketing
  • Bachelor- oder Masterabschluss (egal welcher Fachrichtung)
  • Sehr gute Deutsch- und mindestens gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Deine Bewerbung

Wenn wir dich mit dieser Stellenausschreibung begeistern konnten, dann schick uns jetzt deine Bewerbungsunterlagen an hello@social-dna.de.

Wir freuen uns auf dich!


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Initiativbewerbung Social Media (m/w/d) – Standort Frankfurt am Main

Entfalte deine ganz persönliche Social DNA indem du aktiv unsere dynamische Startup- und Wachstumsentwicklung mitgestaltest. Unser Motto ist „Unlocking Digital Potentials“. Das gilt für unsere Kunden und im besonderem Maße für dich. 

Was Dich erwartet:

  • Kunden aus den innovativen Branchen Life Sciences & Healthcare, IT/SaaS, Engineering und der Finanzbranche
  • Die Themen Social Media Strategie, Social Media Advertising, Content Marketing, Community Management u.ä.
  • Weiterbildungen auf Fachkonferenzen, Veranstaltungen, individuellen Workshops und Trainings (frei wählbar, voll bezahlt und mind. eine pro Jahr)
  • Nach einer dreimonatigen Einarbeitungsphase bieten wir unseren Kollegen die Möglichkeit an drei Tagen in der Woche mobil zu arbeiten (Bspw. von Zuhause)
  • Leiste mit deiner Arbeit auch einen positiven gesellschaftlichen Beitrag und unterstütze soziale Projekte bspw. durch unsere Kooperation mit beramí
  • Genieße eine moderne Arbeitswelt mit exklusivem Designanspruch und Dachterrasse mit Blick auf die Frankfurter Skyline
  • Eigener Laptop und Smartphone (beides auch zur privaten Nutzung), Obstkorb und Spotify Abo

Was du mitbringst:

  • Motivation, Wissbegierigkeit, Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit und Humor
  • Erfahrungen im Bereich Social Media und Online Marketing
  • Sehr gute Deutsch- und mindestens gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Überrasche uns mit deinen Ideen, warum Social DNA dich braucht ;-)

Deine Bewerbung

Wenn wir dich mit dieser Stellenausschreibung begeistern konnten, dann schick uns bitte deine Bewerbungsunterlagen an hello@social-dna.de.

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Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren!


Trends Soziale Plattformen 2020

Social Media Trends 2020 - Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

Der Social Media Trends Artikel 2019 hat sich zu unserem mit Abstand beliebtesten Blogartikel entwickelt, der seit Erscheinen nach wie vor eine beachtliche Leserschaft findet.

Auch dieses Jahr werfen wir wieder einen ganzheitlichen Blick auf Social Media, identifizieren Megatrends, tragen die aktuellsten Statistiken und Trends zu den Social Media Kanälen zusammen und leiten daraus strategische Empfehlungen ab.

 

Strategische Einflussfaktoren in Social Media 2020

Social Media entwickelt sich auch 2020 ungebremst weiter und läuft anderen Marketingdisziplinen zunehmend den Rang ab. Über die Plattformen YouTube und/oder Facebook erreichen Sie mittlerweile 2 Mrd. Personen in fast allen Ländern der Welt. Die enorme Reichweite sowie niedrige Einstiegshürden und ein zentrales Interface sind Game Changer für Werbekunden.

Mit 13% der globalen Werbeausgaben ist Social Media 2019 bereits der drittgrößte Werbekanal nach TV und Paid Search (Quelle). In einigen Ländern wie Großbritannien überholen die Ausgaben für Social Media bereits TV (Quelle). Für die Marketing- und Werbewelt muss sich Social Advertising daher weiter professionalisieren, stabilere Systeme bereitstellen und funktionale Attributionsmodelle einführen (vgl. Trend 6).

Bei dem rasanten Wachstum kommt es unweigerlich zu Wachstumsschmerzen. Systemrelevante Unternehmen entstehen in kürzester Zeit. Deren Produkte und Wertvorstellungen beeinflussen ein Viertel der Weltbevölkerung. In der neuen Öffentlichkeit verbreiten sich Informationen und Meinungen schneller denn je. Eine entsprechende internationale Regulierung existiert nicht. Die regionale Gesetzgebung kommt kaum mit. Daher steht 2020 Regulierung sowohl vonseiten der Gesetzgeber als auch durch die Betreiber selbst an. Das ist auch nötig, denn ethische Themen sind für viele Menschen wichtiger geworden (vgl. Trend 2).

In den nachfolgenden Trends finden sich viele unterschiedliche Themen. Das illustriert, wie Social Media 2020 komplexer und heterogener wird. Die junge Generation rast zu TikTok, dem am schnellsten wachsenden Social Media Kanal aller Zeiten (vgl. Trend 4). Hier ist gefühlt jeder zweite Nutzer ein Influencer (vgl. Trend 7) oder zumindest ein versierter Social Content Creator (vgl. Trend 5). Andere wiederum schreiben Kaltakquise-Nachrichten beim Erstkontakt auf LinkedIn (vgl. Trend 3),  oder sind immer noch nicht von der Relevanz von Social Media überzeugt. Das 2019 populär gewordene Meme „OK Boomer!“ illustriert den Generationenkonflikt (Quelle).

Für alle Marketer, deren Herz für gute Kommunikation schlägt, haben wir eine gute Nachricht: Die Wiederentdeckung der Markenrelevanz in Social Media und deren positive Auswirkungen, auch für Sales-Kampagnen (vgl. Trend 1).

Trend #1 - Brandformance: Die Wiederentdeckung des Brand-Marketings in Social Media

„Brand-Marketing schlägt Performance-Marketing in der Umsatzwirkung“, so titelte die W&V kürzlich und bezog sich dabei auf neue Erkenntnisse des weltweiten Media-Chefs von Adidas, Simon Peel. Seit Adidas im Brand-Tracking besser geworden sei, habe man festgestellt, dass Brand-Marketing wesentlich wichtiger ist, als bisher angenommen, ja sogar den Produktverkauf stärker aktiviere, als Performance-Marketing (Quelle). Ohne Marke gibt es heute kaum noch einen Unternehmenserfolg und dass diese positiv durch die sozialen Medien beeinflusst wird, liegt auf der Hand und wurde unter anderem in dieser aktuellen Studie durch PWC belegt (Quelle).

Von Social DNA untersuchte Social Advertising Zielgruppen, welche bereits mit dem Unternehmen über Social Media in Kontakt waren, konvertieren im Schnitt vier bis sieben Mal effizienter bei Lead- und Sales-Kampagnen. Komplett unbekannte Marken – vor allem im B2B – haben teils kaum eine Chance in den sozialen Medien relevante Konversionen zu erzielen.

Das Erstarken der Markenrelevanz in Social Media hat viele Gründe. Neben den etablierten Playern fangen - nach wie vor - täglich neue Unternehmen an, die sozialen Medien für sich zu entdecken und Werbung zu betreiben. Die Facebook- und Google-Familie bietet über Ihre Werbeplattformen einen einfachen, schnellen und zunächst günstigen Zugang zu fast allen Märkten der Welt.

In der schier unüberschaubaren Anzahl an Werbeprodukten braucht der Nutzer mehr Orientierung denn je. Diese kann nur eine starke Marke bieten. Natürlich greift Social Media bei der Werbung stets auf Performance-Marketing Techniken zurück und so wird Brand und Performance zu Brandformance <3.

Trend #2 - Ethical Marketing: Purpose, Transparenz oder “Greenwashing“?

Eine starke Marke benötigt Glaubwürdigkeit und ein positives Image. Gerade 2019 standen Themen, die Menschen und Umwelt beeinflussen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dieser „Trend“ wird auch 2020 weitergehen. Nur Unternehmen, die es schaffen ihr Engagement in diesen Bereichen glaubwürdig zu transportieren, werden sich langfristig behaupten können, es sei denn Sie bieten ein konkurrenzloses Produkt an.

Bereits letztes Jahr berichteten wir von Facebooks und Googles Kampagnen zum Thema Privatsphäre. Nach wie vor ein Thema, das Facebook versucht nach vorne zu bringen. Die erste vielleicht ernstzunehmende Entwicklung zum „Guten“ aus dem Hause Facebook scheint die sich im Roll-Out befindliche Initiative zu sein, die Anzahl der Likes unter Instagram Beiträgen auszublenden (Quelle). Die „Demitrifizierung“ soll vor allem Jugendliche vor dem ständigen Vergleichen mit anderen schützen und so mehr „geistige Gesundheit“ herstellen.  Aktuelle Insider-Berichte deuten nun aber auf eine andere Motivation des Facebook-Konzerns hin. Es wird spekuliert, dass die ausgeblendeten Likes zu einer erhöhten Posting-Frequenz und damit zu noch mehr Verweildauer auf der Plattform führen (Quelle).

Weiter geht hier die Initiative von Twitter, die auf die Kritik zum Thema Wahlmanipulation auf Facebook reagiert und ab sofort alle politischen Werbeanzeigen auf der Plattform verbietet. Generell werden wir 2020 sowohl vonseiten der Plattformbetreiber, als auch von öffentlicher Seite weitere Regulierungen sehen, wie wir es beispielsweise von öffentlich-rechtlichen Sendern kennen (Quelle). Die Auswirkungen für Marketer sind hier noch nicht abzusehen, doch sollten wachsam verfolgt werden.

Trend #3 - Personal Branding in Social Media etabliert sich in verschiedenen Ausprägungen

Zwei Gründe führen zu der enormen Relevanz von Personal Branding in Social Media: Menschen bringen ihren Kontakten ein größeres Vertrauen entgegen als einer Marke und Unternehmensprofile in Social Media erreichen aufgrund der sinkenden organischen Reichweite nur noch einen Bruchteil ihrer Fans. Bereits letztes Jahr berichteten wir über diesen Trend. Viele Unternehmen haben in diesem Zuge sogenannte Employee Advocacy Programme implementiert.

Personal Branding in Social Media hat jedoch viele weitere Ausprägungen:

Social Personal Branding ABC

Abb: Social Personal Branding ABC – Social DNA Blog

Je nach Art, Reifegrad und Größe eines Unternehmens eignen sich verschiedene Einstiegspunkte.

Eines ist klar: Die Komplexität und Relevanz von Social Media lässt es zur Chefsache werden. Ein „Social Personal Branding“ Programm kann nicht funktionieren, wenn es nicht von oben abgesegnet ist. Am besten geht der CEO mit gutem Beispiel voran und wird zum „Social CEO“. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das CEO Social Media Profil eröffnet einen weiteren Kanal zu Mitarbeitern und Stakeholder, schafft Vertrauen und stärkt die Marke des Unternehmens. Daher werden wir auch 2020 viele weitere CEOs sehen, die sich in Social Media positionieren.

Der Social CEO kann als Leuchtturm für die Social Media Kommunikation des Unternehmens auch weitere Führungspersonen inspirieren ein „Thought Leadership“ für bestimmte Bereiche zu besetzen. Um richtig zu skalieren, bedarf es dann aber irgendwann auch der Ausweitung des Social Personal Brandings auf eine größere Anzahl von Mitarbeitern. Wenn es noch nicht das Employee Advocacy Programm ist, dann beginnen viele Unternehmen gerne mit dem Thema Social Selling. Doch hier ist besondere Vorsicht geboten. Wenn ungestüme Vertriebler auf LinkedIn losgelassen werden, so kommen dabei nicht immer angenehme Interaktionen heraus und auch der Erfolg ist fraglich.

Beispiel Verkauf auf sozialen Plattformen

Abb: Social Personal Branding ABC – Social DNA Blog

Dieser Post traf direkt ins Herz vieler LinkedIn Mitglieder. Social Media ist und bleibt keine Werbeveranstaltung. Nur über Authentizität, Kontaktpflege und Mehrwerte lassen sich nachhaltige Geschäfte machen.

Trend #4 - TikTok: Die am schnellsten wachsende Social Media Plattform aller Zeiten

Über TikTok und die Entwicklung der aus China stammenden App seit der Gründung in (gerade mal) 2018 wurde viel diskutiert. Aber eins nach dem anderen.

Diese 3 wichtigen Infos über TikTok solltet ihr spätestens 2020 kennen:

  • Was ist TikTok? TikTok hat alle Funktionalitäten eines Sozialen Netzwerkes. Das Besondere: Nutzer können hier kurze, selbstgedrehte Videos mit Musik und weiteren Effekten unterlegen und veröffentlichen.
  • Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, was tatsächlich auf TikTok tagtäglich passiert, dem legen wir die offizielle TikTok Top 100 aus 2019 ans Herz.
  • Warum sollte man TikTok auf dem Schirm haben? TikTok ist seit 2018 das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk. Dort tummeln sich etwa 1 Mrd. monatlich aktive Nutzer. (Quelle)

Worin genau liegen nun die Chancen für Unternehmen und Marken, wenn es um TikTok und dessen Platz in der Social Media Strategie 2020 geht? TikTok wird seinen geografischen und demographischen Expansionskurs weiter beibehalten. Wer 2020 den Einstieg bei TikTok versucht, wird noch eine hohe Anzahl sehr aktiver und vornehmlich junger Nutzer vortreffen, welche mittel- bis langfristig gemeinsam mit dem Netzwerk aus dem Teeniealter (in höhere und damit auch kaufkräftigere Alterssegmente) herauswachsen werden. Unternehmen haben mit TikTok die Chance sich auf kreative Weise einen Platz im Herzen der Generation Z zu sichern. Eine Möglichkeit bietet die unter Nutzern sehr beliebten Viral Challenges. Hierbei handelt es sich um regelmäßig neue Aufrufe an die Nutzer, Videos zu bestimmten Themen oder Aktionen zu erstellen und zu teilen. Unternehmen und Marken können sich hier mit Content oder eigenen Challenges platzieren. Auch ein Werbeanzeigenmanager wurde 2019 eingeführt, mit dem Anzeigenkampagnen geschaltet werden können.

Doch das Social Network steht auch in der Kritik: Der Umgang mit den Themen Jugendschutz, Political Correctness oder auch Datensicherheit sorgt für Gesprächsstoff. Eines der aktuell präsentesten Beispiele war die Sperrung einer Nutzerin nach Kritik an der chinesischen Regirung, oder die angebliche Reichweiteneinschränkung von Videos, die Menschen mit Behinderung zeigten (Quelle). Weitere Zahlen und Fakten zu TikTok finden Sie weiter unten in diesem Artikel unter Trends Social Media Kanäle 2020.

 

Trend #5 - Do it for the Story! VR/AR, Filter & GIFs

Stories sind das Format, dass die Social Media Landschaft wie keine andere Form der Contentgestaltung in den letzten Jahren geprägt hat. Das Prinzip folgt einfachen Regeln – in einer Story können Videos und Fotos mit einer Vielzahl an Features, wie etwa Filtern, Stickern, GIFs uvm. angereichert und mit dem eigenen Netzwerk geteilt werden. Der USP: Die Inhalte verschwinden nach 24 Stunden wieder. Kreation und Konsumption der Inhalte findet auf dem Smartphone statt.

Diese dominante Entwicklung hin zum Story-Format hat signifikante Auswirkungen für Unternehmen und Marken im Hinblick auf das Storytelling und die Kreation von Inhalten. Seit Beginn der Verbreitung von Stories in Social Media stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, die bisher im Querformat konzipierten und erstellten Inhalte für das Story-Format in Hochkant neu zu denken. Seit es Stories gibt, hat sich noch einiges mehr getan. Hervorgehoben werden sollen drei konkrete Disziplinen, mit denen sich Marketern in 2020 auseinandersetzen sollten. Das sind Augmented Reality Effekte, Video- und Fotofilter sowie GIFs.

Augmented Reality effects came a long way… Wer kennt den weit verbreiteten Filter nicht, der seinen Nutzern süße Hundeohren und Schlappzunge verpasst? Was als Spielerei begann, hat mittlerweile überaus kreative und künstlerische Iterationsstufen erreicht. Und das nicht zuletzt mit der Öffnung der AR Effekte für jeden Nutzer. Instagram bietet seinen Nutzern mittlerweile nicht nur eine große Auswahl an AR Effekten sondern gibt ihnen mit Spark AR sogar die Möglichkeit eigene Effekte zu gestalten und auf Instagram zur Verfügung zu stellen. Wann immer ein Filter in den Stories zum Einsatz kommt, wird im oberen linken Bildteil auf den Namen des Filters aufmerksam gemacht. Klickt der User auf den Namen, kann er diesen direkt ausprobieren, in seinen Favoriten speichern, ihn per Direktnachricht teilen oder das Profil des Erstellers / der Erstellerin besuchen. Auch gibt es mittlerweile eine In-App Datenbank mit allen Filtern bei Instagram. Die Zugänglichkeit zu den Filtern hat der Instagrammerin „Carmushka“ dazu verholfen Milliarden (!) Views für ihre Filter mit Namen wie „Moody Up“, „Breeze“, „Rosewood“ oder „Love“ zu generieren, was natürlich in einem deutlichen Followerwachstum resultierte (Quelle).

Eine weitere Disziplin, mit der man viel organische Sichtbarkeit und Interaktion generieren kann, sind GIFs. Der Einsatz von GIFs gibt den Nutzern die Möglichkeit ihren Stories mit aussagekräftigen und vor allem auffälligen Bewegtbildelementen das gewisse Etwas zu verleihen. Dass man mit GIFs hohe Reichweiten erzielen kann, hängt direkt damit zusammen, dass Instagram eine GIF-Suche in die Stories integriert hat. Dort findet der Nutzer zunächst eine Auswahl, an von Instagram vorgestellten topaktuellen GIFs. Darüber hinaus lassen sich dort jedoch auch GIFs zu bestimmten Schlagworten suchen – der Zugriff auf die Giphy Datenbank macht es möglich. Giphy ist eine der größten GIF-Suchmaschinen der Welt. Dort können selbst erstellte GIFs hochgeladen und veröffentlicht werden. Genau darin liegt die Chance für Unternehmen und Marken. Ob themen-, event- oder situationsbezogenes GIF – wer es schafft Relevanz mit Kreativität in einem GIF zu kombinieren, hat gute Chancen auf ein hohes Ranking sowohl auf Giphy aber auch auf Instagram. Wie sich das in Millionen Views auszahlen kann, zeigt zum Beispiel der Fall „Wiesn-GIFs“.

Trend #6 - Social Advertising: Expansion und Professionalisierung

Mit 13% der globalen Werbeausgaben ist Social Media 2019 bereits der drittgrößte Werbekanal nach TV und Paid Search (Quelle). In einigen Ländern wie Großbritannien überholen die Ausgaben für Social Media bereits TV (Quelle). Die hohe Reichweite, niedrige Einstiegshürden, Effektivität und das zentrale Interface sind Game Changer für Werbekunden (Quelle).

Facebook setzt hier nach wie vor die Standards und bietet ausgefeilte Möglichkeiten Zielgruppen mit vergleichsweise geringen Streuverlusten anzusprechen. Vor allem die vielfältigen geräteübergreifenden Retargeting-Optionen funktionieren im Performance Marketing extrem gut. Aber auch andere Plattformen werden immer stärker im Social Advertising. Allen voran LinkedIn. Mit Microsoft im Rücken hat LinkedIn ausreichend Ressourcen und Know-How eigene Standards zu entwickeln und nicht nur Facebook hinterher zu rennen. Vor allem im B2B lohnt sich der Einstieg in LinkedIn Ads, da das ausgefeilte Targeting basierend auf Studiengängen, Berufsbezeichnungen, Unternehmen und Karrierelevel hier sehr gut funktioniert und man bei einem B2B Lead auch die teils bis zu 8 Mal höheren Kosten gegenüber Facebook in Kauf nehmen kann.

Auch Twitter bietet bereits seit längerem einen passablen Ad Manager, bei dem das Targeting von Followern einzelner Accounts sowie das Targeting auf Hashtags ein Alleinstellungsmerkmal ist. Auch die anderen Social Media-Plattformen ziehen nach und wollen sich einen Teil des globalen Werbekuchens sichern, indem Sie Advertising im Self-Service Ad Manager zur Verfügung stellen. Snapchat, Xing, Pinterest und TikTok – sie alle haben 2019 einen Public Ad Manager eingeführt oder ihre Funktionalitäten deutlich verbessert.

Bei einem derartig hohen Umsatz den Facebook mit Werbeanzeigen erzielt, muss es sich aber auch bestimmten Qualitätsstandards unterwerfen. Jeder, der mit dem Facebook Ad Manger arbeitet, kann ein Lied von Bugs und häufigen Abstürzen des Programms singen. Hier muss Facebook nachbessern und eine stabilere Umgebung zur Verfügung stellen. In einer Umfrage nach den wichtigsten Social Media Trends auf Facebook waren sich viele Social Advertising Experten einig, dass Global Attribution ein Top-Thema für 2020 ist, um endlich die weltweit wichtigsten Marketingkanäle in ein einheitliches Attributionsmodell fließen zu lassen.

Auch die Themen Automatisierung von Bidding, Platzierung und Placements sowie die plattformgerechte Anpassung von Creatives sollte man 2020 auf dem Schirm haben. Besonders Fancy: Augmented Reality-Ads ermöglichen beispielsweise die Anprobe verschiedener Brillenmodelle direkt im Newsfeed.

Beispiel für Augemented Reality Filter auf Facebook

Abb. Augmented Reality Ads bei Facebook, © Facebook

Trend #7 - Influencer Marketing setzt sich durch und findet erste Anwendung im B2B

Influencer Marketing hat sich als eigenständige Disziplin im Bereich Social Media fest etabliert. Das Marktvolumen wächst von 560 Mio. € in 2017 auf voraussichtlich etwa 1 Mrd. € in 2020 allein im DACH-Raum (Quelle). Studien zufolge haben bereits 2017 etwa 50% der 14 bis 29-Jährigen in Deutschland angegeben, von Influencern beworbene Produkte gekauft zu haben. Seitdem ist jedoch die Glaubwürdigkeit von Influencern Studien zufolge gesunken (Quelle). Influencer sind erst dann wirklich glaubwürdig, wenn Sie sich klar für ein Thema positionieren und nicht permanent Werbekooperationen eingehen. Zuletzt haben diverse Rechtsstreitigkeiten zu einer Diskussion um die Kennzeichnungspflicht bezahlter Beiträge geführt. Mit dem Tag "Sponsored Post" oder auf Deutsch "Bezahlte Partnerschaft" hat Instagram selbst erste Maßnahmen ergriffen, um dem Influencer Marketing zu mehr Transparenz zu verhelfen (Quelle).

Dieser Glaubwürdigkeitsverlust sorgt unter anderem für eine Stärkung sogenannter Micro-Influencer. Micro-Influencer haben mit 1.000 bis 10.000 zwar deutlich weniger Follower, besitzen aber eine höhere Glaubwürdigkeit und bedienen oft thematische Nischen. Zudem kosten Kooperationen mit Micro-Influencern deutlich weniger.

Auch im B2B findet Influencer Marketing immer häufiger Anwendung. Entweder durch interne Corporate Influencer, aber auch durch die Arbeit mit Anwendern, Referenzkunden oder Fachexperten mit einer hohen Reichweite sowie durch den Einsatz von Influencern auf B2B Events (Quelle).

Influencer sind nicht nur moderne Litfaßsäulen, sondern beherrschen Ihre Social Media Plattformen häufig besser als Unternehmen. So werden sie neben Ihrer Reichweite zu wertvollen Content Creatoren, oder entwickeln gar gemeinsam mit den Unternehmen Produkte. Viele Organisationen sind gerade dabei Influencer Marketing-Abteilungen aufzubauen. Auch Agenturen und Toolanbieter wachsen stark und erleichtern die Kooperation mit Influencern durch Kampagnenbegleitung, Influencer-Datenbanken und vorgefertigte Zahlungs- und Kooperationsverträge.

Trend #8 - Oldies but Goldies & Things to Watch

Folgende Themen haben es nicht in die ausführliche Betrachtung geschafft, sollten aber dennoch für 2020 beachtet werden:

Oldies but Goldies

  1. Mobile first: Über 90% der Nutzung von Social Media findet auf mobilen Endgeräten statt. Leider erleben wir in unserer Arbeit immer noch viel zu häufig den Fokus auf den Desktop. Gerade Content Creation muss von Beginn an für Smartphones konzipiert werden.
  2. Video rules: Natürlich ist für eine funktionierende Content-Strategie in Social Media das Thema Bewegtbild unabdingbar. Sämtliche Studien und Erfahrungen belegen eine höhere Effizienz von Video gegenüber anderen Medienformaten in Social Media.
  3. Messenger Marketing: Seit einigen Jahren wird Messenger Marketing immer wieder als Social Media Trend genannt. 100%ig konnte sich dieser Trend noch nicht durchsetzen. Einerseits hat Facebook die Broadcasting-Funktion für Newsletter auf Whatsapp gerade erst eingestellt. Andererseits gibt es vielfältige Möglichkeiten für die Anbindung von (intelligenten) Bots beispielswese im Facebook Messenger. Es bleibt spannend.

Things to Watch

  1. IGTV: Bereits 2018 wurde IGTV, kurz für Instagram TV, gelaunched. Hier haben Nutzer die Möglichkeit Videos über einer Länge von 60 Sekunden anzusehen. Lange Zeit wurde diese Funktion kaum genutzt. Ein kleiner Tweak führte zum Erfolg: Instagram hat die längeren Videos in den Newsfeed integriert, zeigt die ersten 60 Sekunden nun als Teaser und leitet dann auf IGTV weiter. Seitdem haben sich die Views um 300 bis 1.000% erhöht (Quelle).
  2. Google My Business: Endlich eine funktionierende Social Media Plattform von Google? Relativ unbemerkt hat Google hier neben Bewertungen und natürlich der Google Maps Funktion die Möglichkeit implementiert auch allgemeine Postings zu veröffentlichen. Wenn Google es schafft diese Funktion noch besser mit den Suchergebnissen zu verknüpfen und Unternehmen hierdurch eine höhere Sichtbarkeit und mehr Traffic generieren können, dann wird Google My Business ein ernstzunehmender Player werden.
  3. Non-Public Social Media: Im Zuge der Debatte um Privatsphäre und dem Wunsch der Nutzer mehr in geschützten Bereichen zu kommunizieren, legt Facebook einen Fokus auf 1:1 Messenger Funktionen, Gruppen und führt Funktionen wie „Enge Freunde“ bei Instagram ein. Unternehmen sollten diesen Trend beobachten und stärker an 1:1 Dialogmöglichkeiten arbeiten. Social Advertiser brauchen sich erstmal keine Sorgen zu machen. Parallel zu den Bemühungen den Nutzern mehr Privatsphäre zu bieten, werden die Werbemöglichkeiten für Gruppen und Messenger ausgebaut.
  4. Reddit: Reddit ist eine Social Media-Plattform, auf der Nutzer Beiträge abschicken können, die von anderen Nutzern hoch- oder runter-gevotet und kommentiert werden. Reddit existiert schon seit 2005, ist seitdem stetig gewachsen und konnte seine Nutzerzahlen im letzten Jahr gar um 30% steigern. Mittlerweile hat reddit 430 Millionen monatlich aktive Nutzer. Das sind mehr als Twitter, Pinterest oder Snapchat (Quelle). Noch sind die Werbemöglichkeiten für Unternehmen eingeschränkt. Seit einem 150 Mio $ Investment von Tencent, dem Chinesischen Konzern hinter WeChat, ist Reddit gut finanziert und wird diese Möglichkeiten mit Sicherheit ausbauen (Quelle)

Trends Social Media Kanäle 2020

Im Folgenden betrachten wir Statistiken der relevantesten Social Media Kanäle weltweit. Neben den Nutzerzahlen wurde auch das Wachstum beleuchtet. Falls vorhanden, haben wir die deutschen Nutzerzahlen ergänzt.

Vorab: Gute Statistiken zur Nutzung der Social Media Plattformen zu bekommen ist schwierig. Wir  sind entweder abhängig von den Selbstauskünften der Social Media Plattformbetreiber, die sich möglichst im besten Licht darstellen wollen, oder wir müssen auf Umfragen mit verschiedenen Erhebungsformen und unterschiedlichen Stichprobengrößen zurückgreifen. Wenn auch hier keine Zahlen existieren, können wir teilweise noch auf die Zielgruppengrößenschätzungen der jeweiligen Werbeanzeigenmanager zurate ziehen. Noch schwieriger wird es dadurch, dass verschiedene Nutzertypen angegeben und Regionen kumuliert werden. Facebook und Twitter (Quartalszahlen durch Börsenlistung) geben beispielsweise seit kurzem nur noch weltweite und überregionale Zahlen für mDAU´s (Monetizable Daily Active Users), also monetarisierbare täglich aktive Nutzer, an. Wir haben in der nachfolgenden Recherche die besten zur Verfügung stehenden und am ehesten zu vergleichenden Zahlen herausgesucht und die Quellen aufgeschlüsselt. Wir empfehlen die Zahlen anderer Artikel stets einem kurzen Realitycheck zu unterziehen. Oft zeigt sich relativ schnell, dass Zahlen falsch hergeleitet wurden und dies führt oft zu mangelhaften Interpretationen.

Social DNA Kanalmatrix

Einordnung der Social Media Kanäle im Gesamtvergleich

Abb.: Kanalmatrix für 2020

Nutzerzahlen, Wachstum und Fakten zu YouTube, Facebook, Instagram, LinkedIn, Xing, Twitter, Pinterest und Snapchat

Heroes

YouTube – Der Social Video Koloss stärkt „Social“-Aspekte

  • 2 Mrd. monatlich aktive Nutzer weltweit (Mai 2019 / Quelle)
  • 25,2 Mio. wöchentlich aktive Nutzer in Deutschland (Oktober 2019 / Quelle)
    • Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen 40% der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren (62,9 Mio. Menschen) wöchentlich YouTube (Oktober 2019 / Quelle)
  • YouTube zeigt ein ungebremst schnelles Wachstum mit etwa 20% im Vergleich zum Vorjahr (Quelle)
  • YouTube wird quer durch alle Altersklassen genutzt (Quelle)
  • Bereits Ende letzten Jahres beginnt YouTube die beliebte „Story“-Funktionalität von Snapchat und Instagram zu kopieren und auf seine Plattform zu integrieren. Weitere visuelle Design-Tweaks lassen YouTube noch mehr „social“ wirken

Instagram – Der Social Media Standard für (junge) Erwachsene

  • 1,2 Mrd. monatlich aktive Nutzer weltweit (Stand: Dezember 2019, Schätzung basierend auf der letzten offiziellen Meldung von 1 Mrd. im Juni 2018 und einem Wachstum von ca. 200 Mio. pro Jahr (Quelle)
  • 19 Mio. erreichbare Nutzer in Deutschland (Dezember 2019 / Quelle: Facebook Werbeanzeigenmanager)
    • Instagram kommuniziert immer nur das Erreichen bestimmter Meilensteine wie bspw. letztmals 15 Mio. Nutzer im August 2017 in Deutschland. (Quelle)
  • Instagram wächst also nach wie vor schnell in Deutschland
  • Auch die Nutzung der „Stories“ intensiviert sich: 500 Mio. täglich aktive Nutzer im Januar 2019 versus 400 Mio. im Juni 2018 (Quelle)
  • Die aktivste Altersgruppe weltweit ist die der 18-34-Jährigen (Quelle)
  • Instagram ist sehr relevant im Bereich Social Advertising: Innerhalb von sechs Monaten haben weitere 1 Mio. Werbekunden Instagram für sich entdeckt und 80 % der Instagram Nutzer folgen mindestens einem Unternehmen (Quelle)

TikTok – Die neue Social Media Macht aus China

  • 1 Mrd. Nutzer weltweit (Juni 2019 / Quelle)
  • 5,5 Mio. täglich aktive Nutzer in Deutschland (November 2019 / Quelle)
  • TikTok ist damit bereits der viertgrößte Social Media Kanal hinter YouTube, Facebook und Instagram
  • Keine andere Plattform ist jemals so schnell gewachsen: TikTok wurde erst 2016 als Douyin gegründet, hat 2017 mit Musical.ly fusioniert und wurde dann in TikTok umbenannt (Quelle)
  • TikTok ist aufgrund von Zensurvorwürfen häufig in der Kritik (Quelle)
  • TikTok dürfte die jüngsten Nutzer aller Social Networks haben. 41% sind zwischen 16 und 24 Jahren alt, wobei viele Nutzer bereits mit 9 oder 10 Jahren starten (Quelle)
  • 60% der Nutzer sind weiblich (Quelle)
  • Weitere Informationen zu TikTok finden Sie weiter oben in den strategischen Einflussfaktoren Social Media 2020

Cash Cows

Facebook – Social Media Imperium mit angeknackstem Kern

  • 2,37 Mrd. monatlich aktive Nutzer (Q1 2019 / Quelle)
  • 1,62 Mrd. täglich aktive Nutzer weltweit (Q3 2019 / Quelle)
  • 27 Mio. Nutzer können auf Facebook und über den Messenger in Deutschland erreicht werden. (Dezember 2019 / Abfrage Reichweitenpotential Werbeanzeigenmanager / Quelle: Börsenbericht /Allfacebook)
  • Definitiv ein stagnierendes Wachstum bei Facebook als Plattform in Deutschland
  • Wachstum von +9% weltweit im Vergleich zum Vorjahr
  • Facebook hat einen Markenrelaunch vollzogen und brandet nun alle seine Subbrands ebenfalls mit dem Facebook Logo (Quelle)
  • Facebook macht 17,7 Mrd. $ Umsatz im Q3 2019, davon 4,1 Mrd. $ in Europa.
  • 94% des Umsatz von Anzeigen sind mobil (Q3 2019 / Quelle)

Rising Stars

Pinterest – entwickelt sich aus der Nische

  • 322 Mio. monatlich aktive Nutzer weltweit (Q3 2019 / Quelle)
  • 7 Mio. Nutzer in Deutschland (Abfrage Reichweitenpotential Werbeanzeigenmanager)
  • +28% Nutzerwachstum weltweit im Vergleich zum Vorjahr (Q3 2019 / Quelle)
  • Altersmäßig ist Pinterest relativ breit aufgestellt mit 72% zwischen 18 - 42 Jahren (Quelle)
  • 70% der Nutzer sind weiblich (Quelle)
  • Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine mit Social Media Plattformelementen: 4 Mio. Ideen werden in Deutschland täglich auf Pinterest gespeichert (Quelle)
  • Pinterest hat dieses Jahr den Werbeanzeigenmanager in Deutschland eingeführt und zeigt allgemein ein starkes jährliches Umsatzwachstum von 47% auf 280 Mio $. (Q3 2019 / Quelle)

Specialists

LinkedIn – Karrierenetzwerk on steroids

  • 660 Mio. Nutzer weltweit (Dezember 2019 / Quelle)
  • 14 Mio. Nutzer in DACH (Dezember 2019 / Abfrage Reichweitenpotential Werbeanzeigenmanager)
  • 9,8 Mio. Nutzer in Deutschland (Dezember 2019 / Abfrage Reichweitenpotential Werbeanzeigenmanager)
  • Über die letzten Jahre ist LinkedIn in DACH stabil um je eine Mio. Nutzer pro Jahr gewachsen (Quelle)
  • Im letzten Jahr ist LinkedIn weltweit ca. um 70 Mio. gewachsen. (Aktuelle Zahlen verglichen mit Endjahreswert 2018, Quelle)
  • Mehr als 30 Mio. Unternehmen und 20 Mio. Jobangebote sind auf LinkedIn zu finden (Quelle)
  • Neben dem Werbeanzeigengeschäft und bezahlten Profilen hat LinkedIn eine Vielzahl weiterer Produkte wie LinkedIn Elevate für Employee Advocacy oder den Sales Navigator für Social Selling sowie einige Recruiting Produkte.

Twitter – Trotz vergleichsweise wenig Nutzer hohe indirekte Reichweite

  • 145 Mio. täglich aktive Nutzer weltweit (Q3 2019 / Quelle)
  • 1,26 Mio. täglich aktive Nutzer in Deutschland
    • Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen 2% der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren (62,9 Mio. Menschen) täglich Twitter. (Oktober 2019 / Quelle)
  • Wachstum: Ein Plus von 21 Mio. Nutzern = 17% Wachstum im letzten Jahr weltweit (Quelle)
  • Fun Fact: Einer der wichtigsten Märkte für Twitter ist Japan mit dem zweitstärksten Anteil zum Gesamtumsatz. Twitter liegt hier noch vor Facebook und Instagram (Quelle)
  • Etwa 63% der Nutzer sind zwischen 35 – 65 Jahren alt. 66% sind männlich (Quelle)
  • Die Reichweite von Twitter reicht weit über die Plattform hinaus, da sich durch die gute Durchsuchbarkeit sowie viele prominente Politiker die Medien auf Twitter eingeschossen haben

Snapchat – das unbeugsame gallische Dorf

  • 210 Mio. täglich aktive Nutzer weltweit (Q3 2019 / Quelle)
  • 6 Mio. täglich aktive Nutzer in Deutschland (Q3 2019 / Quelle)
  • Wachstum: Mehr als 24 Mio neue Nutzer weltweit, aber stagnierendes Niveau in Deutschland (Q3 2019 / Quelle)
  • 75 % der deutschen Snapchat Nutzer sind unter 24 Jahren (Quelle)
  • Etwa 61% der Nutzer sind weiblich (Quelle)
  • Sowohl Facebook (Angebot angeblich 3 Mrd. $ 2013) als auch Google (Angebot angeblich 30 Mrd. $ 2016) haben versucht Snapchat zu kaufen (Quelle). Snapchat hat dies aber immer abgelehnt.
  • Snapchat hat mit einem 24 Mrd. $ Börsengang den zweitgrößten US-IPO aller Zeiten hingelegt (Quelle)

Xing – Kampf gegen LinkedIn verloren?

  • 16 Mio. Nutzer in der DACH-Region (Quelle)
  • Kaum Wachstum seit letztem Jahr (Vgl. Social Media Trends 2018)
  • Xing hat nun auch einen Self-Service Werbeanzeigenmanager eingeführt. Unser Social Advertising Kanalvergleichstest führte zu vergleichsweise guten Ergebnissen
  • Gerade bei einer Karriereplattform ist Marktführerschaft aufgrund der Vernetzungsmöglichkeiten relevant. Xing scheint bei der aktuellen Innovationsdynamik von LinkedIn nicht mithalten zu können.
  • Xing wird dennoch eine ganze Weile relevant bleiben und positioniert sich derweil mit neuen Produkten und Themen wie New Work oder B2B E-Recruiting.

Strategische Handlungsempfehlungen Social Media Marketing 2020

  1. Brandformance: Wert und Vertrauen in Ihre Marke sind essenziell für den Erfolg in Social Media 2020. Betreiben Sie neben ihren Lead- und Sales-Kampagnen ausreichend Image- und Awareness-Kampagnen.
  2. Social Advertising: Beschäftigen Sie sich intensiv mit Social Advertising und der Attribution ihrer Maßnahmen. Die Zeiten ins Blaue zu schießen sind vorbei. Wenn Sie hier nicht gut aufgestellt sind, werden Sie in den kommenden Jahren abgehängt.
  3. Personal Branding: Menschen vertrauen Menschen. Nutzen Sie die Kraft Ihrer Mitarbeiter und starten Sie mit Personal Branding im Bereich Social Media. Starten Sie mit dem CEO oder der Führungsebene und rollen Sie das Programm nach und nach auf alle relevanten Ebenen aus (Employee Advocacy). Betreiben Sie kein aufdringliches Social Selling. Seien Sie smarter als die Konkurrenz.
  4. Ethical Marketing: Eine starke Marke hängt 2020 auch von einer glaubhaften moralischen Positionierung ab. Sie müssen nicht die Welt retten, aber suchen Sie sich ein Thema, bearbeiten Sie dies und seien Sie dabei transparent und betreiben Sie kein „Greenwashing“.
  5. Social Content Creation: Seien es Fotos und Videos im Hochformat oder gar Filter, GIFs, oder Augmented Reality. Sie sollten Ihre Medienproduktion inhouse zukunftsfähig aufbauen und sich ein Netzwerk an fähigen Social Content Creators aufbauen, um auf den Social Media Plattformen von heute und morgen mitspielen zu können
  6. Fokussieren Sie sich: Social Media wird immer heterogener und komplexer. Nur ein Unternehmen mit Ressourcen im Millionenbereich allein für Social Media kann auf allen Kanälen exzellent sein. Welcher Kanal passt am besten zu Ihrem Unternehmen? Wo ist Ihre Zielgruppe? Welche Inhalte haben Sie?
  7. Komplexität: Es gibt nicht DIE eine Agentur, die alles kann. Ebenso wenig kann ein einzelner Mitarbeiter allein das Social Media Marketing eines größeren Unternehmens ohne externe Hilfe managen. Stellen Sie ein Team zusammen und lassen Sie sich beraten 😉! Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.

Bild Top 5 Social Media Podcasts

Die Top 5 Social Media Podcasts

Die Relevanz von Podcasts steigt stetig. In unserem Beitrag „Podcasts: Eine Goldgrube für Werbetreibende?“ haben wir die Gründe, aktuelle Statistiken und Möglichkeiten für Werbetreibende beschrieben. Als große Podcast-Fans gepaart mit unserer Passion für Social Media, präsentieren wir euch daher nun die Top 5 Podcasts zum Thema Social Media Marketing. Im Vergleich zu den USA gibt es in Deutschland noch vergleichsweise wenige Social Media Podcasts und so haben es auch zwei der besten englischsprachigen Social Media Podcasts auf unsere Liste geschafft.

 

Social Marketing Nerds Podcast

Bild Social Marketing Nerds Podcast

Link: https://www.termfrequenz.de/podcast/sm-nerds/

Hosts: Jan Stranghöner und Ben Küstner

Themenschwerpunkt: Social Advertising

Sprache: Deutsch

Beschreibung: Jan Stranghöner und Ben Küstner geben als „Social Marketing Nerds“ vor allem Tipps zu effizienten Social Advertising-Strategien. Die beiden sind neben dem Podcast auch verantwortlich für die Social Advertising-Konferenz Ads Camp. Neben dem Performance-Schwerpunkt kommen durch Interviews mit bekannten Größen der deutschen Social Media-Szene aber auch weitere Themen zur Sprache, wie beispielsweise in der Folge „Gewinnspiele & Engagement Baiting 2019“ mit Felix Beilharz.

Social Minds - Social Media Marketing Podcast

Bild Social Minds - Social Media Marketing Podcast

Link: https://chartable.com/podcasts/social-minds
(Podcast auf allen Plattformen verfügbar)

Hosts: Theo Watt and Eve Lily Young

Themenschwerpunkt: Social Media Trends

Sprache: Englisch

Beschreibung: Podcast der britischen Social Media Agentur Social Chain, deren Mehrheitsanteile vom deutschen Unternehmer und Ex-ProSieben-CEO Georg Kofler übernommen wurden. Neben dieser sehr spannenden Side-Story ist Social Chain aber einfach eine sehr spannende und dynamische Social Media Agentur. Thematisch beschäftigt sich dieser Podcast vor allem mit allgemeinen Social Media-Themen sowie insbesondere Social Media Trends und Data Science Insights.

AskOMR Podcast

Bild AskOMR Podcast

Link: https://omr.com/de/askomr-podcast-andre-alpar/

Host: Andre Alpar

Themenschwerpunkt: Online und Social Media Marketing FAQs

Sprache: Deutsch

Beschreibung: Das Besondere am AskOMR-Format: Jeder kann hier seine Fragen eintragen und bekommt diese in einer der nächsten Folgen von Andre Alpar und Kollegen beantwortet. Etwa ein Drittel aller Folgen drehen sich um Social Media Themen, wie beispielsweise die Folge „OMR Report: Facebook Advertising mit Florian Litterst“. Die Beantwortung anderer Fragen aus dem Online Marketing-Bereich sind für uns stets auch im Social Media-Kontext hilfreich.

Adsventure Podcast

Bild Adsventure Podcast

https://www.adsventure.de/podcast/

Host: Florian Litterst und Sebastian Vogg

Themenschwerpunkt: Facebook / Instagram Advertising

Sprache: Deutsch

Beschreibung: Der jüngste Podcast aus dieser Runde stammt vom Facebook-Ad-Pro-Duo Florian Litterst und Sebastian Vogg. Florian betreibt neben dem Podcast den gleichnamigen Blog Adsventure. Sebastian hat übrigens noch einen weiteren Podcast rund um die Themen Selbständigkeit im Online Marketing am Start. Die beiden bewegen sich natürlich mit ihren Themen vor allem im Facebook-Advertising-Kosmos. Wer richtig tief in die Themen Kampagnensetup und -optimierung eintauchen will, sollte hier unbedingt reinhören.

The Science of Social Media Podcast

Bild The Science of Social Media Podcast

Link: https://buffer.com/resources/category/podcast

Host: Hailley Griffis, Heather Maypousti, Dave Chapman

Themenschwerpunkt: Social Media Tools, Tipps und Tricks

Sprache: Englisch

Beschreibung: Dieser vom Social Media Management-Toolanbieter Buffer betriebene Podcast ist keine Werbeveranstaltung, sondern bietet in kurzen Folgen eine Social Media-Druckbetankung zu allgemeinen, aber auch spezifischen Social Media Themen wie „Why Isn't Anyone Talking About Live Video Anymore?“ oder „6 Simple Ways You Can Use Neuroscience to Increase Marketing Productivity“.

 

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Laborflaschen-Fans? Wie DWK Life Sciences spezifische Zielgruppen auf Social Media erreicht hat

Laborflaschen-Fans? Wie DWK Life Sciences spezifische Zielgruppen auf Social Media erreicht hat

DWK Life Sciences ist einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigem Laborglas. Als neu formiertes Unternehmen mit einer starken Geschichte, steht DWK Life Sciences vor der Chance und Herausforderung, seine Marketingmaßnahmen neu aufzustellen. Parallel zur Erarbeitung der gesamten Marke, möchte DWK Life Sciences neue Marketingmaßnahmen so zielführend wie möglich gestalten und noch mehr über seine Kunden herausfinden. Das Sortiment von DWK Life Sciences ist über viele Industrien sowie Anwendungsfelder hinweg einsetzbar und so war das Interesse auf die neuen Zielgruppeninformationen hoch.

Doch wie kommt ein Life Sciences Unternehmen ohne eigenen Online-Shop am besten mit seiner Zielgruppe in Kontakt?

 

Eine geniale Idee..

Zur Ansprache einer im Laborumfeld tätigen Zielgruppe ließ man sich bei DWK Life Sciences etwas einfallen. Zunächst wurde eine Kampagne entworfen, die den verschiedenen Laborflaschentypen bestimmte Eigenschaften und menschliche Personas gegenüberstellt. Des weiteren wurde die ikonische Laborflasche „DURAN® YOUTILITY®“ in eine „Genius Edition“ überführt. Die Genius Bottle ist eine limitierte Auflage der echten Laborflasche für den Privatgebrauch. Sie zeigt die Konterfeis und Zitate legendärer Naturwissenschaftler. Darüber hinaus ist die Flasche stabiler als handelsübliches Glas im Privatgebrauch und hält auch extremen Temperaturen stand. Aufgrund ihrer Eigenschaften entwickelt sich die Flasche schnell zu einem Objekt der Begierde für die Zielgruppe, aber auch die eigenen Mitarbeiter und Geschäftspartner.

Zur Flasche wurde die passende Landingpage entworfen und ein Gewinnspiel entwickelt, in welchem die Nutzer eine der Flaschen gewinnen konnten, wenn Sie Produktverbesserungsvorschläge übermitteln.

Social-Media-Marketing-Case DWK Life Science Landingpage

 

Die Herausforderung: Es bestanden noch keine großen Marketingkanäle wie bspw. Newsletterlisten oder Social Media Communities, auf die zurückgegriffen werden konnte. Bisherige Versuche der Bannerschaltung funktionierten zwar, brachten aber keinen Traffic in einer der Kampagne angemessenen Anzahl. Ein Social Media Pilotprojekt war der richtige Weg, dieser Herausforderung zu entsprechen.

Die Social Media Kampagne: Zielgruppe bestimmen

Dass Social Media ein exzellenter Kanal ist, um Traffic zu einem guten „Cost per Result“ auf Webseiten zu generieren, ist bekannt. Eine große Menge an Traffic ist jedoch – vor allem im B2B Social Media Marketing - keine sinnvolle Zielsetzung. Es kommt darauf an, die „Richtigen“ zu erreichen. Doch wie findet man Personen, die mit Laborflaschen arbeiten, ja die vielleicht sogar Laborflaschen-Fans sind?

Eine treffende Zielgruppendefinition basiert auf Erfahrungen, Tests und laufender Aktualisierung.

In diesem Fall konnten wir auf Erfahrungen aus Projekten mit anderen Kunden zurückgreifen, die Labormitarbeiter als Zielgruppe haben. Ein Learning hierbei ist zum Beispiel, dass einschränkende Kombinationen aus Studiengängen und Stellenbeschreibungen sowie einigen weiteren, spezifischen Interessen, sehr gut funktionieren.

Solche Erfahrungen sind wichtig, um die erhaltenen Informationen zielführend zu verarbeiten. Dazu haben wir einen Prozess entwickelt, der nach einer Analysephase in einem Workshop Informationen je nach Social Media Plattformanforderungen strukturiert, indem er die verschiedenen Möglichkeiten zur Definition von Zielgruppen in Social Media abfragt. Mit diesem Wissen können dann konkrete Entwürfe zum Targeting erfolgen, die in Feedbackschleifen verfeinert werden.

Eine Zielgruppenbeschreibung basiert jedoch immer „nur“ auf Annahmen und Erfahrungen. Erst der Praxistest gibt Gewissheit über den richtigen Weg.

Social Media Life Sciences Targeting

 

Nachdem wir gemeinsam mehrere Zielgruppenbeschreibungen erarbeitet haben, nutzten wir einen „Facebook A/B- bzw. Split-Test“. Mit diesem dedizierten Testwerkzeug von Facebook können verschiedene Variablen wie Zielgruppen oder Texte überschneidungsfrei getestet werden. Dabei teilt Facebook Zielgruppen in zufällige, sich nicht überlappende Gruppen auf. Durch dieses Zufallsprinzip wird sichergestellt, dass der Test fair durchgeführt wird, weil andere Faktoren die Ergebnisse des Gruppenvergleichs nicht verzerren.

Die Social Media Kampagne: Zielgruppe kreativ ansprechen

Nachdem wir durch den Test Gewissheit hatten, welche Zielgruppen am besten funktionierten, konnten wir mit den beiden Hauptphasen der internationalen Kampagne beginnen. Dabei bauten wir auf dem bestehenden Material auf und suchten Social Media Werbeformate, die die bestehenden Materialien optimal nutzten und ihnen das gewisse Etwas verliehen. In Phase 1 generierten wir mit einer Facebook Karussel-Anzeige Traffic zur Landingpage. Auch spielten wir ein Kampagnenvideo aus, um später die Zuschauer des Videos erneut in unsere Zielgruppenbeschreibung aufzunehmen.

In Phase 2 nutzten wir Lead Ads, um das Gewinnspiel mit der Frage zur Produktverbesserung direkt auf Facebook abzubilden. Lead Ads sind mobile Formulare, die unmittelbar in der Facebook App geöffnet werden. Wenn jemand auf eine Lead Ad klickt werden die Kontaktdaten bereits automatisch, auf Basis der auf Facebook geteilten Informationen, ausgefüllt. Diese und weitere Informationen können von dem Interessenten angepasst werden. Auf diese Art und Weise lassen sich in sekundenschnelle Leads generieren.

Durchschlagender Erfolg und überraschendes Feedback zur Life Sciences Social Media Kampagne

Häufig bekommt ein Marketer kein direktes Feedback auf seine Kampagne. In diesem Fall jedoch kommentierten Nutzer explizit ihre Begeisterung über diese „Werbung“. Ein Nutzer erstellte sogar Screenshots und teilte die Kampagne erneut über seinen eigenen Twitter-Kanal mit dem Hinweis „Who knew a Facebook ad for lab equipment could be so iconic?“ (Siehe Abbildung unten). Noch wichtiger waren jedoch die vielfältigen Fachgespräche echter „Laborflaschen-Fans“ unter den Social Media Life Sciences Werbeanzeigen.

„Die Übersetzung der Kampagne für Social Media und die Reaktion der Zielgruppe hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Social Ads boten eine Plattform für die Fans der DWK Life Sciences Produkte und vermittelten das positive Gefühl von Verständnis.“

- Dennis Beckedorf, Digital Marketing Manager bei DWK Life Sciences

 

Kommentare Life Sciences Social Media Kampagne

Auch war die Rücklaufquote der generierten Leads erstaunlich hoch und unterbot jeden bis dahin bekannten „Cost per Lead“.

Weitere Ergebnisse:

  • Steigerung des Website-Traffics um das 22-Fache
  • Über 600 Interaktionen innerhalb der relevanten Zielgruppe
  • Generierung von Leads inklusive Job-Profile, Unternehmen und Produktverbesserungsvorschlägen im dreistelligen Bereich
  • Reduktion des CPC um das 50-fache gegenüber der Bannerschaltung

Nach dem großen Erfolg der Kampagne wird derzeit am internationalen Roll-Out gearbeitet. Fortführende Kampagnen sind in Planung.

TL;DR: Das Projekt in Bildern

https://de.slideshare.net/SocialDNAde/life-sciences-social-media-best-practice

Interview zu den Hintergründen auf marconomy.de

Jetzt lesen: Interview mit Dennis Beckedorf, Digital Manager DWK Life Sciences und Nemo Tronnier, Geschäftsführer Social DNA 

 

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Social DNA B2B Social Media Marketing 2019

B2B Social Media - Worauf es ankommt: Einführung und Überblick

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Social Media im B2B Marketing sein volles Potential entfalten kann. Anhand der Unterschiede zwischen B2B (Business-to-Business) und B2C (Business-to-Consumer) erklären wir, worauf es im B2B Social Media Marketing ankommt.

Analogien zur Musikbranche

Die Musikindustrie ist ein prominentes Beispiel dafür, wie sich eine ganze Branche dem Wandlungsdruck der Digitalisierung beugen musste. Das Internet und die Umstellung von physischen auf digitale Tonträger öffneten einen neuen Kanal zur Zielgruppe. Dieser war direkter, kam ohne den klassischen Handel und vor allem ohne die Labels als Gate-Keeper aus. Dies hatte eine Machtverschiebung zur Folge. Das Internet und insbesondere die Sozialen Medien ermöglichen es Künstlern, ihre Musik selbst zu verkaufen. Plattformen wie Soundcloud, Spotify oder Bandcamp haben daraus ein Geschäftsmodell gemacht. So ist ein neuer Markt entstanden, der Künstler belohnt, die in der Lage sind, sich und ihr Musikprodukt selbst zu vermarkten. Ein aktuelles Beispiel für diese Art der Musikvermarktung stammt von Fynn Kliemann, der sein Album reichweitenwirksam in Eigenregie produziert, vermarktet und vertrieben hat. Dabei spielte Social Media eine entscheidende Rolle.

Während Musiker wie Fynn Kliemann oder Kanye West dies perfektioniert haben, tun sich einige B2B Unternehmen noch schwer bei der Entwicklung ihrer Social Media-Skills. Dabei lassen sich mit der richtigen Strategie auch B2B Marken, Produkte oder Dienstleistungen viel effektiver bewerben, als viele B2B Marketer ahnen. Womit wir beim zweiten ungewöhnlichen Beispiel wären: Jean Claude van Damme.

Die erfolgreichste B2B-Kampagne aller Zeiten?

Das Video „The Epic Split feat. Van Damme“ von 2013 war Teil einer Kampagne von „Volvo Trucks“. Es zeigt den Actionstar bei seinem Signature-Move auf einem neuen Level: Ein Spagat zwischen zwei fahrenden LKWs. Dem Unternehmen, das mit dem Spot sein „Dynamic Steering System“ bewarb, das einen perfekten Geradeauslauf bei schneller Fahrt ermöglicht, ist ein Coup gelungen: Das Video erzielte in nur vier Tagen über 22 Millionen Views auf YouTube. Heute sind es über 90 Millionen. Der Clou: Das Video war eines der ersten B2B Werbefilme die im Stile eines B2C TV Spots inszeniert wurden und seine Premiere auf YouTube hatte.

https://www.youtube.com/watch?v=M7FIvfx5J10 

Heute gilt „The Epic Split“ als erfolgreichste Kampagne im B2B-Bereich – und sie war der Ausdruck einer doppelten Revolution: Der Emotionalisierung und Digitalisierung des B2B-Marketings. Ein Segment, das bis dahin oft recht trocken war und nicht selten stiefmütterlich behandelt wurde. 2013 kann generell als ein Jahr der steigenden Akzeptanz digitaler Inhalte verstanden werden. Das Wort „Selfie“ schaffte es in den Duden, der Papst eröffnete einen Account bei Twitter und der Harlem Shake Dance wurde zu einem der ersten Internet-Memes, das weltweit viral ging.

Digitalisierung ebnet den Weg für B2B (Social Media) Marketing

Aufgrund der Möglichkeiten, die mit der Digitalisierung des globalen Handels einhergehen, schwindet, wie im Beispiel der Musikbranche, die Relevanz für Zwischenhändler. Der traditionelle, also mehrstufige, Vertriebsweg im B2B ist in Gefahr und wird von vielen Herstellern zunehmend in Frage gestellt oder umgangen. Wenn beispielsweise ein Hersteller von Werkzeugen seine Produkte an Händler verkauft, die diese wiederum an Handwerker veräußern, kann der Hersteller dank eines eigenen Online-Shops potenziell auf Zwischenhändler verzichten – und eine höhere Gewinn-Marge erzielen. Laut „E-Commerce und Versandhandel“-Studie der IfH Köln liegt die durchschnittliche EBIT-Marge der wichtigsten europäischen B2B IT-Distributoren bei einem Prozent, während ihre Lieferanten rund zehn Mal so viel verdienen.

In einer Zeit, in der sich laut derselben Studie neun von zehn B2B-Käufern im Internet bewegen und 50 % aller B2B-Käufe online getätigt werden, müssen sich alle Akteure Gedanken darüber machen, wie Sie die Veränderungen im Marketing aufgrund der Digitalisierung für sich nutzen.

Davon profitiert nicht zuletzt Social Media als Marketingdisziplin, denn Mithilfe der Sozialen Medien können B2B Unternehmen sehr niedrigschwellig einen ersten direkten Kontakt zu potenziellen Kunden aufbauen.

Eine Statistik des „1. AK Social Media in der B2B-Kommunikation“ belegt den Trend hin zu B2B Social Media Marketing eindrucksvoll: Haben 2011 nur rund die Hälfte aller befragen B2B-Unternehmen angegeben Social Media zu nutzen, so sind es 2018 über 95 %. Die digitale Marketingdisziplin hat sich innerhalb von nur sieben Jahren vom Nischenthema zum absoluten „Must-Have“ entwickelt.

B2B Social Media Statistik

Unterschiede zwischen B2C und B2B: Zahnbürste vs. Lastkraftwagen

Lassen Sie uns die Unterschiede zwischen B2B und B2C anhand eines Vergleiches vergegenwärtigen. Eine Zahnbürste hat in Deutschland eine potenzielle Kundschaft von fast jedem Bundesbürger, sagen wir 60 Millionen Personen. Vertreiben Sie jedoch beispielsweise LKWs, so schrumpft ihre Zielgruppe auf eine fünfstellige Zahl. Als Hersteller spezialisierter Sonderfahrzeuge kann die Zahl von Personen, die als Kunden infrage kommen, wenige hundert betragen – und die sollten Sie gezielt ansprechen.

Während der Kauf einer Zahnbürste kein längeres Nachdenken erfordert und oft spontan erfolgt, ist die Entscheidungsfindung im Bereich Business-to-Business wesentlich komplexer. Oft sind mehrere Personen involviert: Im sogenannten „Buying Center“ befinden sich Entscheidungsvorbereiter, Mittelmanager, Geschäftsführer bis hin zur Einkaufsabteilung, die den Kauf schließlich durchführt. Jeder dieser Personen hat ein anderes Informationsbedürfnis. Auch dauert der Kaufprozess deutlich länger, als sich eine Zahnbürste im Drogeriemarkt zu kaufen. Zudem sind B2B Produkte oft teurer und komplexer. Ein Truck enthält Spezialtechnik, die den Kunden vermittelt werden muss. Auch hier eignen sich emotionale Inhalte. Oder glauben Sie, dass die Besonderheiten des Volvoschen „Dynamic Steering System“ nur über technische Spezifikationen in einem Prospekt vermittelt werden können?

Social DNA B2B Matrix

Auf der Social DNA B2B Matrix finden Sie eine Gegenüberstellung der Anforderungen an B2B Marketer mit den Konsequenzen, die sich daraus ergeben und den Möglichkeiten, die Social Media Marketing bietet, diesen zu entsprechen.

Möglichkeiten des Targetings als entscheidendes Argument für B2B Social Media Marketing

Das wahrscheinlich stärkste Argument pro Social Media im B2B-Bereich, sind die granularen Möglichkeiten der Zielgruppenaussteuerung. Social Media Zielgruppen sind, wie weiter oben beschrieben, in der Regel kleiner und spezieller als im B2C-Bereich. Da es auf LinkedIn, Twitter, Xing Facebook & Instagram möglich ist, Zielgruppen im unteren dreistelligen Bereich zu definieren und anzusprechen, können Sie eine hochqualifizierte Zielgruppe zu einem sehr geringen Mediabudget erreichen. In der jahrelangen Arbeit mit B2B Zielgruppen haben sich einige Targetingmöglichkeiten als besonders effektiv erwiesen. So können Sie beispielsweise Zielgruppen mit der „Und muss auch-Kombination“ aus Studienfächern, Stellenbezeichnungen und Interessensgebieten bilden. Ebenfalls wertvoll ist der Rückgriff auf konkrete Unternehmen wie bspw. Wettbewerber oder Kunden. Sie haben damit die Möglichkeit Follower oder Mitarbeiter dieser Unternehmen in ihr Targeting aufzunehmen. Dabei können Sie stets weiter kombinieren und beispielsweise nur Sales-Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens in einer spezifischen Region ansprechen.

Ein ebenfalls sehr effizientes B2B Social Media Targeting ist die Ansprache von Messebesuchern zum konkreten Zeitpunkt ihres Messeauftritts. In unserem Blogbeitrag „Überraschende Wege Ihre B2B Zielgruppe auf Social Media anzusprechen“ finden Sie weitere Inspiration.

B2B Social Media Case Studies

 

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Die Tupperware Social DNA

Social Media Potential entfalten: Die Tupperware Social DNA

Wie alles begann

1946 brachte Earl Tupper das erste Produkt auf den Markt, mit dem er den Grundstein für die heutigen farbenfrohen Küchenhelfer und Behälter legte. Die „Wunderschüssel“ war eine wasserdichte Vorratsdose mit Sicherheitsverschluss, in der sich Lebensmittel länger frisch hielten. Ein revolutionäres Produkt in einer Zeit, in der Kühlschränke nicht zur regulären Einrichtung eines Haushaltes gehörten (Quelle).

Der weltweite Erfolg von Tupperware Produkten ist jedoch nicht nur dem Produkt, sondern vor allem dem von Brownie Wise erfundenen Marketing- und Vertriebssystem zuzuschreiben. Anfang der 50er Jahre entwickelte sie die erste Form des Direktvertriebs zum Verkauf der Produkte im Kontext privater Hausparties (Quelle).

Der Erfolg veranlasste Earl Tupper, alle Produkte aus dem öffentlichen Verkauf zu nehmen. Das Timing hätte nicht besser sein können. In einer Zeit, in der sich die Rolle der Frauen hauptsächlich auf „Mutter und Hausfrau“ beschränkte, konnten sie über Tupperware finanzielle Unabhängigkeit erreichen. 1954 war Brownie Wise die erste Frau auf dem Titelbild der Business Week und gilt als Ikone der Pre-Feministischen Ära (Quelle).

Heute ist Tupperware ein internationales Unternehmen und vertreibt eine breite Palette an Produkten mit mehr als 13.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern. Deutschland ist neben Indonesien, USA und Mexiko einer der wichtigsten Absatzmärkte. Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen, die auch in Zeiten der digitalen Transformation fortgeführt werden soll. Dieser Wandel wurde früh erkannt und von der Unternehmensleitung gut vorbereitet. In diesem FAZ-Artikel mit dem leicht führenden Titel Die Tupperparty trotzt dem Internethandel gibt Deutschland-Geschäftsführer Christian Dorner einen kleinen Einblick in die neue Strategie.

Das Social Media Potential

Stets stehen Menschen im Mittelpunkt der Tupperware Welt. Doch soziale Interaktionen finden heute zunehmend über Social Media statt. Tupperware Deutschland ist mit seiner eigenen Seite Vorreiter bei der Nutzung von Social Media. Die Tupperware-Facebook-Seite hat etwa 400.000 Fans mit guten Reichweiten und Interaktionsraten. Ausgewählte Produkte können mittlerweile im Onlineshop und sogar im Facebook-Online-Shop gekauft werden. Influencer-Kampagnen betonen die Nachhaltigkeit von Tupperware.

Das Projekt

Das Herz der Tupperware Welt ist und bleibt die Tupperparty. Daher ist neben der Arbeit in der Frankfurter Tupperware Zentrale die Arbeit der Bezirkshändler entscheidend. Social DNA durfte dabei helfen, dieses Potential zu entfalten.

Was glauben Sie, wie viele Beiträge es mit dem Hashtag #Tupperware auf Instagram gibt? Über zwei Millionen und stündlich werden es mehr. Unter diesen Beiträgen setzen sich hauptsächlich Konsumenten mit der Love-Brand Tupperware auseinander und zeigen ungewöhnliche Verwendungsmöglichkeiten, Rezepte oder Produkte. In Online-Video-Hauls stellen Nutzer, ganz in Party-Manager-Manier, Tupperware Produkte vor und erzielen damit sechsstellige Aufrufzahlen.

Auch unter den Bezirkshändlern finden sich sehr erfolgreiche Social Media Content Beispiele. Auffällig sind dabei die hohen Interaktionsraten. So erzielen Bilder von den Produkten in der Anwendung, Rezept-Posts als Facebook Slide-Shows oder selbst produzierte Video-Produktvorstellungen je Beitrag tausende Aufrufe und mehrere hundert Shares.

Einige Händler spielen die Klaviatur der sozialen Medien so gekonnt, dass sie über "Facebook Live" Produktpräsentationen organisieren.

Tupperware Live Teleshopping

Es war schnell klar, dass die wesentlichen Elemente für einen Erfolg durch die Bezirkshändler bereits existieren. Unser Ziel war es, das Potential von Social Media für alle Tupperware-Händler sichtbar und anwendbar zu machen. Dazu wurden die Tupperware-Händler durch Vorträge, Workshops und Social Media Guidelines durch das Tupperware Social Media Team und Social DNA unterstützt.

In mehreren Vorträgen in Deutschland und Österreich stellten wir den Bezirkshändlern erfolgreiche Strategien anderer Unternehmen vor, präsentierten die Ergebnisse unserer Analyse, verdeutlichten Best Practices und gingen auch auf die Möglichkeiten von Social Advertising ein.

In Vorbereitung eines zentralen Bezirkshändler-Events entstanden Social Media Guidelines inklusive Richtlinien bezüglich Kanal-Design und -Namensgebung. Auf dem Event wurden die Händler anschließend in mehreren Workshops weiter qualifiziert.

Ergebnisse

  • Etwa ein Dutzend Bezirkshändler haben nach Abschluss der Workshops neue Kanäle eröffnet.
  • Über 50 Bezirkshändler haben ihr Social Media Profil aktualisiert und gemäß der neuen Branding Richtlinien upgedatet.
  • Hunderte von neuen Beiträgen sind entstanden.
  • Insgesamt wurden innerhalb des ersten Monats nach den Workshops Interaktionen im fünfstelligen und Reichweiten im sechsstelligen Bereich generiert.

Gemäß der transformativen Weisheit von Curt Coffman „Culture eats Strategy for Lunch” lässt sich jedoch noch viel Wichtigeres festhalten: Bei Tupperware Deutschland hat ein echter kultureller Wandel eingesetzt. Bezirkshändler, Mitarbeiter der Zentrale sowie Partymanager haben ihre Begeisterung für Social Media Marketing entdeckt und ihre Aktivitäten deutlich intensiviert.

Zukünftig darf man einiges von Tupperware im Bereich Social Media erwarten.

 

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Healthcare und Life Sciences Social Media

Healthcare & Life Sciences Social Media: So werden Sie sichtbarer

In diesem Artikel bekommen Sie einen Einblick in den Social Media Status Quo der Healthcare & Life Science Branche. Anhand von Best Practice Beispielen und konkreten Empfehlungen zeigen wir auf, was es zu beachten gibt und welches die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind.

 

Healthcare & Life Sciences Branche hinkt in Social Media hinterher

Manchmal liegen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. In einer solchen Situation befinden sich aktuell viele Unternehmen der Healthcare & Life Sciences-Branche. Lediglich 13 % empfinden ihre eigenen Social Media Maßnahmen als sehr effektiv (1). Demgegenüber stehen 88 % der Ärzte, die das Internet und Social Media nutzen, um Informationen zu Pharma- und Biotechnologieprodukten oder Medizingeräten zu recherchieren (2). Auf Patientenseite geben mehr als 90% an, dass Online-Communities sie in ihren Gesundheitsentscheidungen beeinflussen (3).

Eigentlich gibt es also genügend Gründe, die Potentiale von Social Media zu erschließen. Hat beispielsweise ein Life Science Unternehmen das Ziel, Labormitarbeitern ein neues Produkt vorzustellen, lassen sich über Facebook Werbeanzeigen allein in Europa über 68.000 Personen aus dieser Zielgruppe zu einem vergleichsweise günstigen Mediabudget ansprechen. Dass diese Labormitarbeiter Inhalten auf Social Media gegenüber sehr offen sind, haben wir in vielen Kampagnen erleben können. Auch auf Instagram besteht ein immenses Potential. So finden sich allein für spezielle Healthcare und Life Sciences Themen wie beispielsweise #Pipette rund 15.500 Einträge und für #Microbiology sogar 350.000. Tendenz stark steigend (Stand: 22. März 2019).

Gründe für die digitale Zurückhaltung

Die Zielgruppen der Healthcare und Life Science Unternehmen sind ohne Zweifel in den Sozialen Medien zu erreichen. Dass viele Unternehmen dieser Branche dennoch zurückhaltend agieren, hat mehrere Gründe. Ein Grund sind die strengen Compliance Richtlinien. Gesundheitsbezogene Themen sind sensibel. Ihre Verbreitung in der Öffentlichkeit wird nicht umsonst vom Gesetzgeber eingeschränkt. Immerhin geht es bei gesundheitlichen Fragestellungen um die Sicherheit und den Schutz von Verbrauchern und Patienten. Das deutsche Heilmittelwerbegesetz (HWG), die FDA (Food & Drug Administration), also die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA, oder eine Börsennotierung größerer Player tragen häufig zu einem eingeschränkten Handlungsfeld und einer Risikoscheue bei.

Erfolgsfaktoren und Beispiele Healthcare & Life Sciences Social Media

Um derartige Hürden zu überwinden, ist es wichtig, bei der Social Media Strategie einen Fokus auf Zielgruppen, Inhalte und Prozesse bezüglich Sicherheit und Freigaben zu legen. Dabei ist es wichtig, möglichst viele Entscheidungs- und Wissensträger aus den Unternehmen in der Strategieerarbeitung mitzunehmen und in der Ausführung die richtigen Personen mit ausreichend Handlungsspielraum und Training zu befähigen. Nicht zuletzt darf die Social Media Strategie nicht an den aktuellen Social Media Trends und Rahmenbedingungenvorbeigehen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen drei Beispiele für erfolgreiche Healthcare Social Media Kampagnen.

Beispiel 1: Macma – Virales Social Media Video

Das erste Beispiel, dass wir an dieser Stelle vorstellen möchten, ist das virale Social Media Video der argentinischen Organisation MACMA (Movimiento Ayuda Cáncer de Mama), zu Deutsch: “Bewegung für Brustkrebs-Hilfe”. Das Video “Man Boobs for Boobs” befasst sich auf humorvolle wie ernsthafte Weise mit dem Thema Brustkrebsfrüherkennung. So fragten sich die Macher, wie es eigentlich möglich ist, in einem Video angemessen zu erklären, wie sich die eigene Brust untersuchen lässt, wenn es zugleich in Social Media verboten ist, weibliche Brüste zu zeigen? Der Clou: die Frau nutzt die Brüste des Mannes, um die nötigen Handgriffe zu demonstrieren. Dass das Video innerhalb von nur einer Woche 48 Millionen Mal angeschaut und 700.000 Mal auf Social Media geteilt wurde, sowie mehr als 193 Millionen Impressionen erhielt, sagt eigentlich alles. Nicht umsonst gewann es 2016 auf den Filmfestspielen in Cannes den Goldenen Löwen für das beste Kampagnen-Video.

Beispiel 2: Humana – “Employee Advocacy”

Überaus gelungen finden wir auch das “Employee Advocacy” Programm von Humana, einem US-amerikanischen Krankenkassen-Anbieter mit 50.000 Mitarbeitern und mehreren Millionen Kunden.  “Employee Advocacy” bedeutet die Förderung einer Marke durch die eigenen Mitarbeiter, indem sie in großer Zahl und auf ansprechende Art und Weise die Inhalte und Produkte des Unternehmens über ihre privaten Social Media Kanäle teilen. Grundsätzlich gehen derartige Programme von der Kraft des Storytelling aus: Alle Menschen erzählen und lesen gerne Geschichten. Die zwei zentralen Ziele der Kampagne aus dem Jahr waren, das Vertrauen der Kunden zu stärken und die Markenstory (Menschen gesünder machen: “wanting people to be healthier and to live a lifestyle focused on well-being”) möglichst weit zu vertreiben. Dazu wurden die Mitarbeiter, die besonders Social Media-affin sind, dazu eingeladen, auf ihrem präferierten Social-Media-Kanal personalisierte Posts zu verfassen, die mit zuvor besprochenen Hashtags, wie etwa #HUMemployee, versehen wurden. Zur Vorbereitung erhielten die Mitarbeiter kurze Training-Sessions zur Verbesserung der Social-Media-Skills. In dem Video “Humana: Build a social employee advocacy program, presented by Jason Spencer” finden Sie weitere Informationen. Eine Einführung in das Thema Employee Advocacy finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Beispiel 3: Merck – Influencer Marketing

Vorbildlich im Bereich Influencer Marketing ist unserer Meinung nach Merck. Ihre Social Media Kampagne von “Bio Informatics LLC” wurde 2018 mit dem “Life Science Industry Award” in der Kategorie “Best Use of Social Media” ausgezeichnet. In der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens heißt es: Die Interessen der Follower auf Social-Media-Kanälen wie LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram wurden “berücksichtigt und wertvolle Inhalte für die Online-Communities” bereitgestellt. Zentral für die Auszeichnung war, das branchenspezifische Know-How in den sozialen Medien mit anderen zu teilen und die “globale Sichtbarkeit von Merck als führendes Unternehmen im Bereich Life Science zu steigern”. Besonders gelungen finden wir die “Curious Minds”-Influencer Kampagne. Dazu hat Merck Influencer aus aller Welt, darunter Doktoranden und Neurowissenschaftler, zum Einfluss von Neugier auf Wissenschaft und Technologie aus unterschiedlichen Perspektiven befragt. Daraus entstand eine Web-Serie, in der auf sehr direkte Weise erfahrbar wird, wie Offenheit für Ideen oder Stresstoleranz bei Problemlösungen helfen können.

Pilotprojekte schaffen den Einstieg

Diese Beispiele zeigen: Es gibt verschiedene Wege zum Erfolg. Sei es ein reichweitenstarkes Video zu wichtigen Awareness Themen, die Einbindung ihrer Mitarbeiter oder die Zusammenarbeit mit Meinungsführern aus der Forschung. Wichtig ist das strategische Fundament für eine sichere Umsetzung. Dazu ist ein klares Framework nötig. Solch ein “Social Media Framework” besteht aus inhaltlichen sowie technischen Elementen. In der grundlegenden Strategie sollten Sie zunächst die wesentlichen Punkte wie Ziele, Zielgruppen, Botschaften und Verantwortlichkeiten klären, um diese übergeordneten Rahmenbedingungen dann in Guidelines und Werkzeuge für Ihr Social Media Team zu übersetzen. Wichtige Elemente solch eines Frameworks ist ein “Code of Conduct” für die Kollegen im Bereich Social Media, aber auch Social Media Guidelines für alle Mitarbeiter des Unternehmens. Aufgrund der hohen Anforderungen an Sicherheit sind zum Beispiel Krisen- und Reaktionsprozesse sowie Freigabeprozesse für Inhalte zu definieren. Diese Prozesse können bei Bedarf über spezialisierte Software-Lösungen abgebildet werden. Je nach Anforderung des Unternehmens gibt es eine Reihe weiterer Werkzeuge.

Häufig werden in Healthcare und Life Sciences Unternehmen die Möglichkeiten von Social Media unterschätzt. Taktisch klug ist es unserer Erfahrung nach daher, zunächst einmal mit ausgewählten Zielgruppen zu arbeiten und Pilotprojekte zu starten. Mit den ersten, tatsächlichen Erfahrungen und Erfolgen lassen sich dann auch etwaige Zweifler davon überzeugen, in eine Social Media Strategie zu investieren. Mit Social Media Werbung können ihre Pilot-Maßnahmen nur an eine sehr spezifische Zielgruppe gesendet werden, ohne dass eine große Öffentlichkeit darauf aufmerksam wird. Dabei könnten Sie zum Beispiel länderspezifisch vorgehen und Healthcare Professionals Ihrer Branche in Brasilien adressieren oder eine bestehende Kampagne für Apotheker in Deutschland erneut via Social Media ausspielen. So könnten Sie nicht nur skeptische Entscheider mit handfesten KPIs begeistern, sondern auch herausfinden, wer genau Ihre Zielgruppe ist, was sie interessiert und inwiefern die Strategie Erfolg hat.

Für Fragen oder eine persönliche Präsentation weiterer Praxisbeispiele steht Ihnen Social DNA gerne zur Seite.

 

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Quellen

  1. Social Media in Life Sciences: Adoption and Trends, Benchmarking Report, 2016
  2. Social Media & Health Care By the Numbers, 12.07.2017
  3. Role of Patient Influencers: How do patients truly share information? Behavioral intent survey, 05/2017
  4. Social Media Trends 2019 – Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen, 21.12.2018
  5. Employee Advocacy – Wie entfalten Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter für Marketing und Vertrieb?, 07.06.2018

Social Media Trends 2019 - Social DNA Blog

Social Media Trends 2019 - Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

 

Hier geht es zum aktuellen Artikel: Social Media Trends 2020 - Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

 

In diesem Blogbeitrag blicken wir auf das Social Media Jahr 2018 zurück und leiten daraus strategische Social Media Trends für 2019 ab. Dabei konzentrieren wir uns auf den deutschen Markt, erklären Metatrends und daraus resultierende Taktiken. Wir analysieren die relevantesten Social Media Kanäle und geben konkrete Handlungsempfehlungen für Ihr Social Media Marketing 2019.

 

Strategische Einflussfaktoren in Social Media 2019

Trend 1 - Digitaler Vertrauensaufbau

Im Frühjahr 2018 haben die DSGVO und das EUGH Urteil, der Cambridge Analytica Skandal, sowie die Russland-Affäre Social Media Marketer und Nutzer verunsichert. Facebooks Reaktionen auf diese Themen wirkten halbherzig und die Plattform verlor stark an Glaubwürdigkeit (sowie Shareholder Value).

Neben Facebook haben viele weitere Konzerne, beispielsweise aus der deutschen Autoindustrie, an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren. Spätestens seitdem ist das Thema Vertrauensaufbau zur Top-Priorität vieler (Digital)Konzerne geworden. So führen sowohl Facebook als auch Google derzeit crossmediale Kampagnen rund um das Thema Privatsphäre in Deutschland durch. Apple CEO Tim Cook hat das Thema zur Top-Priorität von Apple erklärt und ist in einen öffentlichen Streit mit Marc Zuckerberg getreten.

Trend 2 - Sinkende Relevanz von Unternehmensseiten in Social Media

Die verlorene Glaubwürdigkeit Facebooks ist einer von mehreren Gründen, warum das Nutzerwachstum auf Facebook in Europa erstmals rückläufig ist. Nach etwa zehn Jahren andauernden Wachstums und der Dominanz der Facebook-Plattform im Bereich Social Media ist diese Entwicklung für viele Social Media Marketer eine neue Situation. Abgefedert wird diese Entwicklung für den Gesamtkonzern durch das starke Wachstum von Instagram und WhatsApp, die ebenfalls zum Facebook Ökosystem gehören. Um bei sinkendem Wachstum weiterhin Gewinne zu erzielen, hat Facebook in den letzten Jahren kontinuierlich die organische Reichweite von Unternehmensseiten eingeschränkt. Die Zeiten, in denen man sich am üppigen Buffet der organischen Reichweiten in den Netzwerken quasi umsonst bedienen konnte, sind lange vorbei – “Free lunch is over”. Das ist auch einer der Gründe für den weiteren Siegeszug von Social Advertising.

Trend 3 - Der Social Advertising Hype und seine Folgen

Social Advertising ist ein Erfolgsmodell und wächst weiter. So wurden 2018 schätzungsweise 50 Milliarden Dollar für Social Advertising ausgegeben. Es wird erwartet, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten fünf Jahre noch einmal verdoppeln wird. Neben Facebook rüsten auch LinkedIn, Xing und Snapchat nach und verbessern die Möglichkeiten ihrer Werbeanzeigenmanager. Bei mehr Wettbewerb und weniger Nutzerwachstum ist es logisch, dass auch die Mediabudgetkosten steigen und sich langsam an die Kosten anderer Marketingdisziplinen annähern. Der Tausender Kontaktpreis (CPM) auf Facebook ist laut einer Schätzung von Adstage 2018 um 122% gestiegen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Da vor allem auf Facebook das organische Veröffentlichen von Inhalten nicht mehr ausreicht, werden immer mehr Beiträge mit Mediabudget erweitert.

Die logische Konsequenz: Weniger, dafür aber hochwertigerer Content. Um die Menschen via Social Media zu erreichen, ist mehr denn je eine Kommunikation basierend auf Mehrwerten für die Zielgruppe entscheidend.

Trend 4 - Social Video & Trend 5 - Story Format

Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Inhalten sowie einer kürzeren Aufmerksamkeitsspane – laut des Facebook Marketing Podcast durchschnittlich 1,7 Sekunden je Newsfeed Post – steigt die Relevanz von Bewegtbildinhalten. Allerdings unterscheidet sich die Rezeption eines Videos in Social Media im Gegensatz zu traditionellen Medien. Da der Konsum von Social Media Inhalten zum größten Teil auf mobilen Endgeräten stattfindet, ist es ratsam Videos im Hochformat zu produzieren, um die Inhalte über den gesamten Handybildschirm des Users zu visualisieren (Vertical Video). Die Botschaft eines Videos muss in wesentlich kürzerer Zeit transportiert werden.

Ein Megatrend im Bereich Social Media, der diesen Entwicklungen Rechnung trägt, ist die Nutzung des sogenannten Story Formates. Marc Zuckerberg hat diese Funktion nach dem misslungenen Übernahmeversuch von Snapchat geklont und in alle Apps des Facebook Universums integriert. Laut Zuckerberg werden Stories das dominierende Social Content Format.

Die Zahlen illustrieren diese Entwicklung. Die Nutzung von Stories auf Instagram hat sich von 100 auf 400 Millionen täglich aktiver Nutzer in den letzten 2 Jahren entwickelt.

Trend 6 - Influencer Marketing & Trend 7 - Employee Advocacy

Aus dem schwindenden Vertrauen der Nutzer und der gesunkenen organischen Reichweite von Unternehmensseiten hat sich eine Aufwertung von Personenmarken entwickelt. Das gilt sowohl für Influencer aber auch Employee Advocates, also der strategischen Nutzung von Social Media Aktivitäten der eigenen Mitarbeiter .

Influencer Marketing hat sich spätestens 2018 als feste Marketingdisziplin etabliert. Der Markt legt in der DACH-Region jährlich um rund 20 Prozent zu und wird 2020 bereits an der Milliardengrenze kratzen. Zu der Konsolidierung von Influencer Marketing gehört auch die Entwicklung zu strengeren Regelungen bezüglich der Werbekennzeichnung sowie einer genaueren Prüfung der Fans und Followers eines Influencers. Als Trend lässt sich hier eine Entwicklung zu mehr Kooperationen mit Micro-Influencern erkennen. Micro-Influencer bedienen Nischen und haben höhere Interaktionsraten. Eine Entwicklung, welche auch im B2B Einzug halten wird.

Neben externen Influencern sind Unternehmen und Marken zunehmend daran interessiert „Corporate Influencer“ aufzubauen. Sei es in Form von Visible Experts, die rund um bestimmte Themen Thought Leadership etablieren, oder seien es Employee Advocates, die nach einem strategischen Einführungsprojekt positive Netzwerkeffekte für ihren Arbeitgeber erzielen können.

Trend 8 - Podcasts als Marketingdisziplin

2017 haben insgesamt 10 Millionen Menschen regelmäßig Podcasts gehört. Das sind 15 % der Bevölkerung, Tendenz steigend. Das noch junge Medienformat ist derzeit eines der smartesten Tools und bietet derzeit besondere Chancen für Werbetreibende. Dafür gibt es drei zentrale Gründe: Es lassen sich spezifische Zielgruppensegmente sehr gezielt ansprechen, die Aufmerksamkeit beim Hören ist sehr hoch und vor allem: Die Werbung hat aufgrund der oft engen Bindung der Hörer an die Inhalte eine hohe Glaubwürdigkeit. Werbetreibende haben jetzt noch einen “Early Mover”-Vorteil.

Trend 9 - Messenger-Marketing

Begünstigt durch den Trend hin zu mehr Privatsphäre, verlagert sich Kommunikation weiter in geschlossene Bereiche. Dies betrifft vor allem Social Media Gruppen oder Messenger. Durch den Aufbau und die aktive Pflege einer Facebook-Gruppe oder einer Whatsapp-Broadcastliste lassen sich überdurchschnittliche Öffnungs- und Interaktionsraten erzeugen. Unternehmen erreichen Nutzer so direkt, persönlich und in ihrem bevorzugten Kommunikationskanal. Häufig wird der Aufwand eine Gruppe zu betreiben jedoch noch unterschätzt.

Trends Social Media Kanäle 2019

Im Folgenden betrachten wir Statistiken der relevantesten Social Media Kanäle in Deutschland. Insbesondere die Nutzerzahlen als auch das Wachstum wurden betrachtet. Falls vorhanden haben wir die deutschen Nutzerzahlen ergänzt.

Social DNA Kanal Matrix

Die Social DNA Kanal Matrix ist inspiriert durch die BCG Matrix / BCG-Portfolio, ein Instrument der strategischen Analyse, Bewertung und Planung von Geschäftseinheiten, wie Business Units, Produkten oder Dienstleistungen. Wir ordnen Deutschlands wichtigste Social Media Kanäle in Abhängigkeit der globalen Nutzerzahlen und des Wachstums in vier Bereiche.

Social DNA Kanal Matrix

Heroes

YouTube – der ewige Gewinner

  • Im Juli 2018 wurden letztmals Zahlen veröffentlicht: 1,9 Mrd. monatliche YouTube Nutzer weltweit (Quelle)
  • Starkes Wachstum: Mitte 2017 waren es „nur“ 1,5 Milliarden monatliche Nutzer (Quelle)
  • In einem durchschnittlichen Monat sehen sich acht von zehn der 18-49-Jährigen Videos auf YouTube an (Quelle)
  • Die Anzahl der generierten Likes, Kommentare und Shares ist im Jahresvergleich um 60% gestiegen (Quelle)

Instagram - ein globales Phänomen

  • 1 Mrd. Menschen nutzen Instagram in 2018 weltweit (Quelle)
  • 400 Mio. Instagram Stories Nutzer jeden Tag (Quelle)
  • Über 15 Mio. Instagram Nutzer in Deutschland (Quelle)
  • Das stärkste Alterssegment auf Instagram ist 25-29, dicht gefolgt von 30 – 39 (Quelle)
  • Das am stärksten wachsende Alterssegment auf Instagram ist 60 – 64 mit 364% Wachstum (Quelle)

LinkedIn – das neue B2B Facebook?

  • Im Juni 2016 kaufte Microsoft das Karrierenetzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar. Die LinkedIn-Übernahme war der drittgrößte Deal der IT-Geschichte (Quelle)
  • Im Juni 2018 zählt LinkedIn insgesamt 590 Millionen Nutzer und 260 Millionen monatlich aktive Nutzer (Quelle)
  • LinkedIn zählt 12 Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum und wächst schneller als bisher (Eine Millionen neue Nutzer in DACH in 6 Monaten) (Quelle)
  • International zählt LinkedIn inzwischen mehr als 575 Millionen Mitglieder (Quelle)
  • Interaktionen, wie beispielsweise Likes, geteilte Inhalte und Kommentare, sind im Jahresvergleich um 50 Prozent gestiegen. Die Anzahl der individuellen Nachrichten zwischen Nutzern um rund 40 Prozent (Quelle)

Cash Cows

Facebook – der wankelnde Riese

  • 2 Milliarden aktive Facebook Nutzer weltweit (Quelle)
  • 1,5 Milliarden nutzen Facebook täglich. Das sind +9% zum Vorjahr (Quelle)
  • Über 32 Millionen aktive Nutzer in Deutschland (Quelle)
  • In Europa muss Facebook 2018 erstmals einen leichten Rückgang der Nutzerzahlen hinnehmen. 279 Millionen tägliche User sind drei Millionen weniger als im ersten Quartal 2018 (Quelle)

Rising Stars

TikTok (ehemals Musical.ly) – die Teenie App

  • Die App erreichte im Juni 2018 weltweit 500 Millionen aktive Nutzer im Monat (Quelle)
  • Starkes Wachstum: Im August 2016 hatte musical.ly weltweit 140 Millionen Nutzer (Quelle)
  • TikTok war die weltweit am häufigsten heruntergeladene iPhone-App im ersten Quartal 2018 mit ca. 45,8 Millionen Downloads (Quelle)
  • 8,5 Millionen Nutzer kommen aus Deutschland (Quelle)
  • Die mittlerweile 16-jährigen deutschen Mega-Influencerinnen Lisa und Lena haben auf Tik-Tok 30,6 Millionen Fans versus 16,6 Millionen Fans auf Instagram (Quelle)

Specialists

Twitter - endlich konsolidiert

  • 326 Millionen aktive Twitter Nutzer pro Monat (weltweit) und etwa 5 Millionen aktive Nutzer in Deutschland (Quelle)
  • Die tägliche Nutzung von Twitter ist im Vergleich zu 2017 um 9% gestiegen
  • Twitter konnte seinen Gesamtumsatz um 29 % steigern
  • Twitter hat im dritten Quartal 2018 über 240 neue Mitarbeiter eingestellt (Quelle)

Snapchat – das große Fragezeichen

  • Die aktiven Nutzer sind auf 186 Millionen gesunken. Im ersten Quartal 2018 waren es noch 191 Mio. aktive Nutzer (Quelle)
  • Die offiziellen Nutzerzahlen für Deutschland liegen bei 6 Millionen täglich aktiven Nutzern (Quelle)
  • Bei den generierten Anzeigenumsätzen konnte Snapchat punkten. Snapchat Anzeigen bieten immer mehr Optionen und der Snapchat Anzeigenmanager wird kontinuierlich verbessert (Quelle)
  • Snapchat versucht eine Renaissance im Social Commerce und kooperiert mit Amazon für eine Visual Search (Quelle)

Xing – nimmt den Kampf an

  • Im 3. Quartal 2018 hatte das Online-Karrierenetzwerk 15,8 Millionen Nutzer in der DACH-Region (Quelle)
  • Xing zeigt stetiges aber nicht rasantes Nutzerwachstum (Quelle)
  • Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal 2018 auf 54,0 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von 28 Prozent (Quelle)

 

Strategische Handlungsempfehlungen Social Media Marketing 2019

  1. Positionieren Sie sich als vertrauenswürdige und nachhaltige Marke. Bieten Sie Ihrer Zielgruppe einen echten Mehrwert.
  2. Machen Sie sich unabhängiger von Facebook. LinkedIn und Instagram sind je nach Geschäftsmodell wichtige Ergänzungen.
  3. Investieren Sie in Content und lernen Sie das Story-Format zu beherrschen.
  4. Ohne für Social Media optimiertes Bewegtbild können Sie 2019 kaum mehr Aufmerksamkeit in Social Media erzeugen.
  5. Social Media Postings über eine Unternehmensseite ohne Social Advertising
    ist Arbeitszeitdiebstahl. Arbeiten Sie an Ihrer Social Advertising Strategie.
  6. Arbeiten Sie daran Ihre Mitarbeiter 2019 stärker in Ihre Social Media Strategie zu integrieren.
  7. Prüfen Sie die Zusammenarbeit mit Influencern - auch im B2B.
  8. Podcast-Werbung und Messenger-Marketing bieten Early Mover Potentiale.

 

Wir sind Social DNA! Als Strategieberatung für Social Media Marketing helfen wir unseren Kunden, ihr digitales Potenzial zu entfalten. Jetzt mehr erfahren und Kontakt aufnehmen.


Social DNA Blog Titelbild 10. Deutsches Wirtschaftsforum Digitalisierung

Zusammenfassung des 10. Deutschen Wirtschaftsforum: Wie gelingt Digitalisierung in Europa?

Am 15.11.2018 lud die Zeit Verlagsgruppe, mittlerweile im 10. Jubiläumsjahr, zum Deutschen Wirtschaftsforum ein. Das Event trägt den gleichermaßen wünschenswerten wie sperrigen Titel „Digitalisierung, Wirtschaft & Demokratie – auf dem Weg zu einem wettbewerbsfähigen Europa“. Weil auch wir uns sehr stark mit diesen Themen, sowohl für uns selbst aber auch für unsere Partner und Kunden beschäftigen, fiel die Entscheidung zur Teilnahme recht schnell. Die Convent Gesellschaft für Kongresse (Zeit Verlagsgruppe) hat es geschafft ein prominentes Line-Up an Akteuren der deutschen Gründerszene und Digitalwirtschaft zu versammeln.

Für uns besonders interessante Köpfe: Christoph Bornschein von TORBEN, LUCIE UND DIE GELBE GEFAHR (TLGG), Georg Kofler, bekannt aus „Die Höhle der Löwen“ und nun Social Media Unternehmer, sowie Laura Rudas, Mitarbeiterin des geheimnisumwobenen Big-Data Startup-Unicorns Palantir. Auf ihre Sichtweisen und Denkanstöße waren wir besonders gespannt. An manchen Stellen haben wir die reine Berichterstattung um unsere Sichtweiten ergänzt. Diese Passagen sind durch die kursive Formatierung zu erkennen.

 

Das Betriebssystem der Ökonomie hat sich verändert

Der erste Keynote Speaker ist Christoph Bornschein, Mitgründer und Geschäftsführer von TORBEN, LUCIE UND DIE GELBE GEFAHR (TLGG). Die Digitalagentur aus Berlin wurde 2008 gegründet und ist schnell zu einem der großen Player im Bereich Social Media Marketing aufgestiegen. Mittlerweile betreibt TLGG ein Büro in New York und beschäftigt sich auch verstärkt mit strategischen Themen.

Christopher Bornschein, TLGG, 10. Deutsches Wirtschaftsforum
Abb.2 Christoph Bornschein, TLGG, 10. Deutsches Wirtschaftsforum

Bewaffnet mit Kapuzenpulli, und schnellem Kopf legt er den Finger schnell in die digitale Wunde Europas. Das Betriebssystem der Ökonomie habe sich verändert, so Bornschein. Europa sei nicht in der Lage gewesen, sich intellektuell vom Maschinenbau zu entfernen. Von den Top 15 Unternehmen weltweit sind null europäisch. Von den Top 200 sind es lediglich sieben. Das Europa der Gartenzäune solle sich keine Sorgen machen, dass zu viele Flüchtlinge zu uns kommen, sondern dass wir ein Museum für chinesische Touristen werden.

Die Beschleunigung der chinesischen Wirtschaft getrieben durch Digitalisierung sei bizarr, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass China erst seit 2015 zu den großen Volkswirtschaften gehöre. Zur Illustration führt Bornschein das chinesische Unternehmen SenseTime an. Das wohl wertvollste Startup für künstliche Intelligenz investiere mehr in das Thema KI als alle Europäischen Länder zusammen. Wie man am FC Bayern sehen könne, führt die Akkumulation von Kapital meist zum Erfolg. Europa müsse aufpassen, denn der Code hinter erfolgreichen Software-Anwendungen transportiere seine Werte in die Welt.

Viele Experten sind sich einig, dass wir mittlerweile in einer Plattformökonomie leben und der Kampf um die Vorherrschaft im Bereich B2C verloren ist. Viele suchen die Antwort in B2B-Plattformen, doch auch hier sei Europa bereits im Hintertreffen, so Bornschein. Über alle Industrien hinweg betreibe das Silicon Valley systematische Disruption (siehe auch Abb. 1).

Die Competetive Europe Association und ganz viel Geld

Wie genau wir diesen Herausforderungen entgegnen können, weiß auch Bornschein nicht. Doch er macht Vorschläge. Der Staat müsse sich mehr einmischen. Wir müssten Technologiefeindlichkeit bekämpfen und die richtigen Rahmenbedingungen für Digitalisierung schaffen. Dies ginge einerseits durch schnellere Umsetzung von Gesetzen (Stichwort Telemedizin) und anderseits durch die Bereitstellung von Geld. Viel Geld.

Über die Finanzierung hinaus, plädiert Bornschein für mehr Multilateralismus und Multistakeholderdialog. Gemeinsam mit Convent (Zeit Verlagsgruppe) hat TLGG daher die „Competitive Europe Association“ gegründet. Die „Competitive Europe Association“ will ein Think Tank sein, der die Kreation eines einheitlichen Europäischen Digitalmarktes fördert. Bornscheins Schlussplädoyer: Jetzt sei die wichtigste Zeit Europas, in der sich entscheidet, ob utopische oder dystopische Szenarien Realität werden.

Christoph Bornschein hat aus unserer Sicht direkt zu Beginn des Events wichtige Fragen gestellt und spannende sowie unangenehme Fakten zum Zustand der Wettbewerbsfähigkeit Europas aufgezeigt. Mit Blick über den Atlantik oder nach Asien müssen wir uns als Europäer fragen, wie unsere gemeinschaftlich gestaltete Form der Digitalisierung aussehen soll. Und zwar solange wir noch die Chance dazu haben, diese mitzugestalten, bevor wir mit einem digital zementierten Wertesystemen konfrontiert werden, in dem wir nicht leben wollen.

In der anschließenden Panel-Diskussion mit Simone Menne, Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG und der Deutschen Post, sowie Frank Bsirske dem Vorsitzenden von ver.di, werden die Ideen Bornscheins weiter diskutiert.

Das Inventar des Möglichen: Digitalisierung und Automation

Frau Menne betont, dass die Plattformen Monolithen seien, die auf der Idee einiger wenigen Personen basieren und alle nach einem bestimmten Prinzip funktionieren. Auch diese Plattformen unterlägen den konstanten gesellschaftlichen und technischen Veränderungen. Kurz gesagt, auch Facebook oder Amazon verschwinden laut Menne wieder. Sie glaubt an das europäische Potential, die „zweite Welle“ der Digitalisierung zu dominieren, wenn wir uns darauf ausrichten.

ver.di-Chef Bsirske betont die Gefahren der neuen Technik in Bezug auf Arbeitnehmerrechte. Die technischen Entwicklungen veränderten das Inventar der Möglichkeiten. So gäbe es seiner Kenntnis nach bei Amazon Abmahnungen aufgrund digitaler Protokolle. Lagermitarbeiter trügen ein Band um das Handgelenk, welches messe, wie konstant und häufig sich Mitarbeiter bewegen. Ein Mitarbeiter habe wegen zweimaliger Inaktivität innerhalb von 5 Minuten eine Abmahnung bekommen.

Die spannende Aussage von Frau Menne, dass auch Facebook und Google noch scheitern können, wird in der heutigen Diskussion zur Digitalisierung selten gehört. In den Erzählungen von Herrn Bsirske erkennen wir, dass das dystopische Potential der Digitalisierung bereits an manchen Orten Realität geworden ist. Auch hier stellt sich die Frage, wie wir unsere Arbeit und unser Leben in Zeiten der Digitalisierung gestalten wollen.  Menschen wie Roboter zu messen und zu behandeln zählt definitiv nicht dazu.

Outfittery Gründerin kritisiert die Höhle der Löwen

Anna Alex, die Gründerin von Outfittery und der „Löwe“ Dr. Georg Kofler, Ex-CEO von ProSieben, später Premiere und nun Investor und Unternehmer, diskutieren über die aktuellen Herausforderungen von Gründern in Deutschland.

Outfittery ist ein smarter Online-Versandhandel, der sich auf individuell zusammengestellte Kleidungsboxen für Männer spezialisiert hat. Knapp 60 Millionen US-Dollar Wagniskapital wurde in mehreren Finanzierungsrunden in das deutsche Vorzeige-Startup investiert. Die Profitabilität von Outfittery wird immer wieder hinterfragt und so kann man ahnen, dass die Gründerin positive wie negative Erfahrungen mit Investoren vorzuweisen hat.

Die Empfehlungen von Anna Alex an Neugründer: Habt nicht so viel Angst, nehmt euch einfach mal ein Jahr zum Ausprobieren und überlegt euch gut, welche Investition ihr annehmt. Manchmal lohne es sich einige Monate zu warten und das Geld dann selbst aufzubringen. Ihre größte Kritik an Gründungsinvestitionen in Deutschland ist, dass zu wenig in Startups investiert wird, die noch nicht profitabel sind und noch einige Jahre Forschung und Entwicklung benötigen.

Auch an „Die Höhle der Löwen“ übt Anna Alex Kritik. Es werde ein falsches Bild vermittelt: Der arme Startup-Gründer müsse betteln gehen und aufpassen nicht zerfleischt zu werden. Gründer und Investoren sollten, wie in der Realität, eher auf Augenhöhe agieren.

Kofler entgegnet, dass „die Höhle der Löwen“ (DHDL) nah an der Realität sei. In DHDL würde er die gleichen Fragen stellen, wie im echten Leben. Generell zieht er ein sehr positives Fazit, da die Sendung unternehmerische Innovation fördere und Unternehmertum von einer kapitalistischen Negtivaura befreie.

 

Anna Alex, Outfittery und Dr. Georg Kofler, Social Chain Group, 10. Deutsches Wirtschaftsforum
Abb.2 Anna Alex, Outfittery und Dr. Georg Kofler, Social Chain Group, 10. Deutsches Wirtschaftsforum

Der ultimative Tipp damit Deutschland eine Gründernation wird

Kofler plädiert für eine „Sonderwirtschaftszone“. Investoren soll ein steuerlicher Anreiz geboten werden in digitale Unternehmen zu investieren. Gleichzeitig sollten junge Unternehmen in den ersten drei Jahren Sonderrechte genießen, wie etwa Erleichterungen bei Einstellungen und Kündigungen.

Anna Alex fordert, wie auch Christoph Bornschein, dass wesentlich mehr Kapital für Gründer bereitgestellt werden solle. Gegen Ende der Veranstaltung lässt sich der Moderator noch ein Rollenspiel einfallen. Die Gründerin von Outfittery soll Dr. Georg Kofler „roasten“, also ihm kritische Fragen zu seinem neuen Unternehmen stellen.

Die größte Wette der deutschen Digitalwirtschaft

Die Social Chain Group, will reichweitenstarke Social-Media-Kanäle, eine Social Media Agentur und E-Commerce intelligent miteinander vernetzen. Der Moderator zitiert die Schlagzeile, dass die Firma Social Chain Group die größte Wette der deutschen Digitalwirtschaft sei. Anna Alex will wissen, wie dieses Geschäftsmodell funktionieren soll? Koflers Social Chain Group will sich über organische Reichweiten und eigene Influencer unabhängiger gegenüber einzelnen Plattformen wie Facebook oder Google machen und weniger in Paid Media investieren. Mithilfe der eCommerce Plattformen will er sich wiederum unabhängig von Amazon machen. Die Social Chain Agentur könne dann bei der Umsetzung der Kampagnen unterstützen.

Wie er dies denn bewerkstelligen will, hakt Frau Alex kritisch nach, die Reichweiten seien doch wahrscheinlich eher gering? Irgendwo müsse man ja mal anfangen, so Kofler. Mit der Social Chain Group habe er die Möglichkeit einen neuen TV-Sender in Social Media zu bauen. Mit ProSieben ist ihm bereits ähnliches gelungen.

Wir denken, dass eine gesteigerte Investition in Early-Stage Digitalprodukte sinnvoll sein kann. Eine reine Druckbetankung mit Geld ergibt bei vielen Startups allerdings keinen Sinn und könnte den Markt unnötig überhitzt (DotCom Blase). Auf jeden Fall können der Gründungsprozess und die Rahmenbedingungen für Startups weiter verbessert werden. Wir sind sehr gespannt, ob Herr Dr. Kofler mit seinem aktuellen “Experiment” erfolgreich sein wird. Wir glauben, dass dieser Transfer nur gelingen kann, wenn die drei Unternehmen intensiv miteinander vernetzt werden und eine starke gemeinsame Kultur entsteht. Um dies zu erreichen ist viel Know-How in den Bereichen Strategie, Social Media und Leadership vonnöten.

Palantir Technologies – das geheimnisumwobenste Milliarden-Startup der Welt

Laura Rudas war seit fünf Jahren auf keiner Bühne mehr und ist laut Moderator Palantirs leitende Vertriebskraft in Europa. Sie selbst bezeichnet sich als Exotin unter Exoten. Geboren als Tochter eines bekannten Wiener Psychiaters war Laura Rudas zunächst mehrere Jahre sehr erfolgreich in der Österreichischen Politik tätig. Trotz beachtlichen Erfolgen, entschloss Sie sich 2014 für ein zweites Studium in Stanford, um dann in das Silicon Valley zu gehen und bei Palantir Technologies zu arbeiten. Ein exotischer Werdegang, der dem von Palantir-Chef Alex Karp in nichts nachsteht. Dieser entschloss sich wiederum von Stanford an die Universität Frankfurt zu kommen und bei dem berühmten deutschen Soziologen Jürgen Habermas zu promovieren.

Ebenso exotisch wie die Mitarbeiter ist der Ruf des gesamten Unternehmens. Palantir Technologies ist ein so genanntes Einhorn. Ein Startup dessen Bewertung im zweistelligen Milliardenbereich schwankt. Einer der ersten Investoren war der streitbare Peter Thiel, der gemeinsam mit Elon Musk und anderen PayPal gründete.

Geschäftsmodell und Kunden von Palantir?

Palantir analysiert große Datenmengen (Big Data) und macht diese für eine Vielzahl verschiedener Unternehmen nutzbar. Das Unternehmen ist besonders für zwei Softwareprojekte bekannt: Palantir Gotham wird von Anti-Terror-Analysten in Behörden und dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten verwendet. Palantir Metropolis findet Verwendung bei Hedgefonds, Banken und Finanzdienstleistern (Quelle). Mittlerweile ist das Unternehmen auch für eine Reihe von Kunden in Deutschland tätig. So ist derzeit die hessische Polizei in der Kritik, die Software einzusetzen. Ebenfalls bekannt ist eine strategische Partnerschaft mit Merck.

Die häufige mediale Kritik an Palantir sei ein Resultat der schlechten Eigen-PR, so Rudas. Das Unternehmen bestehe bei insgesamt etwa 1.000 Mitarbeitern zu 80% aus Ingenieuren. Laura Rudas betont die egalitären Eigenschaften von Palantir. Im Gegensatz zu anderen großen Technologieanbietern aus dem Silicon Valley, stelle Palantir seine Software und das Know-How uneingeschränkt europäischen Unternehmen zur Verfügung und unterstütze so vor allem traditionelle Unternehmen dabei, mit der Digitalisierung Schritt zu halten.

Gibt es Ethik bei Palantir?

Laura Rudas ist eine Verfechterin davon, dass die Politik regeln setzen sollte. Viele andere Unternehmen im Silicon Valley stellten ihre eigene Ethik über die der jeweiligen Parlamente. Dies kritisiert die erfahrene Politikerin und hebt europäische Tugenden hervor. Der Kampf um die B2C-Plattformen sei zwar an die USA und China verloren haben, aber bei dem Thema Industrieplattformen, beispielsweise im Bereich Healthcare, könne Europa punkten. Unternehmen und Mitarbeiter seien hier sehr gut aufgestellt und breit ausgebildet. Wo wir uns ein Stück abschneiden können? Sich zu fokussieren und das perfekte Software-Produkt zu bauen. Das sei eine amerikanische Stärke.

Wir hatten einen sehr spannenden und aufschlussreichen Veranstaltungstag auf dem 10. Deutschen Wirtschaftsforum in Frankfurt. Viele wichtige Gespräche wurden geführt und Themen diskutiert, die uns hoffentlich zu einem wettbewerbsfähigeren Europa im Sinne der Digitalisierung führen. Viel Zeit bleibt uns nicht mehr, wenn wir beim Thema Digitalisierung mitreden und mitgestalten möchten. Wir müssen die Weichen rechtzeitig legen, um nicht von den USA und Asien uneinholbar abgehängt zu werden. Es liegt an uns.

 

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