Social Media Reporting – mit den richtigen Erkenntnissen ins neue Jahr starten

Social Media Reporting – mit den richtigen Erkenntnissen ins neue Jahr starten

Um den Erfolg von Social Media Maßnahmen darzustellen, ist das Jahresreporting ein wichtiges Werkzeug. Es dient als Bewertungs- und Entscheidungsgrundlage und ermöglicht wichtige Ableitungen für das nächste Jahr. Aber worauf kommt es bei der Erstellung an?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für Social Media Verantwortliche bedeutet dies, dass sie spätestens jetzt mit dem Jahresabschlussreporting belegen sollten, welchen Wert Social Media für ihr Unternehmen stiftet. Die Herausforderungen für viele Marketer bestehen unter anderem in der Masse an Informationen, die verarbeitet werden müssen aber darüber hinaus auch in der verständlichen Aufbereitung – vor allem, da die Empfänger des Reportings häufig wenig bis kaum Bezug zu Social Media haben.

Das Social Media Jahresreporting dient als Bewertungs- und Entscheidungsgrundlage für die Social Media Maßnahmen über die letzten 365 Tage hinweg und soll dabei helfen die strategischen Weichen im Sinne eines zielgerichteten Social Media Marketings für das kommende Jahr zu stellen. Gleichzeitig sollte das Social Media Jahresreporting dem inhaltlichen Wert in der visuellen Aufbereitung in nichts nachstehen. Damit ein Social Media Jahresreporting diesem Anspruch gerecht werden kann, gibt es einige Aspekte, die bei der Erstellung berücksichtigt werden sollten. Diese haben wir aus unserer langjährigen Erfahrung im Bereich B2B Social Media für sie in diesem Beitrag festgehalten.

 

Ausrichtung am Adressaten des Social Media Jahresreportings

Jeder Marketer weiß, wie wichtig es ist seine Zielgruppe zu kennen und eine zu platzierende Botschaft an dieser auszurichten. So wie Sie Ihre Social Media Marketingkampagnen an eine bestimmte Zielgruppe richten und das Messaging darauf abstimmen, so sollten Sie auch an das Social Media Jahresreporting gehen. Wenn Sie es nicht schon wissen sollten, finden Sie heraus, für wen ihr Jahresreporting und vor allem mit welcher Absicht es angefertigt werden soll. Die Art der Ausgestaltung Ihres Jahresreportings sollte an den Adressaten (zum Beispiel CFO, Head of Marketing, Leitung Vertrieb oder Social Media Team) angepasst werden. Denn unterschiedliche Adressaten haben unterschiedliche Anforderungen an das Reporting und wollen unterschiedliche Daten sehen.

Social DNA Social Media Reporting Ausrichtung
Social DNA Adressat des Social Media Reportings

 

Unternehmens- und Marketingziele als Grundlage für das Social Media Jahresreporting

Kennzahlen und Metriken zur Bemessung von Social Media Marketing Maßnahmen gibt es zu Genüge. Sie sind im Sinne des Social Media Jahresreportings sowohl Fluch als auch Segen für den Social Media Verantwortlichen im Unternehmen. Aus der Fülle der verfügbaren Kennzahlen gilt es nun die relevantesten Daten und Ableitungen hervorzuheben. Aber welche Kennzahlen machen für ihr individuelles Jahresreporting Sinn? Idealerweise ist Ihr Social Media Marketing an den übergeordneten Unternehmens- beziehungsweise Marketingzielen ausgerichtet und hilft dabei diese Ziele zu erreichen. Ein übergeordnetes Unternehmensziel könnte beispielsweise Wachstum in einem bestimmten Geschäftsbereich sein. Daraus könnte das Marketingziel „Vermarktung eines bestimmten Produktes oder Services“ erwachsen sein. Das sich daraus ergebende Kommunikationsziel „Steigerung der Bekanntheit von Produkt xy“ könnte dann von Social Media Marketing Maßnahmen unterstützt werden. Wenn Sie es in Ihrem Social Media Jahresreporting schaffen, den positiven Einfluss auf übergeordnete Unternehmens- und Marketingziele darzustellen, wird Ihnen dies erfahrungsgemäß dabei helfen, auf mehr offene Ohren insbesondere innerhalb der Führungs- und Entscheiderebene zu treffen.

Format und grundlegender Aufbau eines Social Media Jahresreportings

Wie oben bereits erwähnt, sollte sich Ihr Social Media Jahresreporting an den Anforderungen des jeweiligen Adressaten orientieren. Insofern ist der Aufbau entsprechend individuell gestaltbar. Exemplarisch für ein Jahresreporting, dass sich an eine Person mit Managementfunktion richtet, hat sich folgendes Format und Aufbau erfahrungsgemäß als erfolgreich etabliert.

Auch ein Social Media Jahresreporting soll, kann und muss Spaß beim Lesen machen. Riesige und unübersichtliche Exceltabellen, die gar noch einer Erklärung oder Einführung zum richtigen Lesen der Daten bedürfen, sollten nicht das Format sein, mit dem Sie Ihren Erfolg in Social Media vermitteln möchten. Erfahrungsgemäß eignet sich PowerPoint gerade hinsichtlich Komplexitätsreduzierung und einfacher Darstellung von Informationen für ein Social Media Jahresreporting besonders gut. Langweilen Sie Ihre Adressaten nicht mit nackten Zahlen, sondern betreiben Sie Storytelling und inszenieren Sie Ihre Erfolge gebührend visuell – vor allem mit echten Beispielen von Kampagnen und deren Ergebnissen.

Versuchen Sie beim Aufbau zunächst das große Ganze zu beleuchten und sukzessive in die Detailbetrachtung zu gehen. Nehmen sie die strategisch wichtige Vogelperspektive ein, um dieser dann eine Einordnung mit abschließenden Detailresultaten folgen zu lassen. Eine Management Summary fasst die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem letzten Social Media Jahr auf maximal einem Slide zusammen. Sie konzentriert sich auf die wesentlichen Informationen. Details und Hintergründe bleiben außen vor und können bei Bedarf im Reporting nachgelesen werden.

Social Media Jahresreporting Inhalte
Social DNA - Die wichtigsten Elemente eines Social Media Jahresreportings

 

Verständliche Aufbereitung und Vergleichbarkeit der Kennzahlen

Angenommen, Sie müssten an den CFO Ihres Unternehmens berichten, eine Person mit viel Budgetverantwortung – auch für das Marketing – sowie viel Erfahrung im Bereich Finanzen aber kaum Erfahrung im Bereich Social Media Marketing. Die Herausforderung liegt nun darin, den Erfolg Ihrer Social Media Marketing Maßnahmen in der Sprache des CFOs aufzubereiten und es dieser Person so leicht, wie möglich zu machen, die vorgestellten Kennzahlen in einem positiven Verhältnis wahrzunehmen. Damit auch ein fachfremder CFO die Ergebnisse Ihrer Arbeit im Bereich Social Media als gut oder schlecht bewerten kann, bedarf es Benchmarks und Vergleichswerten.

Nun ist die Gegenüberstellung aufgrund der Fülle der möglichen Kennzahlen aber auch der nötigen Differenzierung bei der Interpretation dieser Kennzahlen im entsprechenden Kontext häufig schwierig. Gerade weil Ergebniskennzahlen in Social Media immer auch im direkten Zusammenhang mit dem Kampagnensetup und -format stehen. Das bedeutet, dass sie den CPC von Kampagnen deren Ziel es war möglichst viel Website Traffic zu generieren und Kampagnen, die auf möglichst viel Reichweite optimiert wurden, nicht direkt miteinander vergleichen können. Im Sinne der guten Vergleichbarkeit, empfiehlt es sich für das Jahresreporting möglichst übergeordnete und über alle Kanäle vergleichbare Kennzahlen gegenüberzustellen. Es gibt vielerlei Quellen wie beispielsweise Branchen- oder Industriestudien mit dessen Kennzahlen man die eigene Performance vergleichen kann. Da jedoch die Erhebung der Daten häufig sehr unterschiedlich und intransparent ist, empfiehlt es sich die eigene Leistung als verlässlichen Maßstab in den Fokus zu setzen, um an der eigenen Leistung stetig weiter zu arbeiten.

Social Media Ziele und Kennzahlen
Social DNA Social Media Ziele und KPIs

 

Aus dem Social Media Jahresreporting lernen und strategische Ableitungen treffen

Wie eingangs erwähnt, soll das Social Media Jahresreporting dabei helfen, die strategischen Weichen im Sinne eines zielgerichteten Social Media Marketings für das kommende Jahr zu stellen. Versuchen Sie also anhand der Ergebnisse festzuhalten, was im Zeitverlauf besser oder schlechter funktioniert hat, um daraus eine strategische Marschrichtung mit Einfluss auf Einzelmaßnahmen im nächsten Jahr vorzugeben.

Behalten Sie darüber hinaus weitere Rahmenbedingungen und strategische Einflussfaktoren im Bereich Social Media im Blick und ordnen Sie diese für sich ein. Solch ein strategischer Einflussfaktor bezogen auf Ihre Social Media Marketing Performance kann beispielsweise die immer weiter sinkende organische Reichweite in den sozialen Netzwerken sein. Sollte ihr Jahresreporting 2018 hinsichtlich organisch ausgespielter Beiträge in Social Media schlechter abschneiden als im vorigen Jahr, könnte eine strategische Ableitung für Social Media 2019 der Einstieg in das Social Advertising (Einkauf von Reichweite) sein.

 

Übrigens sollten Sie Ihr Jahresreporting 2018 den Social Media Trends 2019 gegenüberstellen – Lesen Sie hierzu unsere Analysen, Strategien und Handlungsempfehlungen

 

Dieser Artikel erschien als Gastbeitrag auf marconomy.dedem Fachportal für B2B Marketing


Sinkende organische Reichweiten I Keine Zuschauer

Drei Lösungen für Ihr Social Media Marketing in Zeiten sinkender organischer Reichweiten

Mit den regelmäßigen Algorithmusänderungen von Facebook, Twitter, LinkedIn und Co. geht die organische Reichweite von Unternehmensseiten immer weiter zurück. Die Zeiten, in denen man sich am üppigen Buffet der organischen Reichweiten in den Netzwerken quasi umsonst bedienen konnte, sind lange vorbei - "Free lunch is over". Wir zeigen Ihnen drei strategische Ansätze für Ihr Social Media Marketing, mit denen Sie dem Rückgang der organischen Reichweiten langfristig entgegenwirken können.

Sinkende organische Reichweite und Bedeutung für Unternehmen in Social Media

Organische Reichweite in sozialen Medien ist eine Kennzahl dafür, wie viele Menschen ein Beitrag erreicht, ohne dass für diese Reichweite Geld (Mediabudget) ausgegeben wurde. Sinkende organische Reichweiten bedeuten, dass Ihre Social Media-Posts nicht mehr so ​​viele Nutzer erreichen wie zuvor. Auf Facebook ist die organische Reichweite schon seit einiger Zeit rückläufig. Die weltweit größte Social-Media-Plattform kündigte diesbezüglich zuletzt Anfang diesen Jahres an, den Nutzern in ihren Newsfeeds mehr Inhalte von Freunden und Familie zu zeigen. Inhalte von Unternehmensseiten müssen sich seither hinten anstellen. Ähnlich verhält es sich auf anderen Social Media Plattformen wie Twitter oder LinkedIn. Der Trend geht weiter in diese Richtung und ein Umkehren seitens der Netzwerke ist auch nicht zu erwarten. Welche strategischen Ansätze können Unternehmen nun verfolgen, um ihre Inhalte über soziale Netzwerke sinnvoll zu verbreiten?

#1 - Auf Social Advertising setzen

Social Advertising ist aus einer richtigen Social Media Strategie nicht mehr wegzudenken. Social Advertising steht für das Schalten bezahlter Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken. Die Plattformen bieten eine Fülle von Möglichkeiten die eigenen Inhalte auf­merk­sam­keits­stark zu inszenieren und äußerst zielgruppenspezifisch auszusteuern. Je nach Ziel einer Werbeanzeige lassen sich so Videos, Links oder Fotos als Werbeanzeigeninhalt einsetzen, um beispielsweise Aufmerksamkeit, Website Besuche oder Leads & Sales zu generieren. Diese Möglichkeiten ergeben in Kombination mit der richtigen Adressierung der Zielgruppe die Stärke des Social Advertisings. Die Reichweite, die man mit Social Advertising Maßnahmen erzielen kann, hängt unter anderem von der zugrunde liegenden Zielgruppengröße (Personenkreis der Menschen innerhalb des Netzwerks, die Sie erreichen möchten) und dem Mediabudget (Geld, das Sie bereit sind zur Erreichung Ihrer Zielgruppe über das Netzwerk zu zahlen) ab.

Stellt man die Aufwände, die in die Erstellung eines Postings (Planung, Grafik, Text, Abstimmung, Veröffentlichung, Monitoring) mit der erzielten organischen Reichweite gegenüber, so zeigt sich das Missverhältnis besonders deutlich. Hier kommen schnell drei Stunden zusammen, die im Unternehmen gerne Kosten im dreistelligen Bereich verursachen. Gleichzeitig werden diese sorgsam erstellten Inhalte häufig lediglich von 20 - 30 Personen gesehen. Setzt man ein Bruchteil der Kosten, beispielsweise 25 €, für die Reichweitenverlängerung via Social Advertising ein, dann kann man sein Publikum leicht auf mehrere tausend Personen aus einer spezifisch ausgewählten Zielgruppe erweitern. Wie genau Sie Ihre Zielgruppe in den sozialen Netzwerken über bezahlte Werbeanzeigen ansprechen können haben wir für Sie bereits anhand ein paar Beispielen in unserem Blog illustriert. Gewünschte Ergebnisse können darüber hinaus genauer geplant und umgesetzt werden. Social Advertising ist demnach keine Alternative sondern eine Pflichtübung innerhalb Ihrer Redaktions- und Kampagnenplanung im Social Web.

#2 - Influencer instrumentalisieren

Mit Influencer Marketing können sich Unternehmen die Reichweite bekannter Persönlichkeiten aus den sozialen Netzwerken durch Zusammenarbeit zunutze machen. Influencer (engl. to influence: beeinflussen) können unter anderem Experten auf ihrem Gebiet, leidenschaftliche Anwender eines Produkts oder einer Dienstleistung aber auch Berühmtheiten aus dem Fernsehen sein, die sich oder Ihre Fähigkeit/Wissen in Social Media darstellen. In Kooperation mit Influencern, meist Einzelpersonen mit einer beachtlichen Followerschaft in sozialen Netzwerken, können Unternehmen ihre Botschaften teils weit über ihre eigene Fanbase auf Facebook und Co. hinaus verbreiten. Der Influencer dient als Multiplikator einer Werbebotschaft durch die Verbreitung dieser innerhalb seines Netzwerkes. Im Gegenzug dafür zahlen Unternehmen in der Regel Geld an den Influencer. Ein passender Fit zwischen Marke und Influencer(n) kann langfristig auf eine erhöhte und positive Wahrnehmung der Botschaften einzahlen. Zudem kann auf Grundlage des Vertrauens der jeweiligen Zielgruppe zu den Influencern, die Wertigkeit und Glaubwürdigkeit der eigenen Markenbotschaft gesteigert werden. Derzeit sind so genannte Micro-Influencer besonders beliebt. Sie haben meist eine sehr spezifische Zielgruppe (Followerschaft) und eine hohe Bindung zu ihren Fans. Gerade im B2B bestehen noch sehr große Potenziale bei der Nutzung dieser Marketingdisziplin.

#3 -Employee Advocacy institutionalisieren

Ein Thema, dass sich im Social Media Marketing immer weiter in den Vordergrund drängt ist Employee Advocacy. Mit Employee Advocacy können Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Markenbotschaftern in den sozialen Medien entwickeln. Mitarbeiter schaffen dabei Reichweite für Unternehmensbotschaften auf Social Media Netzwerken. Unternehmen leisten dabei Hilfestellung im Umgang mit den sozialen Netzwerken und stellen Content zur Verfügung. Gut vernetzte Mitarbeiter haben häufig mehrere Hundert geschäftliche Kontakte auf XING oder LinkedIn, bestehend aus Kollegen, Geschäftspartnern aber natürlich auch Kunden. Je mehr Mitarbeiter gut vernetzt sind, desto höher die potenzielle Reichweite, die man als Unternehmen über die eigenen Mitarbeiter erreichen kann. Grundlegend für den professionellen Einsatz von Employee Advocacy ist eine strategisch gut durchdachte Herangehensweise und Implementierung. Diese sollte sowohl langfristige Kontinuität aber auch Sicherheit in der externen Kommunikation innerhalb der sozialen Netzwerke sicherstellen. Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Wenn Sie mehr über Employee Advocacy wissen möchten, lesen Sie gerne unseren ausführlichen Blogartikel zu dem Thema: "Employee Advocacy – Wie entfalten Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter für Marketing und Vertrieb?"

 

Als Experten für Social Media und Digital Advertising helfen wir Ihnen gerne dabei, die richtigen Weichen für ein erfolgreiches Digital Marketing zu legen. Sollten Sie Interesse an einem vertiefenden Austausch zum Thema sinkende organische Reichweiten haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. In einem ersten kostenfreien Kennenlerntermin stellen wir oben genannte Strategieansätze näher vor und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

#socialmediastrategy #unlockingpotentials #socialdna

Carmelo Russo
Geschäftsführer Social DNA GmbH

c.russo@social-dna.de
+49 (0)69 348 737 66


Live Webinar: Durchstarten mit Social Media Advertising

Seitdem die organische Reichweite in Social Media extrem zurückgegangen ist, wird es vor allem für Unternehmen immer wichtiger, ihren Content auch durch bezahlte Anzeigen zu verbreiten. In diesem Zusammenhang laden die beiden Gründer von Social DNA euch recht herzlich zum kostenlosen Meltwater Live-Webinar am 20. Juni ein, bei dem euch folgende Inhalte erwarten:

  • die Vor- und Nachteile, Möglichkeiten und Ziele von Social Media Advertising
  • den perfekten Einstieg in Social Media Advertising
  • wie man seine Zielgruppe identifiziert
  • und wie gute Anzeigen für B2B und B2C aussehen

Jetzt kostenlos anmelden!

Mobile Marketing – Worauf es ankommt und wie man es richtig einsetzt!

Mobile Marketing – Worauf es ankommt und wie man es richtig einsetzt

Smartphones und Tablets sind allgegenwärtig. Mobile Marketing erreicht mittlerweile die unterschiedlichsten Alters- und Nutzergruppen: Vom Digital Native der so jung ist, dass er die Welt ohne Smartphone gar nicht kennt, bis hin zur Oma, die sich von ihren Enkeln hat beibringen lassen, wie man mit dem Tablet skypt. Dieser Blogartikel widmet sich Bedeutung, Potenzialen, Herausforderungen und Möglichkeiten im Mobile Marketing.

Ungenutzte Potenziale im Mobile Marketing

Der Shift in der Mediennutzung entwickelt sich weiterhin rasant in Richtung mobiler Endgeräte. Betrachtet man den US-Markt, zeigt sich, dass Menschen aktuell zwar noch mehr Zeit mit Fernsehen verbringen, dieser Trend jedoch weiter rückläufig ist. Die mobile Internetnutzung wächst im Gegensatz zu Desktop schneller, als die Mobile Marketing Aktivitäten auf mobilen Endgeräten. Dadurch entsteht ein riesiges Potential, dass Mary Meeker im neu erschienenen Internet Trends Report der Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins, auf 7 Milliarden US-Dollar beziffert.

Für Marketer ist das die Chance das Thema Mobile Marketing, bspw. mit gezielten Social Advertising Maßnahmen, anzugehen und von der bevorstehenden Weiterentwicklung im Markt zu profitieren. Denn gerade soziale Netzwerke, deren Nutzerzahlen von 2017 auf 2018 weltweit im Schnitt um 13% gewachsen sind (siehe Abbildung), werden mit Hochdruck an der Optimierung und Weiterentwicklung ihrer Advertising Formate speziell für das mobile Nutzererlebnis arbeiten. Diese Chance sollten sich Marketer angesichts der immer länger werdenden täglichen Nutzungsdauern in den Apps der sozialen Netzwerke nicht entgehen lassen.

Social Advertising bedeutet Mobile Advertising

Vielen Marketern ist nach wie vor nicht bewusst, dass die Social Media Nutzung hauptsächlich mobil stattfindet. Facebook bspw. wurde im Januar 2018 zu 95% mobil genutzt. Auch die Nutzung von LinkedIn liegt mobil schon bei über 60%. Instagram und Snapchat sind von Haus aus mobile first Anwendungen, was bedeutet, dass es keine, bzw. nur eine rudimentäre Desktop Version gibt, da sie für die Nutzung mit dem Smartphone ins Leben gerufen wurden. Dementsprechend wird der mit Abstand größte Teil der Anzeigen auf den sozialen Netzwerken mobil ausgesteuert. Was viele ebenfalls nicht wissen: Neben den Werbeschaltungen in den nativen Apps der Netzwerke bieten Facebook, Twitter und LinkedIn auch Werbeplatzierungen in einer Vielzahl weiterer Apps aus ihren Partnernetzwerken an. Diese Partnernetzwerke umfassen mehrere tausende Apps und Websites, die Kategorien wie etwa Automotive, Business oder Finance zugeordnet und unterteilt sind. Facebook, Twitter, sowie LinkedIn geben Marketern die Möglichkeit diese Kategorien selbst auszuwählen, um die Platzierung ihrer Anzeigen auf entsprechenden Apps und Websites selbst zu bestimmen.

Häufiger Fehler beim Mobile Marketing

Nutzer von mobilen Endgeräten wollen Informationen schnell und einfach abrufen. Laut einer Untersuchung von Kissmetrics steigt mit jeder Sekunde Ladezeit die Abbruchrate. So verlassen 10% der User eine Seite sofort wieder, sollte diese nicht bereits nach 2 Sekunden geladen sein. Ab 4 Sekunden Ladezeit sind es dann auch schon 25% der Besucher, die sich ohne jegliche Ansicht geschweige denn Interaktion von der Website verabschieden. Der eigenen Erfahrung nach tritt dieser Effekt mittlerweile noch schneller ein; vor allem wenn man mobil auf Facebook unterwegs ist und auf einen Link klickt. Nicht zuletzt deshalb haben Facebook mit Instant Articles und Google mit AMP eigene Dienste zum hosten fremder Inhalte auf ihren eigenen Plattformen eingerichtet.

Eine sehr gute mobil optimierte Website macht im Digital Advertising den entscheidenden Unterschied aus. Beispielsweise darüber, wie einfach man es dem Nutzer macht, sich mobil für einen Newsletter anzumelden oder direkt zu shoppen. Der wichtigste Grund für eine mobil optimierte Website ist die Herstellung einer konsistenten und angenehmen Nutzererfahrung.

Beispielszenario: Man hat das Ziel möglichst viele Personen aus der gewünschten Zielgruppe auf eine Website zu leiten, wo möglichst viele Anmeldungen für ein Event oder einen Newsletter generiert werden sollen. Schafft man es im ersten Schritt die Aufmerksamkeit der Zielpersonen im Social Feed zu bekommen und sie darüber hinaus zu einem Klick auf eine Anzeige zu motivieren, kann die tatsächliche Registrierung (Hauptziel) mit einer mobil optimierten Website stehen oder fallen. Ist die Website nicht mobil optimiert, ist die Gefahr von Absprüngen ohne die gewünschte Registrierung sehr hoch. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man schlichtweg Geld für Werbeanzeigen verbrannt hat. Ziel verfehlt.

Die Krux mit der mobil optimierten Website

Wer Digital Advertising in sozialen Netzwerken, zum Beispiel durch den Einsatz von Anzeigen auf Facebook betreibt, der wird mobil wahrgenommen. Entsprechend müssen die Brüche zwischen den Plattformen / Apps / Websites für den Nutzer so unsichtbar und unfühlbar wie möglich sein, bzw. das Gesamterlebnis muss stimmen.

Viele Unternehmen haben erfahrungsgemäß Schwierigkeiten eine geräteübergreifende und angenehme digitale Nutzererfahrung zu designen. Oftmals haben die Social Media Verantwortlichen im Marketing keinen Einfluss darauf, ob die Web-Infrastruktur ihres Unternehmens mobil optimiert ist. Anpassungen der eigenen Unternehmenswebsite sind meist langwierige Prozesse, bei denen viele Personen aus unterschiedlichen Abteilungen wie IT oder Unternehmenskommunikation aber auch aus den Geschäftsbereiche mitbestimmen möchten.

Mobile Marketing auch ohne die perfekte Webseite

Wer als Marketer trotz nicht mobil optimierter Website erfolgreiche conversion-optimierte Social Media Marketing Maßnahmen durchführen möchte, dem haben speziell Facebook und LinkedIn entsprechende Anzeigenformate gewidmet. Facebook‘s Canvas bzw. Collection Ads  ermöglichen es Marketern ihre Botschaft innerhalb der Plattform zielgerichtet und kreativ zu gestalten. Hier haben Marketer die Möglichkeit ihre eigene „landing page innerhalb von Facebook“ zu erstellen.

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Wer ohne Umwege Leads generieren möchte, für den gibt es auf Facebook und LinkedIn sogenannte Lead Generation Ads. Auch bei diesem Anzeigenformat verlassen die Nutzer die Plattform selbst nicht sondern werden nach Klick auf die Anzeige in ein vorausgefülltes Antwortformular geleitet. Der Nutzer muss seine Daten lediglich überprüfen ggf. ergänzen und abschicken.

Wer mehr über das Thema Mobile Marketing und die Möglichkeiten im Social Media Advertising wissen möchte ist herzlich eingeladen Kontakt aufzunehmen!

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Carmelo Russo
Geschäftsführer Social DNA GmbH

c.russo@social-dna.de
+49 (0)69 348 737 66